Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Alkohol-/ Drogentest mittels Blutentnahme gegen meinen Willen mit Zwang möglich?

| 25.02.2016 22:26 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Alkoholkontrollen im Straßenverkehr; Blutprobe

Wenn man als PKW-Fahrer von der Polizei angehalten und aufgefordert wird "ins Röhrchen zu blasen" zwecks Alkoholtest, muss man diesem Wunsch der Beamten nachkommen? Was passiert/ kann passieren, wenn ich mich weigere? Ist eine Blutentnahme zwecks Alkohohl-/ Drogentest auch gegen meinen Willen möglich; darf dafür unmittelbarer Zwang bzw. körperliche Gewalt gegen mich angewendet werden? Immerhin würde mit einer Nadel in meinen Köper gestochen ohne das ich damit einverstanden bin; ist das Körperverletzung? Wenn unmittelbarter Zwang ausgeübt werden darf um mir Blut zu entnehmen, auf Basis welcher Rechtsgundlagen? Welchen Unterschied macht es bezüglich Kostentragung des Bluttests, falls (1) Alkohol im Blut festgestellt wird bzw. (2) kein Alkohol festgestellt wird?
.
Es handelt sich um Fragen, die rein interessehalber gestellt werden; ich bin weder von der Polizei angehalten worden, noch plane ich unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss zu Auto zu fahren. Ich hatte neulich nur eine Unterhaltung mit einem befreundeten pensionierten Autobahnpolizisten und unsere Rechtsauffassungen gingen auseinander, so dass ich jetzt etwas verunsichert bin und mich für diesbezügliche Ausführungen eines spezialisierten Juristen interessiere.
25.02.2016 | 23:21

Antwort

von


(69)
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Frage:
"Wenn man als PKW-Fahrer von der Polizei angehalten und aufgefordert wird "ins Röhrchen zu blasen" zwecks Alkoholtest, muss man diesem Wunsch der Beamten nachkommen?"

Antwort:
Nein, es gibt keine Verpflichtung zur Teilnahme an einem Atemalkoholtest. Dies geschieht immer auf freiwilliger Basis. Des selbe gilt auch für Drogentests (z.B. Wisch- oder Urintest).


Frage:
"Was passiert/ kann passieren, wenn ich mich weigere? Ist eine Blutentnahme zwecks Alkohohl-/ Drogentest auch gegen meinen Willen möglich; darf dafür unmittelbarer Zwang bzw. körperliche Gewalt gegen mich angewendet werden?"

Antwort:
Sofern ein Anfangsverdacht für eine Straftat (Trunkenheitsfahrt) besteht, kann gemäß § 81a StPO eine Blutentnahme angeordnet werden. Die Anordnungskompetenz liegt grundsätzlich beim Richter (Richtervorbehalt). Ausnahme: bei Gefahr im Verzug. Sollten Sie sich weigern ist auch der Einsatz unmittelbarem Zwangs möglich.


Frage:
"Immerhin würde mit einer Nadel in meinen Köper gestochen ohne das ich damit einverstanden bin; ist das Körperverletzung?"

Antwort:
Tatbestandlich ist dies in der Tat eine Körperverletzung, die allerdings auf Grund der richterlichen Anordnung gerechtfertigt und dahin nicht strafbar ist, sofern sie lege artis von einem Arzt durchgeführt wird.


Frage:
"Wenn unmittelbarer Zwang ausgeübt werden darf um mir Blut zu entnehmen, auf Basis welcher Rechtsgrundlage?

Antwort:
§ 81a StPO i.V.m. den Polizeigesetzen der Länder.


Frage:
"Welchen Unterschied macht es bezüglich Kostentragung des Bluttests, falls (1) Alkohol im Blut festgestellt wird bzw. (2) kein Alkohol festgestellt wird?"

Antwort:
Wird Alkohol festgestellt haben Sie die Kosten zu tragen. Wird kein Alkohol festgestellt trägt die Staatskasse die Kosten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Bewertung des Fragestellers 26.02.2016 | 15:37

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"vollumfängliche Beantwortung in kurzer Zeit - bin voll zufrieden"
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Mathias Grasel »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 26.02.2016
5/5,0

vollumfängliche Beantwortung in kurzer Zeit - bin voll zufrieden


ANTWORT VON

(69)

Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Betäubungsmittelrecht, Strafrecht, Jugendstrafrecht, Verkehrsstrafrecht, Fachanwalt Strafrecht
Jetzt Frage stellen