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Alkohol am Steuer: Blutalkohol von über 1,1 Promille


13.12.2006 15:27 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Sehr geehrte Damen und Herren,
folgenden Tatbestand möchte ich schildern: Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle wurde ich am 02.12.06 um 2.50 Uhr von der Polizei angehalten und zum Pusten aufgefordert. Laut Gerät betrug mein Atemalkohol 0,58 mg/l. Ich mußte die Beamten mit zur Wache begleiten, wo mir ca. 40 Minuten später Blut abgenommen wurde. Der Führerschein wurde mir sofort entzogen. Gestern, sprich der 12.12.06 bekam ich meinen Blutwert mitgeteilt. Er belief sich auf 1,17 Promille. Bis dato bin ich noch nie wegen Alkohol am Steuer aufgefallen.
Nun meine Frage: Mit welcher Strafe muss ich rechnen (Geld und Führerscheinentzug) und lohnt es sich, einen Anwalt einzuschalten, da mein Wert knapp über dem Grenzwert zur Straftat liegt.
Vielen Dank im Vorraus
MfG

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:


Mit einem Blutalkoholgehalt von über 1,1 ‰ liegt absolute Fahruntüchtigkeit vor. Danach könnten Sie den Tatbestand des § 316 StGB erfüllt haben. Die Strafandrohung hier ist Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. Wenn Sie noch nicht vorbestraft sind, so wird sicherlich auf eine Geldstrafe erkannt. Sicherlich müssen Sie mit mindestens 40-50 Tagessätzen rechnen.

Eine Verurteilung nach § 316 StGB wird außerdem mit sieben Punkten in das Verkehrszentralregister eingetragen. Des weiteren wird Ihnen die Fahrerlaubnis nach § 69 StGB entzogen werden und zugleich eine Sperre für die Erteilung bestimmt. Nach Ablauf der Frist werden Sie dann den Führerschein neu machen müssen.

Bei all den schwerwiegenden Folgen, die eintreten können, sollten Sie frühstmöglich einen Anwalt beauftragen und auf jeden Fall von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2007 | 10:06

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mitlerweile nach 2,5 Monaten meinen Strafbefehl erhalten, er lautet auf 30 Tagessätzten zu 30 Euro plus 7 Monate Sperrfrist. Mittlerweile habe ich einen Kurs zur Sperrfristverkürzung besucht, der aber noch nicht abgeschlossen ist. Mein Anwalt sagte mir zwar, dass der Staatsanwalt alles berücksichtigt hat, was ist aber nicht glauben kann, da ich ja bisher keine Bestätigung über die Kursteilnahme vorlegen konnte und anmelden oder anfragen kann ja jeder (das lag vor). Nun meine Frage: In vielen Foren und auf der Internetseite von TÜV Süd kann man nachlesen, dass man eine Sperrfristverkürzung nach Ausstellung des Strafbefehls beantragen kann. Ist das in meinem Fall noch sinnvoll, oder bringt das gar nichts mehr.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.02.2007 | 21:08

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Gemäß § 69 a VII StGB kann die Sperrfrist auch nachträglich verkürzt werden. Die Aufhebung ist frühestens zulässig, wenn die Sperre drei Monate gedauert hat. Sie müssen nachweisen, dass Sie wieder zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet sind. Dieser Nachweis gelingt i.d.R. mit dem Besuch einer Nachschulung. Manche Richter verlangen auch, dass der Führerschein aus beruflichen oder privaten Gründen benötigt wird. Sie können sich vorab erkundigen, ob das Gericht zustimmen würde und ob die Fahrerlaubnisbehörde ohne weitere Auflagen die Fahrerlaubnis erteilt.

Letztlich kann die Sperrfrist nur um zwei bis drei Monate verkürzt werden.

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