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Alkoholiserte Autounfall !

09.01.2015 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe vor ca. 3 monaten das Fahrzeug von meine Freundin ausgeliehen ( da meine in Werkstatt war ) und zu meinen Geschäftsessen gefahren.

Leider hatten wir doch zuviel Getrunken und habe dann anschließend 2 parkende Autos gestreift. Ich hatte es aber nicht bemerkt, nachdem mich der Polizei angehalten habe und mir Blutprobe abgenommen haben konnten Sie ein Blutalkohol vom 1,57 promille feststellen.

Ich habe bei dem beiden Fahrzeuge einen Schaden von 250 € verursacht und die Beträge natürlich sofort beglichen.

Bei meinen Fahrzeug ( vom Freundin ) war die schaden viel höher ( 14.000 € ), ich kann mich leider an nichts mehr erinnern, eine Gerichtstermin wird diesbezüglich noch stattfinden.

Die Versicherung hat erstmal das Schaden von meine Freundin bezahlt und jetzt möchten Sie das ganze Geld von mir haben da ich wohl zu stark alkoholisert war.

Meine Frage ist was ich jetzt dagegen machen kann und ob ich diesen Betrag wirklich komplett bezahlen muss, weiteres bin ich seit 2009 Privatinsolvenz und ob ich dann trotzdem bezahlen muss ?

Ich bedanke mich jetzt schon für Ihren Verständnis !




Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Versicherungsbedingungen sehen in aller Regel vor, dass der Versicherer nicht leisten muss, wenn der Fahrer das Fahrzeug vorsätzlich unter Alkoholeinfluss in Bewegung setzt (sogenannte Alkoholklausel). Von einer Vorsatztat wird dann ausgegangen wenn die 1,1 Promillegrenze, wie bei Ihnen, überschritten wird.

Sie könnten sich allerdings damit entlasten, wenn sie nachweisen könnten, dass sie zum Zeitpunkt des Fahrtantritts unzurechnungsfähig waren. Darüber hinaus könnte der Versicherer dann kein Regress bei Ihnen nehmen, wenn nachgewiesen werden kann, dass ihr Rauschzustand weder für den Schadenseintritt noch für den Umfang des Schadens ursächlich war. Dies ist aber regelmäßig erst dann der Fall, wenn der Unfall unabwendbar. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, kann anhand ihrer Sachverhaltsschilderung nicht festgestellt werden. Da sie sich an den Vorfall selbst auch nicht erinnern können, wäre der Nachweis wohl ohnehin nur anhand der Aussagen der Zeugen und der Ermittlungsakte zu führen.

Da nicht ganz ausgeschlossen ist, dass der Unfall tatsächlich unabwendbar war, sollten diese Möglichkeiten jedenfalls überprüft werden. Sofern gegen sie Klage erhoben wird, besteht gegebenenfalls die Möglichkeit Prozesskostenhilfe zu beantragen und sich einen Anwalt beiordnen zu lassen.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2015 | 17:52

Was ich nicht verstehe ist das man bei der Versicherung von meine Freundin ja erheblich die Versicherungsbetrag erhöht haben und wollen noch die ganze geleistete Geld von mir haben.

Ich habe wohl zwei parkende Autos gestreift, wo der polizei mich angehalten hat waren beide Reifen von mir geplatzt was weder der polizei weder ich erklären konnte.

Meine frage ist kann der Versicherungsgesellschaft von mir das Geld fordern wenn ich mit eigene verschuldung ( da ich alkoholisiert war ) eine Unfall verursacht habe ( obwohl sie es vorerst alles beglichen haben ) und wie soll ich auf die schriftliche forderung reagieren ?

Ich bedanke mich jetzt schon für Ihren bemühungen.



Mit freundlichen Grüßen


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2015 | 18:39

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Dass der Versicherer zunächst die Ansprüche ihrer Freundin befriedigt und sich dann das Geld bei Ihnen zurückholen will, ist nicht weiter ungewöhnlich und zunächst auch nicht zu beanstanden. Hier muss nämlich das Verhältnis zwischen Ihnen als Fahrer und dem Versicherer und dem Verhältnis ihrer Freundin als Versicherungsnehmerin zu dem Versicherer unterschieden werden. Im Verhältnis zu der Versicherungsnehmerin ist die Versicherung zur Leistung verpflichtet, da es sich um ihr Fahrzeug handelte. Das Geld kann sich die Versicherung dann aber von Ihnen zurückholen, da sie bei der Fahrt betrunken waren. Das wäre nur dann nicht möglich, wenn sie sich mit ihrer Freundin Rainer häuslichen Gemeinschaft befinden würden. Im übrigen gilt das oben Gesagte. Dass sich durch den Unfall die Prämien ihrer Freundin erhöhten ändert hieran nichts.

Ich hoffe, dass ihre Fragen hiermit beantwortet sind. Sobald sie von der Versicherer in Anspruch genommen werden, sollten Sie einen Anwalt mit der Angelegenheit betrauen. So dass dieser anhand aller zur Verfügung stehenden Informationen Unterlagen nochmals entscheiden kann, ob nach Maßgabe des oben Gesagten ausnahmsweise kein Regress genommen werden kann. Sollten Sie eine weitere Bearbeitung durch mich wünschen, können Sie mich gerne über meine E-Mail-Adresse kontaktieren.



Mit freundlichen Grüßen,

André Meyer

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