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Alkohol am Steuer inklusive Unfall ohne Fremschäden

13.11.2013 13:10 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Zusammenfassung: Eine fahrlässige Trunkenheit im Verkehr gemäß § 316 StGB liegt bei relativer Fahruntüchtigkeit vor, wenn ein Fahrfehler begangen wurde. Dabei führt eine Verurteilung in der Regel zur Entziehung der Fahrerlaubnis, da der Täter in der Regel als ungeeignet zum Führen von Kfz angesehen wird.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich in der nacht 7-8 Bier (3x Starkbier 10.5 4 oder 5x a 5,4 Promille) und 2 Schnäpse getrunken und am am folge Tag mein Auto in den Graben gesetzt, ohne Personenschaden.
Laut Schnelltest hatte ich einen Restalkohol gehalt von 0.8 Promille.

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Sehr geehrter Ratssuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Sie könnten sich vorliegend wegen (fahrlässiger) Trunkenheit im Verkehr gemäß § 316 Abs. 1, 2 StGB strafbar gemacht haben. Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl dieser infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen.

In Betracht kommen könnte vorliegend eine relative Fahruntüchtigkeit, wobei diese regelmäßig ab einem Wert von 0,3 Promille zuzüglich hinzukommender Fahrfehler bzw. Ausfallerscheinungen angenommen wird. Nach Ihren Angaben sind Sie alkoholisiert mit Ihrem Pkw von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gefahren, so dass davon ausgegangen werden müsste, dass ein Fahrfehler bzw. Ausfallerscheinungen vorlagen.

Nach § 316 Abs. 1 StGB wird ein Vergehen wegen Trunkenheit im Verkehr mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. Mangels Kenntnis etwaiger bestehender (einschlägiger) Vorstrafen, kann von hieraus nicht abschließend beurteilt werden, ob es bei einer Geldstrafe verbleibt. Sollten Sie nicht (einschlägig) vorbestraft sein, dürfte wohl eine Geldstrafe im mittleren Bereich in Betracht kommen.

Darüber hinaus müssten Sie im Falle einer Verurteilung damit rechnen, dass Ihnen gemäß §§ 69, 69a StGB die Fahrerlaubnis für einen Zeitraum von 9 bis 12 Monaten (bei Ersttätern) entzogen wird, da die Begehung einer Straftat nach § 316 StGB gemäß § 69 Abs. 2 Nr. 2 StGB dazu führt, den Täter als ungeeignet zum Führen von Kfz anzusehen. Zudem werden Verkehrsstraftaten mit 7 Punkten im Verkehrszentralregister eingetragen.

Sollte ein etwaiges strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Sie eingestellt werden, käme noch die Verfolgung als Ordnungswidrigkeit in Betracht. Nach § 24a StVG handelt ordnungswidrig, wer im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt. Hieraus folgend müssten Sie wohl mit einem Bußgeld von 500,00 € sowie mit 4 Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen, sofern keine einschlägigen Voreintragungen im Verkehrszentralregister enthalten sind.

Nach Ihrer Schilderung dürfte jedoch zunächst ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Sie eingeleitet werden, wobei eine abschließende Einschätzung der Sach- und Rechtslage erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte erfolgen kann.

Ich kann Ihnen daher nur dringend empfehlen, sich durch einen Rechtsanwalt vertreten zu lassen, da nur ein Rechtsanwalt Einsicht in die Ermittlungsakte erhält. Zudem könnte mit einem Verteidiger eine Verteidigungsstrategie besprochen werden. Gegenüber der Polizei sollten Sie ohne Hinzuziehung eines Anwalts keine Angaben machen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben. Sollten Sie eine weitergehende Vertretung durch mich wünschen, stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Ich weise abschließend darauf hin, dass es durch Hinzufügen und Weglassen wesentlicher Umstände im Sachverhalt durchaus zu einer komplett anderen rechtlichen Bewertung kommen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Neubauer
Rechtsanwalt


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