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AlphaMos

26.05.2014 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Anwälte,,

ich habe ein Problem mit einer Aktie und weiss nicht an wen ich mich wenden soll, gekauft habe ich über das Onlinesystem, soll ich nun die jeweilige Börse informieren ?

Ich habe über meine Hausbank Aktien gekauft, ein französisches Unternehmen.913349

Wenn sie sich dazu im Net die gängigen Infos anschauen, werden sie nicht viel finden.
Offenbar wurde der Handel mit der Aktie ohne Vorwarnung eingestellt ohne vorherigen Kurssturz.
Ich weiß nun nicht an wen ich mich wenden soll, was sagt das Aktienrecht hier ?
Meine Bank sagte mir telefonisch das ich den Wert ausbuchen kann.
Allerdings wäre es dann weg, und falls das Unternehmen wider erwarten doch nicht pleite ist und zuvor einfach ausgebucht ist, ist das Geld trotzdem weg.
Ich kenne eig nur die Fälle, wo entweder definitiv Pleite vorherrscht und die Aktien Zockerwerte sind oder wertlos oder eben wenn ein Unternehmen die Aktien bewusst von der Börse nehmen will, wo man dann aber vorher eine Art Aufkaufangebot bekommt.
Bei Alpha Mos scheint hingegen alles ok zu sein, die Homepage existiert noch ein Wikipedia Eintrag auch und es gibt hier einfach keine Infos.
Können sie mir sagen was ich meiner Bank schreiben soll, um evtl an mein Geld zu kommen und was ich weiterhin veranlassen soll, sollte das Unternehmen
a) pleite sein
oder b) einfach seine Aktien von der Börse nehmen will.
Muss ich hier irgendwas beantragen und was wäre aus ihrer Sicht der richtige Weg, wo erhalte ich Infos ?
Momentan liegt der "Wert" im Depot und es wurde seit Monaten kein aktueller Kurs festgestellt, was raten sie mir auch aus rechtlichere Sicht?

-- Einsatz geändert am 26.05.2014 22:56:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

über das Vermögen der von Ihnen genannten Gesellschaft wurde mit Datum vom 10.12.2013 das Insolvenzverfahren eröffnet.

Zur Zeit wird ein sogenanntes Rettungs- und Sanierungsverfahren durchgeführt. An das Eröffnungsurteil schließt sich eine Beobachtungsphase („période d'observation") an, deren Dauer im Eröffnungsurteil festgelegt wird. Sie beträgt höchstens 6 Monate und kann einmal für den gleichen Zeitraum verlängert werden. Der Ausgang dieses Verfahrens kann naturgemäß nicht vorausgesagt werden.

Die Aktie wird aus diesem Grund auch nicht mehr an der Börse gehandelt. Ihre Bank kann Ihnen leider nicht dabei helfen das investierte Geld zurück zu holen. Sie sollten vorsichtshalber mit einem Totalverlust rechnen.

Sofern das Rettungsverfahren scheitert sollten Sie ihre Forderung beim „mandataire Judiciaire" anmelden. Auf der Grundlage der Vorschläge des „mandataire Judiciaire" entscheidet der Insolvenzrichter über die Zulassung oder Ablehnung der Forderung. Informationen hierzu können Sie den Wertpapierbekanntmachungen, auch über die Homepage der Gesellschaft entnehmen.

Weitere Informationen finden Sie auch hier: <a target="_blank" href="http://www.worldreginfo.com/document_lst.asp?typ_search=search_lissuer&uid=D42036A2-918C-418C-AECC-FAD8E256048B" rel="nofollow">http://www.worldreginfo.com/document_lst.asp?typ_search=search_lissuer&uid=D42036A2-918C-418C-AECC-FAD8E256048B</a>

Ich bedauere Ihnen zur Zeit keine besseren Nachrichten überbringen zu können.

Rückfrage vom Fragesteller 26.05.2014 | 23:54

Vielen Dank

sie schreiben das ich Forderungen direkt beim
mandataire Judiciaire anmelden muss,

Ist da eine Form vorgeschrieben ?
Ich habe eher wenige Aktien gekauft, können sie mir da bitte sagen, was für Forderungen ich an das mandataire Judiciaire schreiben soll und habe ich dadurch weitere Kosten oder Kostenfallen zu erwarten ?

Wenn möglich bitte ich daher im Rahmen meiner Ausgangsfrage in dem ich fragte was zu tun sei, mit ein Muster zu nennen, was alles in so ein Schreiben grob reingehört, und ob dies auch für Aktien gilt

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.05.2014 | 18:53

Viele Dank für ihre Nachfrage.

Wie bereits geschrieben befindet sich die Gesellschaft noch in einem Rettungsverfahren. Sollte dieses erfolglos sein, so beginnt die Liquidationen. Der mandataire Judiciaire wird dann eingesetzt und tritt an die Gläubiger heran.

In der Regel erfolgt die Forderungsanmeldung mittels einer Eingabemaske im Internet.

In Frankreich gehören sie allerdings als Aktionär nicht zu den Gläubigern der Gesellschaft. Etwas anderes gilt nur, wenn sie auch Anleihen halten oder in anderer Form der Gesellschaft ein Darlehen gewährt haben.

Zur Zeit sind ihre Aktien praktisch wertlos. Ich empfehle daher das Rettungsverfahren abzuwarten. Vielleicht gelingt die Rettung. Das Ausbuchen der Aktien nimmt ihnen die Möglichkeit an einer etwaigen Rettung zu profitieren. Denn schlimmer kann die Situation für die nicht mehr werden.

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