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Alte Drainage vom Nachbarn bringt Wasser auf mein Grundstück


| 15.12.2014 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im letzten Jahr ein vollerschlossenes Baugrundstück in einem Neubaugebiet in NRW gekauft und in diesem Jahr mit dem Bau eines EFH begonnen.
Beim Ausbaggern des Kellers sind wir auf alte Tonrohre gestoßen die vom benachbarten Acker bis zu meinem Grundstück laufen.
Beim Baggern wurden diese Rohre gekappt, so dass das Wasser nicht weiter ablaufen kann sondern nun auf meinem Grundstück austritt. Bei Regenfällen kommt ein kräftiger Wasserstrahl dort raus.

Mein Grundstück liegt in der ersten Bebauungsreihe..
An das Grundstück grenzt ein ca. 20 Meter breiter Grünstreifen der zur Gemeinde gehört. Dort gibt es einen Fußweg und eine Parkanlage. Die Drainage verläuft unter dem Fußweg her und ist offensichtlich bei den Bauarbeiten nicht beschädigt worden.

An das städtische Grundstück grenzt ein großer Acker der wohl mit der Drainage trockengelegt wurde.

Bevor hier das Neubaugebiet bestand, gehörten alle Flächen zum Acker.

Kann ich die Gemeinde oder den Besitzer des Ackerlandes auffordern das Wasser andersweitig abzuleiten damit es nicht mehr auf mein Grundstück läuft und den Keller unter Wasser setzt?

Oder habe ich einfach nur Pech gehabt, dass mein Grundstück in der vordersten Bebauungslinie liegt und ich daher als erste Partei die Drainage kappen mußte und ich muss nun selber sehen was mit dem Wasser geschieht?

15.12.2014 | 12:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der gekappten Drainage dringt bei Ihnen Wasser in das Grundstück, welches nicht auf natürliche Art und Weise hineinströmt.

Dies bedeutet, dass Sie grundsätzlich auch einen Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch nach § 1004 gegen den Eigentümer des Ackers besitzen, wenn das Abwasserrohr eben von diesem Grundstück herrührt und Ihres beeinträchtigt.

Sie sollten dem Eigentümer die Zustände schildern und ihm eine Frist zur Beseitigung von 3 Wochen geben.

Daneben haben Sie auch die Möglichkeit, das Drainagerohr entsprechend zu verschließen. Dies dürfte eventuell die schnellere Möglichkeit sein, um Abhilfe zu schaffen.

Ich gehe dabei davon aus, dass im Grundbuch kein derartiges Leitungsrecht bei Ihnen eingetragen ist.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2014 | 17:24

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Das Drainagerohr läßt sich leider nicht einfach verschließen, da es alte Tonrohre sind die ineinander gesteckt sind und sich durch das verschließen das Problem lediglich bis zum nächsten Rohrabschnitt ca. 50 cm nach hinten verschieben würde.

Gilt der § 1004 BGB auch für Wasser auf der Erdoberfläche, dass bei Regen auf dem Nachbargrundstück aus dem Boden austritt und dann bachähnlich auf mein Grundstück läuft?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.12.2014 | 18:29

Sehr geehrter Fragesteller,

der § 1004 BGB ist speziell für Fälle gedacht, die nicht auf Entziehung oder Vorenthaltung des Besitzes gerichtet sind. Die Norm ist daher bei Ihnen anwendbar.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.12.2014 | 12:23


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