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Alkoholfahrt mit dem Auto - nun Schadenanzeige von der Versicherung

| 23.06.2014 20:59 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rößler


letzte Woche waren wir mit ein paar Kumpels in der Stadt etwas trinken , leider wurde es sehr schnell sehr viel und nach einer MPU vor etwa 8 Jahren habe ich auch keine Alkoholfahrt mehr gehabt. Ich war so betrunken, dass ich mich an nichts mehr erinnern kann und bin am nächsten Tag in meinem Bett aufgewacht.
Als ich morgens wach wurde, hatte ich schon ein schlechtes Gewissen und bin um den Block gelaufen um zu schauen ob ich mit dem Auto gekommen bin oder nicht, ich habe es bei mir um die Ecke gefunden. Im mersten Moment ist mir nix aufgefallen und ich bin normal losgefahren etwas später habe ich bemerkt das meine Nebelschlussleuchte hinten rechts kaput ist und ein paar Kratzer vorzufinden sind , jedoch war kein unterschiedlicher Lack von meinem vorzufinden , es sah eher nach einem Stein aus, den ich vielleicht erwischt habe.
Nun eine Woche später habe ich von meiner Versicherung ein Schreiben bekommen mit einer Schadenanzeige angeheftet und mit dem folgenden Text :

" in dem vorgenannten Schadenfall sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen.
Bitte senden Sie die beigefügte Schadenanzeige vervollständigt und unterzeichnet möglichst innerhalb von einer Woche zurück. ... "

Ausserdem wäre zu erwähnen, dass ich zur Zeit keinen Führerschein mit mir habe, weil mein Geldbeutel vor etwa 3 Wochen geklaut wurde.

Was soll ich nun machen, wie finde ich heraus was mir vorgeworfen wird.


Danke,
Tejmur



Einsatz editiert am 23.06.2014 21:06:29

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten sich so schnell wie möglich – am besten zunächst telefonisch – mit Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung in Verbindung setzen; lassen Sie sich zunächst die (gegnerische) Schadensmeldung übermitteln, damit Sie wissen, aus welchem Grund Ansprüche gegen Ihre Versicherung angemeldet worden sind und in welchem Umfang.

Es steht sehr zu vermuten, dass (Sie werden eingetragener Halter des Kfz sein) ein anderer Unfallbeteiligter anhand Ihres Kfz-Kennzeichens die Haftpflichtversicherung ermitteln lassen hat (das geht im Internet bspw. über den Zentralruf der Autoversicherer).

Daraufhin werden die Ansprüche des Gegners bei Ihrer Versicherung (gegebenenfalls über einen Rechtsanwalt) angemeldet worden sein.

Das sollten Sie so schnell wie möglich mit Ihrer Versicherung abklären und dabei zunächst keine weiteren Angaben zu der Angelegenheit machen. Denn die Sache kann sehr schnell recht unangenehme strafrechtliche Konsequenzen haben. Der Tatvorwurf der Unfallflucht kann sehr schnell im Raum stehen; ob eine Trunkenheitsfahrt im Nachhinein nachweisbar ist, ist eher zweifelhaft, vermag ich aber auch nicht vollständig auszuschließen aufgrund Ihres "Black-outs".

Bei den im Raum stehenden Vorwürfen kann jedenfalls auch sehr schnell die Fahrerlaubnis in Gefahr sein. Ferner müssen Sie bedenken, dass der Versicherungsschutz gefährdet sein kann, wenn strafrechtliche Vorwürfe im Raum stehen.

Da Sie ferner gegenüber Ihrer Versicherung grundsätzlich verpflichtet sind, zu antworten, sollten Sie auch deshalb unverzüglich auf die Anfrage reagieren. Konkrete Angaben zu der Angelegenheit (die Ihnen offensichtlich ohnehin nicht erinnerlich sind) würde ich in jedem Fall zunächst vermeiden.

Ich gehe sicher davon aus, dass die bei der Versicherung eingegangene Schadensmeldung des Unfallgegners Ihnen bereits weiterhelfen wird.

Wenn Sie die Details über einen möglichen
Unfallhergang haben, könnte auch bei der zuständigen Polizeibehörde angefragt werden, ob dort eine Unfallsache gemeldet worden ist; es kann auch gut möglich sein, dass Ihrer Versicherung bereits eine polizeiliche Unfallmeldung vorliegt – anhand dieser kann die zuständige Polizeibehörde und das polizeiliche Aktenzeichen ermittelt werden. Dann könnte man sehr schnell abklären, ob in dieser Sache auch durch die Polizei ermittelt wird.

Angesichts der durchaus ernst zunehmenden drohenden Folgen der Sache in versicherungs-, verkehrs- & strafrechtlicher Hinsicht sollten Sie in Erwägung ziehen, einen Rechtsanwalt in der Sache zu beauftragen, der sich zunächst für Sie bei der Kfz-Haftpflichtversicherung meldet, um weitere Einzelheiten der Angelegenheit in Erfahrung zu bringen. Jedenfalls sollten Sie selbst in der beschriebenen Form auf die Anfrage Ihrer Versicherung unverzüglich reagieren.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.06.2014 | 06:28

Danke für Ihre schnelle und ausführliche Antwort. Ich werde einen Anwalt aufsuchen. Können Sie mir einen Ihrer Kollegen für einen solchen Fall empfehlen oder können Sie diesen Fall übernehmen ?
Danke und Mit freundlichen Grüßen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.06.2014 | 09:51

Sehr geehrter Fragesteller,

selbstverständlich können wir die Sache übernehmen; können Sie uns per E-Mail oder Fax die Unterlagen der Versicherung übersenden? Unsere Kontaktdaten sind hier hinterlegt oder auf unserer Internetseite zu finden.

Mit freundlichen Grüßen

Rößler, LL.M.

Bewertung des Fragestellers 02.07.2014 | 22:13

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 02.07.2014 4,8/5,0
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