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Als Makler für Verwandte tätig werden ohne Provision

12.06.2012 20:04 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Ich habe vor mich als Immobilienmakler selbstständig zu machen.

Damit das Schaufenster zu Beginn der Tätigkeit nicht so leer aussieht, möchte ich die Objekte von meinem Vater anbieten.

Ich weiss, dass es bei Verflechtung mit dem Verkäufer nicht erlaubt ist eine Provision zu verlangen.

Auf die Provision kann ich verzichten, allerdings bin ich mir nicht sicher ob ich die Immobilien so anbieten darf.

Laut diverser Internet-foren ist es auch verboten bei Verflechtung Immobilien anzubieten, auch wenn dies ohne Provision geschieht. Der "Makler" soll so angeblich nicht mehr in der Lage sein Neutral zu handeln.


Meine Frage:

Darf ich die Objekte meines Vaters ohne Provision in mein Angebot aufnehmen?

Auch ohne Hinweis darauf das ich mit dem Verkäufer verwandt bin?


Ich bitte zusätzlich um die Rechtsgrundlage der Antwort. Welches Gesetzt?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

zunächst einmal weise ich darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in der Regel nicht ersetzen kann.

Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise eine andere rechtliche Beurteilung zur Folge haben. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Wenn Sie die Immobilien Ihres Vaters ohne Geltendmachung eines Provisionsanspruchs vermitteln, so steht dem nichts entgegen.

Ein gesetzliches Verbot hierzu gibt es schlicht nicht.

Einzige Auswirkung die die sogenannte echte Verflechtung – diese dürfte bei einem Vater Sohn Verhältnis vorliegen – hat ist das Ihnen schon bekannte entfallen des Provisionsanspruchs.

Sie müssen also wenn Sie keine Provision geltend machen wollen, auch nicht auf das Verwandtschaftsverhältnis hinweisen.

Sie können aber in der Regel sogar einen Provisionsanspruch geltend machen, wenn Sie auch die enge Verwandtschaftsbeziehung ausdrücklich hinweisen.

Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. Bundesverfassungsgericht NJW 1988, 2663), des Bundesgerichtshofs (BGH NJW 1987, 1108) und es OLG Hamm (Urteil vom 20. Januar 2000 • Az. 22 U 75/99) lässt nämlich nicht allein das Bestehen eines Verwandtschaftsverhältnisses den Maklerlohn entfallen.

Lediglich die Unkenntnis des Dritten über dieses Verwandtschaftsverhältnis führt zum Wegfall des Maklerlohns. Eine anderweitige Regelung wäre verfassungswidrig.

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass Sie die Objekte Ihres Vaters unproblematisch an Käufer vermitteln dürfen.

Lediglich für die Geltendmachung eines Provisionsanspruchs wäre die anfängliche Offenbarung des Verwandtschaftsverhältnisses erforderlich.

Sollte etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Marcus Bade, Rechtsanwalt

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