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Alleinerbe / Pflichtanteil


03.10.2006 19:04 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vater ist kürzlich verstorben. Meine Mutter hatte sich schon vor über 25 Jahren von ihm scheiden lassen. Inzwischen hat er das dritte Mal geheiratet. Aus der Ehe mit meiner Mutter sind wir die drei einzigen Kinder entstanden.
Laut Gerüchte zufolge soll nun die dritte Frau als Alleinerbin eingesetzt worden sein.

Nun meine Fragen:

- Wenn das Testament eröffnet wird, erfahren wir drei Kinder etwas davon, selbst wenn seine dritte Frau als Alleinerbin eingesetzt worden ist? Wie ist da das Vorgehen geregelt?

- Wenn die dritte Frau tatsächlich als Alleinerbin eingesetzt worden ist, haben wir dann wenigstens ein Recht auf unseren Pflichtanteil?

- Wie groß wäre der Pflichtanteil? Ich dachte immer, dass wir Kinder die Hälfte erben, aber ich habe schon gehört/gelesen, dass es auch nur ein Viertel seines Vermögens sein kann. Woran ist das geknüpft?

- Seine dritte Frau hatte aus ihrer ersten Ehe ebenfalls schon zwei erwachsene Kinder. Haben diese Kinder auch ein Recht auf den Pflichtanteil, obwohl sie nicht die leiblichen Kinder sind, und niemals mit meinem Vater zusammengelebt haben? Müssten wir unseren Pflichtanteil mit diesen 2 Kindern teilen?

- Wie soll ich in den weiteren Schritten vorgehen, wenn seine dritte Frau tatsächlich als Alleinerbin eingesetzt worden ist? Kann ich meinen Pflichtteil anfordern? Wie gehe ich da im Einzelnen vor (Rechtsanwalt)? Mit welcher Höhe der Rechtsanwaltkosten muss ich da rechnen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

-- Einsatz geändert am 03.10.2006 20:00:51

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Das (für den letzten Wohnsitz Ihres Vaters zuständige)Nachlassgericht bestimmt einen Termin zur Testamentseröffnung. Eine Ladung zu diesem Termin sollen die als gesetzliche Erben in Fragen kommenden Personen erhalten.
Bei der Eröffnung werden Sie demnach auch in Erfahrung bringen, ob die dritte Frau Ihres Vaters als Alleinerbin eingesetzt worden ist.

Sollte dies der Fall sein, steht Ihnen und Ihren Geschwistern ein Pflichtteilsanspruch zu.

Pflichtteilsberechtigt sind nur der Ehegatte und die Abkömmlinge, so dass die Kinder der dritten Ehefrau Ihres Vaters kein Pflichtteilsanspruch zusteht.

Ihren Pflichtteilsanspruch können Sie in der Weise durchsetzen, indem Sie gegen den Erben einen Anspruch auf Auskunft über den Bestand des Nachlasses geltend machen.

Sie können sich hier mit einem privaten Verzeichnis des Erben zufrieden geben oder die Aufnahme des Verzeichnisses durch einen Notar nach § 2314 BGB verlangen.
Für den Fall, dass Sie Grund für die Annahme haben, das Verzeichnis sei nicht mit der nötigen Sorgfalt erstellt worden, können Sie verlangen, dass der Erbe die Richtigkeit des Verzeichnisses an Eides Statt versichert.

Die Pflichtteilsquote beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Bei gesetzlichem Güterstand erhält der überlebende Ehegatte neben seinem gesetzlichen Erbteil von einem Viertel noch einen ehegüterrechtlichen Erbteil von einem weiteren Viertel,.
Die dritte Ehefrau Ihres Vaters erhält daher einen Erbteil von 1/2 und Sie und Ihre Geschwister erhalten die andere Hälfte, demnach jeweils 1/3.

Bei erbrechtlichen Angelegenheiten ist es ratsam sich die Dienste eines auf Erbrecht spezialisierten Kollegen zu sichern, um Rechtsverlusten vorzubeugen.
Die Kosten eines Anwalts richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und sind abhängig vom Streitwert. Die Streitwerthöhe richtet sich nach dem bereinigten Nachlass, der sich aus der Differenz zwischen den Aktiva und Passiva ergibt.
Da die Höhe des Nachlasses nicht bekannt ist, lässt sich auch die Höhe der anfallenden Anwaltskosten nicht mitteilen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Einstweilen verbleibe ich


mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de
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