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Alleiniges Sorgerecht beantragen und Namen wieder ändern?

28.03.2008 11:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


KV hat Lebensgemeinschaft mit KM mit gemeinsamer Wohnung.Nach Feststellung einer Schwangerschaft der KM hat KV Heiratsantrag gemacht. Während des Krankenhausaufenthaltes des KM war KV sehr selten im Krankenhaus, bei Besuchen des Kleinen, der länger da bleiben mußte, fehlte er ganz.Danach hat er sich nur 2 Tage voll um den Kleinen gekümmert, danach 16 Wochen überhaupt nicht, nur dabei zugesehen. Da KV die Ehe versprochen hatte, lies sich die KM darauf ein den Kleinen auf seinen Namen umzumelden. Kurz danach kam er immer spät nach Hause, eigentlich nur zum Schlafen und ließ auch noch seinen älteren Sohn bei der KM, der zusätzlich Unruhe stiftete. 3 Monate nach der Geburt zog der KV aus "wegen hygienischen Gründen". Danach frage er nur nach dem Kleinen, da er ihn mitnehmen wollte zum Herumzeigen. Erst nach 1 1/2 Monaten wollte er ihn mal sehen, kommt zwar seitdem regelmaßig, aber eine wirkliche Beziehung hat KV zum Kind nicht. Der KV will außerdem der KM die Küche wegnehmen, wie soll die KM dem Kleinen dann was zum Essen machen. Dem KV interessiert nur sein Vorteil, alles andere ist ihm egal. Außerdem wurde der KM zugetragen, daß der KV während der gesamten Beziehung wöchentlich fremdgegangen ist. Das heist das alles geplant war nur um an das Sorgerecht und den Namen zu kommen. Ist es unter diesen Umständen möglich das alleinige Sorgerecht für die KM zu beantragen und eventuell auch den Namen wieder ändern zu lassen, welche Möglichkeiten würden bestehen?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich unterstelle zunächst, daß der Kindesvater, mit die Kindesmutter nicht verheiratet war, die Vaterschaft anerkannt hat und die Eltern gem. § 1626a BGB erklärt haben, daß sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen, denn nur dann steht den Eltern gemeinsam die elterliche Sorge zu. Andernfalls hat die Kindesmutter die alleinige elterliche Sorge.

Haben beide Elternteile nach § 1626a BGB die gemeinsame elterliche Sorge, kann das Gericht, wenn das Kindeswohl gefährdet ist, einem Elternteil gem. § 1666 BGB die Sorge entziehen. Eine Gefährdung des Kindeswohls kann auch durch Vernachlässigung des Kindes eintreten. Allerdings ist der Tatbestand, daß der Kindesvater ausgezogen ist und sich um das Kind kaum kümmert pauschal nicht geeignet, eine Sorgerechtsentziehung zu rechtfertigen. Denn erste Voraussetzung dafür ist die Gefährdung des Kindeswohles. Eine Kindeswohlgefährdung setzt eine gegenwärtige, in solchem Maß vorhandene Gefahr voraus, dass sich bei der weiteren Entwicklung der Dinge eine erhebliche Schädigung des geistigen, seelischen oder körperlichen Wohls des Kindes mit ziemlicher Sicherheit voraussehen läßt.

Nur wenn also absehbar ist, daß das Kindeswohl durch den fehlenden Umgang mit dem Vater gefährdet ist - oder dieser das Kind, wenn er es besucht, gefährdet, kommt ein Sorgerechtsentzug in Betracht. Kümmert er sich also nicht um das Kind, wenn es bei ihm ist, könnte ein Sorgerechtsentzug möglich sein - Ihre Sachverhaltsschilderung gibt dafür jedoch konkret nichts her.

Eine Sorgenrechtsentziehung kann auch erfolgen, wenn der Kindesvater seinen Unterhaltspflichten nicht nachkommt und dadurch das Kindeswohl gefährdet wird.

Die Möglichkeit einer Namensänderung bei Änderung des Sorgerechts kann ich indes leider nicht erkennen.

Da sich an dieser Stelle nicht abschließend beurteilen läßt, ob die reelle Chance auf eine Sorgerechtsentscheidung des Gerichts besteht, empfehle ich Ihnen anwaltlichen Rat vor Ort einzuholen.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort zunächst geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
Skype: schwartmann50733

www.rechtsanwalt-schwartmann.de
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Nachfrage vom Fragesteller 28.03.2008 | 12:43

Auch das Fremdgehen und auch keinen festen Wohnsitz rechtfertigen die Umänderung des Sorgerechtes nicht? Was wäre denn wenn der KV das Kind mitnimmt an seinen Besuchstagen und in der Obhut anderer läst um ungestört irgendwelcher Vergnügung nachzugehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.03.2008 | 12:53

Das Fremdgehen begründet für sich genommen keine Gefährdung des Kindeswohles.

Lässt der Vater das Kind aber alleine oder in der Obhut von Dritten, ohne sich darum zu kümmern, kann das eine Sorgerechtsentziehung begründen, weil dadurch eine Gefahr für das Kindeswohl bestehen kann.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

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