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Altersdiskriminierung beim Urlaubsanspruch von Mitarbeitern


| 04.11.2016 17:18 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Altersdiskriminierung beim Urlaubsanspruch

Wir hatten bisher den Urlaubsanspruch unserer Mitarbeiter abgestuft, ab dem 40. Lebensjahr 30 Tage, darunter 29 Tage.
Gemäß des Urteils des Bundesarbeitsgerichts vom 20. März 2012 mit dem Aktenzeichen 9 AZR 529/10 ist dies unzulässig.
Gibt es keine Möglichkeit älteren Sonderurlaub als Bonus zu gewähren oder so.
Oder bedeutet es tatsächlich streng für alle Mitarbeiter immer den gleichen Urlaubsanspruch?
04.11.2016 | 17:50

Antwort

von


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Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 017634393408
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Sehr geehrter Fragesteller,

richtig ist, dass das Bundesarbeitsgericht in dem von Ihnen angeführten Urteil eine Staffelung der Urlaubstage gemäß dem Alter des jeweiligen Arbeitnehmers in einem Tarifvertrag des öffentlichen Diensts gekippt hat.

In einem neueren Urteil (BAG, Urteil v. 21.10.2014, 9 AZR 956/12) hat das Bundesarbeitsgericht jedoch entschieden, dass Mehrurlaub für ältere Arbeitnehmer unter bestimmten Umständen zulässig sein kann.

Gemäß § 10 AGG ist eine Ungleichbehandlung erlaubt, so fern wenn sie objektiv und angemessen sowie durch ein legitimes Ziel gerechtfertigt ist. Nach Ansicht des Bundesarbeitsgericht können Arbeitgeber bei einer freiwilligen Gewährung von Urlaub selbst entscheiden, ob Mehrurlaub zum Schutz älterer Arbeitnehmer angebracht ist.

Demnach ist es Ihnen durchaus möglich, älteren Arbeitnehmern Mehrurlaub zu gewähren.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Unsere Kanzlei nimmt bundesweit Mandate wahr, ohne dass Ihnen hierdurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Geike
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 07.11.2016 | 11:44

Sehr geehrter Herr Geike,
vielen Dank für die überraschende Wendung !
Wäre es dann ok, wenn wir z.B. im Haustarif reinschreiben
(Details klären wir noch):

"Wegen dem altersbedingten höheren Erholungsbedürfnis bekommen Mitarbeiter ab dem 40.Lebensjahr einen Tag und ab dem 50.Lebensjar zwei Tage zusätzlichen Urlaubsanspruch pro Jahr gewährt".

Wir denken, das wäre angemessen mit einem legitimes Ziel begründet.
Mit freundlichen Grüßen
K.Josek

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.11.2016 | 12:08

Sehr geehrter Fragesteller,

ich halte die von Ihnen vorgeschlagene Formulierung für legitim und angemessen. Auch die von Ihnen aufgestellten objektiven Kriterien (hier:Alter des Arbeitnehmers) sind aus meiner Sicht nicht zu beanstanden.

Da es sich um eine freiwillige Gewährung von Mehrurlaub handelt, steht Ihnen ein Entscheidungsspielraum zu, ob älteren Arbeitnehmern Mehrurlaub zu gewähren ist.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie in dieser Sache weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Geike
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.11.2016 | 12:34


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