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Allgemeinstrom gerecht aufteilen

| 07.12.2018 21:04 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Ich habe eine kleine Eigentumswohnung mit circa 56 qm (151,35/1000)
und wohne alleine darin.
In dem gleichen Haus sind noch drei andere Eigentumswohnungen
In der größten davon (welches auch mehr oder weniger die Hausverwalter sind) leben 4 Erwachsene und ein Kind ca.8 Jahre, diese Wohnung erstreckt sich über das gesamte Haus und sie können durch ihren eigenen Hauseingang und den, den wir anderen drei Wohnungseigentümer benutzen, aus und eingehen. In den zwei anderen Eigentumswohnungen leben auch jeweils zwei Personen.
Also insgesamt mit Kind sind es neun Personen in unserem Haus.
Die allgemeinen Stromkosten werden aber durch die 4 Eigentumswohnungen geteilt, ... als ich sie letztes Jahr darauf angesprochen habe dass ich das nicht gerecht finde hat die Eigentümerin gemeint ,sie benutzen ja unseren Eingang und Treppenbeleuchtung so gut wie nie.( aber auf unserer Seite ist die Waschküche und sie gehen regelmäßig Wäsche waschen und aufhängen und laufen dann durch "unser" Treppenhaus.
Zu den allgemeinen Stromkosten zählen hier auch die Pumpe für Heizung und die Heizung selber.... so dass mindestens 400-500 € im Jahr zusammenkommen.
Meine Frage ist, gibt es eine gesetzliche Regelung oder wie kann man das am gerechtesten ausrechnen oder verteilen?
Die Treppenbeleuchtung ist ja wohl wahrscheinlich nicht der Hauptfaktor?
Lieben Gruß und vielen Dank schon mal im Voraus.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Sie teilen zunächst mit, was alles über den Allgemeinstrom abgerechnet wird. Hier ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass zu viel, beziehungsweise unzulässige Verbrauchsstellen, dem Allgemein-Strom zugerechnet werden.

Der Maßstab der Verteilung muss in der Teilungserklärung der Wohnungseigentümergemeinschaft geregelt sein. Hier müssen Sie zunächst nachlesen, was vereinbart worden ist. Die Teilungserklärung ist als verbindlich für die Wohnungseigentümergemeinschaft an zu sehen.
Um hier etwaiger Änderungen durch zu sitzen, bedarf es einer Zustimmung aller Miteigentümer.

Gegebenenfalls finden sich auch in der Beschluss Sammlung der Wohnungseigentümer – Gemeinschaft anderweitige Beschlüsse, die dann auf deren Rechtmäßigkeit zu überprüfen wären.

Nach dem Gesetz ist die Verteilung nach mit Eigentumsanteilen, nach Wohnfläche oder nach Personenzahl als Abrechnungsmaßstab möglich. Wenn sich – wovon auszugehen ist – in der Teilungserklärung aber eine verbindliche Regelung findet, so ist diese gegenüber dem Gesetz ohnehin vorrangig.


Ich hoffe ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen. Sie gegebenenfalls gerne die kostenlose Nachfragefunktion.

Draudt
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2018 | 22:23

Vielen Dank für die Antwort .
Das Haus in dem jetzt die vier Wohnungen sind, gehörte früher mal einem Besitzer.
DIeser hat die Wohnung geteilt und drei Wohnungen an 2 Schwager von ihm verkauft.....die 4.Wohnung habe ich von ihm abgekauft..... es wurde nichts von Kostenverteilung in der Teilungserklärung geschrieben, wahrscheinlich weil ja alles in der Familie war.
es gibt auch keine Hausordnung oder dergleichen.
Es steht lediglich drin das dem dem die größte Wohnung gehört auch der Hausverwalter wäre.
Er verrechnet auch die Versicherungen (welche nach Wohnungsinheiten berechnet werden) und die Müllkosten (die Müll Kosten werden nach Personenzahl berechnet.)
Nur bei den Allgemeinen Stromkosten teilen Sie durch Wohnungsanzahl..... welches ich (meine Meinung) nach unfair finde.
So wie ich Sie verstanden habe sollte es, falls nicht anders schriftlich festgehalten wurde, also auch entweder nach Personenzahl oder Quadratmeterzahl berechnet werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.12.2018 | 08:02

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage möchte ich mitteilen, dass gemäß Paragraph 16 Absatz 1 WEG der Verteilungsschlüssel nach Miteigentumsanteilen vorgesehen ist.
Es kann allerdings per Beschluss gemäß Paragraph 16 Absatz 2 WEG ein anderer Verteilungsschlüssel fest gelegt werden. Gesetzlich möglich ist das, daher meine Ausführungen in der ursprünglichen Antwort- aber zusätzlich eben noch der Beschluss.
Dies ist wohl hier nicht der Fall, wie Sie mit teilen.
Daher gilt per Gesetz die Verteilungsschlüssel nach
Miteigentumsanteilen.

Mit freundlichen Grüßen Draudt Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 11.12.2018 | 09:45

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