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Alg1 Bezug §136 SGB III endet ( Krankengeldanspruch)

07.06.2021 17:26 |
Preis: 65,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


19:10

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war in der Zeit vom 19.10.2017-13.04.2019 im Krankengeldbezug und mit Wiedereingliederung in meinen Job.
Im März 2020 beantragte ich Erwerbsminderungsrente bis heute im Widerspruch.
Im Juli erkrankte ich erneut und erhalte seid August 2020 - August 2021 Alg1 nach §136 SGB III und befinde mich im ungekündigten Arbeitsverhälnis.

Da der Entscheid bis August 2021 über die Erwerbsminderungsrente nicht getroffen sein wird, könnte ich erneut in den Bezug vom Krankengeld? (die 3 Jahres Blockfrist ist beendet) AU- Bescheinigungen habe ich keine beim Arbeitsamt und bei der Krankenkasse eingereicht.
Erfülle ich hierzu die Kriterien oder muss ich mit einer Wiedereingliederung in meinem Job zurück?

vielen dank

07.06.2021 | 18:41

Antwort

von


(2398)
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Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie verweisen zu Recht auf den Ablauf der Blockfrist. Während der ersten Blockfrist vom 01.10.2017 bis 01.10.2020 haben Sie den Krankgeldbezug von 78 Wochen voll ausgeschöpft.

Nach dem Ende dieser Blockfrist kann ein neuer Anspruch auf Krankengeldanspruch entstehen.

Dieser ist aber nach § 48 Abs. 2 SGB V an bestimmte Voraussetzungen gebunden.

Zitat:
(2) Für Versicherte, die im letzten Dreijahreszeitraum wegen derselben Krankheit für achtundsiebzig Wochen Krankengeld bezogen haben, besteht nach Beginn eines neuen Dreijahreszeitraums ein neuer Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Krankheit, wenn sie bei Eintritt der erneuten Arbeitsunfähigkeit mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind und in der Zwischenzeit mindestens sechs Monate

1.
nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig waren und
2.
erwerbstätig waren oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung standen.


Sie dürfen danach nicht arbeitsunfähig gewesen sein. Das kann problematisch sein, da es AU-Bescheinigungen gibt, von denen Sie aber offenbar keinen Gebrauch gemacht haben. Da Sie ALG 1 nach § 136 SGB III erhalten haben, müssen Sie auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestanden haben. Dem würde dann aber wieder eine Arbeitsunfähigkeit widersprechen. Somit muss ich davon ausgehen, dass Sie zwar erneut erkrankt sind, aber nicht arbeitsunfähig waren, auch wenn der Arzt dieses vermutlich anders gesehen hat.

Wenn Sie danach nicht abeitsunfähig waren und zudem auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestanden haben, sind die Voraussetzungen erfüllt und es besteht dann ein erneute Anspruch auf Krankengeld.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 07.06.2021 | 19:03

Vielen dank für die gute und ausführliche Antwort.

Ich erkrankte erneut im Juli 2020 gleiche Diagnose (6 Wochen Lohnentgeldfortzahlung mit AU- Bescheinigung )
Im August Alg1 Antrag, Arztbefunde Gutachten o.ä. musste ich an den Amtsarzt senden von der Agentur für Arbeit mit Bewilligung §136 SGB III nicht nach der Nahtlosigkeitsregelung §145 SGB.
Eine Mitarbeiterin des Arbeitsamtes wies mich darauf hin keine AU-Bescheinigungen einzureichen da ich ansonsten nach 6 Wochen die Krankenkasse zuständig sei (Blockfrist)

Ich habe bis März 2021 AU-Bescheinigungen beim Hausarzt erhalten diese hab ich nicht beim Arbeitsamt; Arbeitgeber und Krankenkasse eingereicht. Hier hatte ich die Sorge das das Arbeitsamt diese Belege irgendwann einsehen möchte... eingereicht hatte ich keine seid dem Bezug von Alg1 und seid März auch keine AU Bescheinigungen vom Hausarzt ausstellen lassen.

Hiermit müsste ich alle Kriterien erfüllt haben? Widerspruch Erwebsminderungsrente läuft noch Antrag März 2020 auf Empfehlung Reha DRV Februar.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.06.2021 | 19:10

Sehr geehrte Ratsuchende,

da Sie Leistungen nach § 136 SGB III und eben nicht nach § 145 SGB III erhalten haben, standen Sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Man wird daher davon ausgehen können, dass Sie die Voraussetzungen erfüllen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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