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Alleiniges Sorgerecht / Aufenthaltsbestimmungsrecht

| 27.04.2016 08:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Hallo, habe ich eine Chance auf das alleinige Sorgerecht ?

Mein Problem: Ich bin seit 2011 vom Vater meiner nun 6 jährigen Tochter getrennt ( nicht verheiratet, gemeinsames Sorgerecht ). Er zeigt kaum Interesse an seiner Tochter nur mal phasenweise. Er hat Angststörungen, Depressionen. Ist seit 1 Jahr Privatinsolvent, Zahlt nur sproradisch mal anteilig Unterhalt, hat kein Auto mehr. steht unter Betreueung ( Post, Finanzen, Vertretung vor Behörden) Er hat häufige Klinikaufenthalte wo er dann auch auf dem Gelände wohnt von bis zu 6 Monaten. Danach meist Tageskliniken und Reha. Er ist dann entweder einfach verschwunden und meldet sich nicht. Taucht dann aus der Versenkung wieder auf und will seine Tochter sofort sehen, oder er fragt nicht nach Ihr sondern nur nach meiner Adresse, oder er verlangt, dass meine Tochter ihn in der Psychiatrie besucht was ich strickt ablehne. Egal was ist ich bin daran schuld, mein er. Er meint wenn ich meine Tochter ja so sehr liebe könne ich sie auch fahren. Haben schon Viele Gespräche mit der Erziehungsberatung geführt und uns dort über Umgang ect geeinigt was von Ihm dann nie eingehalten wurde. Wenn er mal angerufen hat , hat er meine Tochter meist zum weinen gebracht, oder Ihr Sachen versprochen, von denen er dann ein paar Tage später nix mehr wusste.
Meine Tochter armte auch schon mal sexuelle Handlungen /Bewegungen nach er streitet alles ab.
mal ist er mit seiner Freundin zusammen mal nicht, diese ist ebenso depressiv .
meine Tochter erzählte oft, dass sie immer ganz leise sein muss wenn sie dort ist. Sonst hat sie nie etwas erzählt wenn sie bei ihm war immer nur weiss ich nicht mehr.
Ich weiss nicht mehr weiter, habe ich noch Möglichkeiten? Ich habe Angst um meine Tochter. Er hat sich noch nie an ärztliche Verordnungen gehalten und die Medikamente genommen wie er lustig war, meist im Übermaß.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Übertragung der elterlichen Sorge als alleinige Sorge ist zumeist sehr schwierig. Anhand ihrer Sachverhaltsschilderung bestehen allerdings Ansatzpunkte dafür, dass ein entsprechender Antrag beim Familiengericht Erfolg haben könnte. Dies ist immer dann der Fall, wenn eine Kommunikation zwischen den Eltern nicht möglich ist und damit die Sorge für das Kind auch nicht gemeinsam ordnungsgemäß ausgeübt werden kann. Hierauf deutet schon hin, dass der Kindesvater über einen sehr langen Zeitraum nicht erreichbar ist und sich auch nicht bei Rückfragen meldet. Auch die weiteren Dinge, die Sie in Ihrem Sachverhalt darstellen weisen darauf hin, dass eine ordnungsgemäße Kommunikation wohl so nicht erfolgt. Auch die Sprunghaftigkeit und die lediglich sporadischen Nachfragen nach der Tochter deuten darauf hin, dass ein tatsächliches Interesse an dem Kind gar nicht vorhanden ist.

Dabei bedeutet aber die Übertragung der alleinigen Sorge nicht automatisch, dass der Vater das Kind nicht mehr sehen darf. Dies ist immer eine Frage des Umgangsrechtes. Beim Sorgerecht geht es eben darum, die wichtigen Entscheidungen für das Kind entweder gemeinsam oder alleine zu fällen, womit dann die Übertragung der alleinigen Sorge erfolgen kann, wenn eine gemeinsame Entscheidung nicht möglich ist. Dies müssten sie in einem Sorgerechtsantrag sorgfältig herausarbeiten. Hierzu empfehle ich bereits jetzt die Inanspruchnahme anwaltlicher Hilfe.

Hinsichtlich des Umgangs und einer möglichen Kindeswohlgefährdung, so wie sie dargestellt haben, dass das Kind oft weint, dass der Umgang durch den Vater nicht richtig erfolgt oder das sogar sexueller Handlungen hier dargestellt werden, müsste dies in einem separaten Verfahren, entweder durch eine vorläufige Umgangsaussetzung oder die tatsächliche Verweigerung des Umgangs durchgeführt werden. Letzteres ist nur dann zu empfehlen, wenn tatsächlich überhaupt kein Umgang stattfindet. Dann müsste sich gegebenenfalls der Vater darum kümmern, dass eine Umgangsvereinbarung neu geschlossen wird und dort könnte man dann auch die Bedenken gegen einen derzeitigen Umgang einbringen. Sofern eine Umgangsvereinbarung besteht, müsste man diese dann gegebenenfalls ab ändern lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 29.04.2016 | 11:28

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 29.04.2016 5/5,0
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