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Alleiniger Eigentümer oder mit Ehepartner?

17.06.2013 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Tag.

Meine Frau und ich werden ein Haus kaufen.
Die Frage die sich uns stellt lautet:

„Wer trägt sich als Eigentümer in den Kaufvertrag ein?"

Die Situation stellt sich folgendermaßen dar.

Die finanziellen Mittel insgesamt (mit Umbau)kommen zum Löwenanteil von mir. (ca. 90 %).
Die Erwerbskosten allein für das Haus kommen zu 100 % von mir.

Welchen unterschied macht der Eintrag im Falle einer Scheidung,
ob wir beide oder nur ich allein eingetragen sind?

Ich möchte natürlich gern eine Absicherung haben, da ich auch den Großteil der Mittel stelle.

Meine Frau möchte natürlich gern eingetragen sein weil es „unser" Haus wird.
Und wir wissen nicht welche Ansprüche sie überhaupt im Falle einer Scheidung am Haus hätte?

Welche Vor- bzw. Nachteile hätten die beiden Varianten (allein oder als Ehepaar)

Danke und Gruß,


(Verheiratet seit 1999, 1 Kind)

17.06.2013 | 16:44

Antwort

von


(2339)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,


vorab der erste Hinweis, dass es nicht auf die Eintragung im Kaufvertrag, sondern allein um die Eintragung im Grundbuch ankommt. Nur wer im Grundbuch eingetragen wird, ist also auch Eigentümer des Grundbesitzes.

Dabei kommt es also nicht auf die Eintragung im Kaufvertrag an; es kommt auch nicht darauf an, wer welchen Anteil tatsächlich gezahlt hat.


Stehen also beide Ehegatten gemeinschaftlich im Grundbuch ohne eine besondere Verteilung, sind beide Ehepartner auch zu gleichen Anteilen gemeinsam Eigentümer.

Steht nur einer im Grundbuch, ist auch er nur Eigentümer.

An dieser EIGENTUMSverteilung ändert sich bei einer Scheidung nichts!

Allein die finanziellen Ausgleichsansprüche sind dann zu berücksichtigen, nicht jedoch wird die Eigentumslage geändert.



Sofern es keine vertraglichen Besonderheiten zwischen den Ehepartnern gibt, gilt die gesetzliche Zugewinngemeinschaft.

Im Falle einer Scheidung wird dann der jeweilige Zugewinn der Partner ausgerechnet und ein Überschuss ausgeglichen.


Sind jetzt nur Sie als Eigentümer eingetragen, wird der Zugewinn (allerdings auch unter Beachtung möglicher Belastungen) bei Ihnen größer sein. Diesen Zugewinn müssten Sie dann Ihrer Ehefrau ausgleichen.


Sind beide Eigentümer, würde der Zugewinn natürlich auch bei Ihrer Ehefrau entstehen. Trägt Sie keine Belastungen, wird Sie einen höheren Zugewinn haben und Ihnen gegenüber ausgleichspflichtig sein.

Beide Eigentümer müssten sich daneben dann auch über die Miteigentumsanteile (denn - siehe oben - die ändern sich auch wegen möglichen Zahlungen nicht) einigen. Kommt es zu keiner Einigung, endet so etwas dann schnell in der Zwangsversteigerung - denn nur so kann dann das Miteigentum aufgelöst werden. Und genau das ist der größte Nachteil einer Eintragung mehrerer Eigentümer, da in der Regel so eine Zwangsversteigerung reine Geldvernichtung ist.



Sofern Sie und Ihre Ehefrau also eine gerechte Lösung ohne Streit wünschen (was nur vernünftig ist), gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten, die dann auch den wirtschaftlichen Interessen gerecht wird:

1.) Einen Ehevertrag mit der kompletten finanziellen Regelung, der dann dieses alles regelt.

2.) Einen Scheidungsfolgevertrag, der bei entsprechender Abfassung die gesetzliche Zugewinngemeinschaft dann modifizieren kann und auch nur im Falle einer Scheidung eingreift.


Beide Möglichkeiten wären machbar, wobei Eheleute allerdings die unberechtigte Auffassung vertreten, dass damit ein Misstrauenstatbestand geschaffen wird - davon muss man sich lösen.

So ein - anzuratender - Scheidungsfolgevergleich ist eben nur im Krisenfall zu verwenden und bei richtiger Abfassung werden beide Partner etwas davon haben, zumal auch der berühmete Rosenkrieg damit vermieden wird.


Hier sollten Sie anhand der konkreten Zahlen daher in der Tat eine weitergehdne individuelle Beratung durchführen lassen, an deren ende dann die Scheidungsfolgevereinbarung stehen kann.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/


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