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Altersdiskriminierung? Krankenkasse verweigert Kostenübernahme bei über 18-jährigen

29. Juli 2022 13:52 |
Preis: 40,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei mir muss aufgrund von gesundheitlichen Problemen eine kieferorthopädische Behandlung (Zahnspange zur Korrektur des Aufbisses und Entlastung der Kiefergelenke) durchgeführt werden.

Meine Krankenkasse lehnt die Kostenübernahme ab und würde nur zahlen, wenn der Behandlungsbeginn vor dem 18. Lebensjahr gelegen hätte (ich bin nun 35 Jahre und war vor dem 18. Lebensjahr bereits schon einmal in kieferorthopädischer Behandlung, die zwar abgeschlossen, aber nicht korrekt durchgeführt wurde).

Nach § 1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sind Benachteiligungen in bestimmten Fällen, u. a. aufgrund des Alters, nicht zulässig.
Nach § 2 Abs. 1 Nr. 5 AGG, ist diese altersbedingte Benachteiligung in Bezug auf "Gesundheitsdienste" unzulässig.

Könnte hier eine Altersdiskriminierung vorliegen, sodass ich meine Krankenkasse um Kostenübernahme bitten kann?

Vielen Dank vorab und freundliche Grüße!

29. Juli 2022 | 14:42

Antwort

von


(1287)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Es gibt in diesem Fall keine Diskriminierung im Sinne einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung.

Die unterschiedliche Behandlung nach Alter hat sachliche Gründe und ist deshalb auch rechtlich zulässig. Es müssen nicht alle irgendwie sinnvollen Leistungen durch die GKV übernommen werden, es gibt im Gesetz und aus Satzungen diesbezügliche Beschränkungen, die zulässige Einschränkungen der Leistungen vornehmen.

Orientiert an den medizinischen Erfordernissen ist es im Rahmen der gesetzlichen Leistungen der Krankenkassen möglich in begründeten Ausnahmefällen auch als Erwachsener bei medizinischer Notwendigkeit eine Kostenübernahme zu erhalten.

Darüber hinaus habe ich aber keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit und Verfassungsmäßigkeit, der Kostenübernahme nur bis zum Alter von 18 Jahren. In Ihrem Fall empfehle ich Ihnen einen Härtefallantrag zu stellen. Schadensersatzansprüche gegen den ehemaligen Kieferorthopäden dürften in Ihrem Fall bereits verjährt sein.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwältin-


ANTWORT VON

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