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Alkohol, kann ich gegen den Führerscheinentzug vorgehen?


20.08.2006 16:43 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Folgendes zum Sachverhalt:
Ich fuhr in der Nacht vom Freitag zum Samstag mit meinem KFZ Richtung zuhause. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits betrunken gewesen. Das Fahrzeug brach in einer Kurve aufgrund der Witterungsverhältnisse aus und landete im Straßengraben. Ein vorbeifahrendes Fahrzeug zog mich noch aus dem Graben. Gegen 10.00Uhr wurde ich dann schlafend in dem Fahrzeug von der Polizei aufgefunden. Ein an Ort und Stelle durchgeführter Alkomat-Test ergab 0,67mg/l Atemalkohol.
Auf der Wache wurde nach zwei Bluttests der Führerschein eingezogen. Ein Schreiben vom Ermittlungsrichter teilte mir mit, dass ich dringend tatverdächtig der Trunkenheit im Straßenverkehr bin. Der Alkoholwert der beiden Blutproben ergab im Mittelwert 1,57Promille um 12.25Uhr.
Zur Frage:
Kann ich gegen den Führerscheinentzug vorgehen? Ich habe bei der Polizei keinerlei Angaben gemacht. Den Alkohol habe ich nur als Nachtrunk erklärt. Für den Unfall, den Unfallzeitpunkt u.ä. gibt es keine Zeugen. Die Polizei hat also nur den Fakt, das ich früh betrunken im Auto geschlafen habe.
Besteht die Möglichkeit meinen Führerschein ohne Verhandlung bzw den Führerschein überhaupt widerzuerlangen???
20.08.2006 | 17:38

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Vorab erlaube ich mir, darauf hinweisen, dass die nachfolgende Lösung beschränkt ist durch die von Ihnen gegebenen Informationen und daher nur so richtig und vollständig sein kann wie der von Ihnen geschilderte Sachverhalt es ist. Daher beachten Sie bitte, dass meine Antwort die abschließende Beratung durch einen Kollegen Ihres Vertrauens nicht ersetzen kann. Ohne Akteneinsicht, die nur ein RA nehmen kann, ist gerade in Ihrem speziellen Fall zudem eine effektive Verteidigung leider nicht möglich. Sollten Sie also letzteres wünschen, sollten Sie unbedingt einen Anwalt Ihres Vertrauens einschalten. Sollten Sie rechtschutzversichert sein, böte sich dies erst Recht an. Nun zu Ihren Fragen:

Nach Ihrer Schilderung liegt hier unzweifelhaft eine Strafbarkeit jedenfalls nach § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) vor. Aufgrund des entsprechenden Verdachts war auch eine vorläufige Entziehung Ihres Führerscheins möglich. Dementsprechend hat der Ermittlungsrichter auch erkannt. Grds. ist zu beachten, dass Sie sich natürlich entsprechend einlassen können – also die Aussage mit dem Nachtrunk- , als Beschuldigter wäre sogar die nachweisliche Lüge später unschädlich. Nun kann ich nicht genau anhand der knappen Sachverhaltsangaben erkennen, ob nicht doch ggf. Zeugenaussagen (z.B. des Fahrers des vorbeifahrenden Fahrzeuges) vorliegen. In entsprechenden Fällen, insbesondere wenn Sie die Vorwürfe bestreiten, ermittelt die Polizei durchaus in diese Richtung. Außerdem kann anhand von Rückrechnungen durchaus auch die genaue Alkoholisierung zum entsprechend ggf. durch unbekannte Zeugen ermittelten Zeitpunkt zu Ihren Lasten ermittelt werden! Ferner ist dann, wenn Sie nun sich unwahr einlassen, dies durchaus zu Ihren Lasten zu berücksichtigen (höhere Strafe, längere Sperrzeit).

Daher kann ich nur empfehlen, einen routinierten Verkehrsstrafrechtler Akteneinsicht nehmen zu lassen und dann weiter zu entscheiden. Es gibt auch bei Einräumung der Tat (gerade in Ihrem Fall) einige interessante Möglichkeiten, die drohende Sperrzeit deutlich zu verringern. Freilich biete ich mich entsprechend an.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen hinreichend beantwortet worden sind. Für Rückfragen stehe ich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere Vertretung gewünscht, die ich Ihnen dringend empfehle, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail oder die Kontaktdaten bei 123-recht!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 20.08.2006 | 17:55

Also, es gibt definitiv keine zeugen. Der fahrer des vorbeifahrenden fahrzeug ist der polizei unbekannt. Nach ihm wurde bis dato auch nicht ermittelt, weil ich ja zu dem Vorfall keine Angaben gemacht hatte. Demzufolge ist auch der genaue Unfallzeitpunkt unbekannt. Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt einen Bekannten für mich aussagen zu lassen. Also, er hat mich aus dem Graben gezogen, ich war zu dem Zeitpunkt, den ich mir noch errechnen müsste, nicht alkoholisiert... Damit könnte mir ja sogesehen niemand mehr was nachweisen. Der genaue Zeitpunkt des Trinkbeginns lässt sich ja nunmal nicht feststellen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.08.2006 | 18:22

Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Zeugen finden sich häufig nach derartigen Unfällen und nach Zeitungsaufrufen sogar der Polizei. Ich verstehe nicht, wie Sie das ausschließen können.


2. Es gibt Unfallrekonstruktionsgutachten; Sie würden staunen, was diese alles zu Tage fördern können (Unfallursache und Zeitpunkt).

3. Anstiftung zu einer Falschaussage ist strafbar. Dies ist bzgl. des Freundes also nicht ratsam.

4. Man könnte Leute befragen, die sie ggf. beim Trinken gesehen haben. Bereits eine geringe Alkoholisierung (über 0,3 Promille) und ein alkoholbedingter Fahrfehler reichen für die Bestrafung aus. Unabhängig vom Nachtrunk ist die Alkoholmenge leicht zurückzurechnen (auch zu einem nur geschätzten Unfallzeitpunkt). Ein Richter in einem Verfahren wäre bzgl. des Nachtrunks durchaus zu überzeugen, weil er Ihnen dies sonst nicht abkauft. Wie bitteschön wollen Sie im kaputten Auto nachgetrunken haben?

5. Abschließendes ist ohne Akte nicht zu sagen, aber Ihre Variante führt erfahrungsgemäß und erkennbar nur zu einer Verschlimmerung Ihrer Lage!



Hochachtungsvoll

RA Hellmann



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