Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Als Gläubiger nicht über Insolvenzeröffnung informiert

05.09.2009 11:35 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin Gläubiger einer Firma und habe ein rechtskräftiges Anerkenntnisurteil wegen Forderung und Verfahrenskosten. Dieser Betrag konnte per Zwangsvollstreckung jedoch nicht eingetrieben werden, da die Firma zum Zeitpunkt der Zwangsvollstreckung unbekannt verzogen sei. Eine Anschriftenprüfung per Deutsche Post bestätigte dies.

Wie ich erst heute erfahren habe, stellte die Firma wenige Tage nach dem geplanten Termin zur Zwangsvollstreckung Insolvenzantrag und das Insolvenzverfahren wurde auch eröffnet. Die Frist zur Einreichung der Forderung ist mittlerweile jedoch abgelaufen.

Frage: Hätte ich als Gläubiger nicht gemaß §28 InsO über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens informiert werden müssen? Wenn Ja, besteht vor diesem Hintergrund die Möglichkeit meine Forderung dennoch anzumelden oder Schadenersatz geltend zu machen?

Vielen Dank

05.09.2009 | 12:06

Antwort

von


(445)
Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 8995153
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Im Insolvenzverfahren gilt der Grundsatz der öffentlichen Bekanntmachung, vgl. § 9 InsO , mit Wirkung gegenüber jedermann. Danach erfolgt die Bekanntmachung des Eröffnungsbeschlusses nach §§ 27 , 30 Abs. 1 und 2 InsO im Wege der öffentlichen Bekanntmachung nach § 9 InsO im Internet (www.insolvenzbekanntmachungen.de, seit 2002) und wird auszugsweise im Bundesanzeiger veröffentlicht. Nach § 9 InsO gilt die Bekanntmachung als bewirkt, sobald nach dem Tag der Veröffentlichung zwei weitere Tage verstrichen sind. Somit ist eine persönlich an Sie gerichtete Bekanntmachung nicht erforderlich.

Diese Vorschriften dienen dem Zweck durch Verlautbarung nach außen Geltung zu verschaffen und das Insolvenzverfahren und die einzelnen Verfahrensschritte unter Wahrung der Rechte der Beteiligten in einem für ausreichend gehaltenen Maße zu vereinfachen.

Insoweit ist auch § 28 InsO zu verstehen. Die Aufforderung ist im Beschluss enthalten, der wiederrum öffentlich bekanntgemacht wird.

Aufgrund dieser Verfahrensweise gleichen beispielsweise Banken jeden Tag die Bekanntmachungen mit Ihrem Kundenstamm ab, um keinen Rechtsverlsut zu erleiden. Für kleinere Unternehmen ist dies oft nicht praktikabel, aber leider gibt es keine Alternativen.

Sie haben also auch keinerlei Schadensersatzansprüche oder dergleichen.


ANTWORT VON

(445)

Tannenforst 3
47551 Bedburg-Hau
Tel: 02821 8995153
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Insolvenzrecht, Kreditrecht, Vertragsrecht, Mietrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89454 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich fühle mich sehr gut beraten. Schnell, freundlich, kompetent . ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gute Anwältin habe schon ein Anwalt der sehr gut auch sehr schnell ist. Es ist schlimm wie sehr die Eltern und nicht die Kinder in Vordergrund stehen. Will hoffen obwohl ich nicht der Vater das Kind zurück bekommen kann.der ... ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Vielen Dank ...
FRAGESTELLER