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Allgemeine Frage zun Ablauf, als 'Gegner' eines Anwalts


| 18.12.2008 19:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Trettin



Hallo!

Ich betreue seit einiger Zeit das Haus meiner dementen Mutter. Eine Wohnung ist vermietet. Die Mieterin verweigerte plötzlich nach über 20 Jahren die Begleichung der Nebenkostennachzahlung und stellt die Abrechnung (qm-Zahlen) die sich nie geändert hat in Frage. Ihre Anwältin forderte uns auf das "zeitnah" zu erklären.

Ich bin mir nicht klar, ob das überhaupt zulässig ist, nach so langer Zeit - ohne dass sich irgend etwas geändert hätte - plötzlich die Nebenkostenabrechnung in Frage zu stellen und nicht zu bezahlen. Aber wir haben der Anwältin innerhalb von 2 Tagen alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung gestellt, sowie einige angesprochene Punkte zusätzlich erläutert.

Das war vor 3 Wochen. Seitdem haben wir nichts mehr gehört, auch auf 2 schriftliche Nachfragen keine Antwort, keine Reaktion, es wurde bishe auch noch nicht gezahlt und wir haben vor allem keinerlei Information wie es überhaupt weiter geht.

Ist das normal? Wie lange muss ich als "Gegner" auf Reaktionen/Informationen warten? Wie würde so eine Angelegenheit üblicherweise weiter ablaufen? Wir haben selbst keinen Anwalt beauftragt, da der Fall eigentlich völlig klar und der Betrag um den es geht nur gering ist.

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Schilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt Stellung nehme:

Fehlt eine vertragliche Vereinbarung, so ist eine Betriebskostennachzahlung grundsätzlich mit Zugang einer formell ordnungsgemäßen und nachvollziehbaren Abrechnung fällig.

Da Sie eine solche Abrechnung nach Ihren Angaben erteilt haben, und die Mieterin in der Zwischenzeit auch die relevanten Belege einsehen konnte, können Sie m. E. die Nachzahlung verlangen.

Ich empfehle Ihnen daher, nicht (weiter) auf eine Reaktion der Gegenseite zu warten. Dies gilt umso mehr, als die Mieterin nicht verpflichtet ist, die Angelegeheit foranzutreiben. Stattdessen sollten Sie die Zahlung des Nachforderungsbetrages gegenüber der Mieterin - schriftlich und nachweisbar - anmahnen und ihr zur Zahlung eine Frist setzen.

Nach Ablauf der Frist sollten Sie dann ggf. einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.

Ich hoffe, daß Ihnen diese Auskunft weiterhilft. Bitte machen Sie bei Bedarf von der Möglichkeit Gebrauch, eine kostenlose Nachfrage zu stellen.

Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2008 | 20:15

Danke für die Antwort. Da mir an einer einvernehmlichen Klärung der Angelegenheit liegt, will ich bis zu einer erneuten Anmahnung der Zahlung noch etwas warten. In diesem Zusammenhang nochmals die konkrete Frage - welche Wartezeit auf einen Antwort oder Reaktion des Anwalts ist in solchen Fällen üblich? Ich möchte diesen üblichen Zeitraum auf jeden Fall abwarten um nicht durch vorschnelles Handeln möglicherweise eine Verhärtung oder Eskalation zu verursachen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2008 | 22:29

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Eine übliche "Wartezeit" gibt es nicht; wie schnell die Gegenseite reagieren sollte, hängt vielmehr letztlich immer davon ab, wie schnell sie überhaupt reagieren kann.

Mit anderen Worten: Wenn Sie der Kollegin eine Vielzahl von Unterlagen übermittelt haben, der Sachverhalt sehr komplex ist oder ähnliches, werden Sie ihr für eine Stellungnahme mehr Zeit zubilligen müssen als bei einer einfachen Sachlage.

Da nach Ihren Angaben der Fall "völlig klar" ist, sind m. E. die drei Wochen, die der Gegenseite bereits zur Verfügung standen, für eine (erste) Stellungnahme ausreichend. Jedenfalls aber hätte die Gegenseite auf Ihre Nachfragen reagieren können - und sei es nur mit der Mitteilung, wann eine Stellungnahme erfolgen wird.

Insofern sehe ich Sie nicht in der "Pflicht", weiter untätig zu bleiben. Wann Sie aktiv werden, liegt aber allein in Ihrem Ermessen, da es - wie oben ausgeführt - eine übliche "Wartezeit" nicht gibt.

Möglicherweise können Sie das Problem so lösen, daß Sie Ihrer Mieterin, wenn diese auch in den nächsten Tagen nicht reagiert, eine großzügig bemessene Zahlungsfrist setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Trettin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.12.2008 | 12:41


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