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Akteneinsicht - Muss ich als Ersttäter bei Betrug mit Freiheitsstrafe ohne Bewährung rechnen?

26.02.2005 14:46 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frage ist wie lange habe ich als Bechuldigter in Strafverfahren (Betrug) Zeit der Staatsanwaltschaft zu antworten wenn mein Anwalt Akteineinsicht erhalten hat.
Wie ist der generelle Ablauf Stattsanwaltschaft übergibt Anklage ans Gericht immer oder nur wenn diese Erfolgsaussichten sieht für eine Verurteilung.
Muss ich als Ersttäter bei Betrug mit Freiheitsstrafe ohne Bewährung rechnen?
Keine Vorstrafe bzw im Jahr 2000 mal 30 Tagessätze wegen Diebstahl.
SIND diese gelöscht oder für die Staatsanwaltschaft noch zu sehen?

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft haben Sie jederzeit Gelegenheit sich zur Sache einzulassen oder Stellung zu nehmen. Es gibt keine gesetzliche Frist dafür.


Sobald die Staatsanwaltschaft hinreichenden Tatverdacht festgestellt hat, wird eine Anklageschrift verfasst und dem zuständigen Gericht vorgelegt.
Die Anklageschrift wird Ihnen dann zu Stellungnahme zugeleitet. Dafür haben Sie eine Frist von 10 Tagen.

Sodann entscheidet das Gericht, ob das Hauptverfahren eröffnet wird.

Sollte dies geschehen, erfolgt letztlich eine Hauptverhandlung.

Das Verfahren kann aber auch jederzeit eingestellt werden, soweit der Tatverdacht entfällt.

Bewährung erfolgt grundsätzlich bei Freiheitsstrafen unter 1 Jahr und unter besonderen Umständen bei Freiheitsstrafen unter 2 Jahren.

Ich kenne Ihren Tatvorwurf nicht und kann diesbezüglich zum zu erwartenden Strafmaß keine Angaben machen.

Die von Ihnen erwähnte Vorstrafe ist in Ihrem BZR (Bundeszentralregisterauszug) noch ersichtlich.


Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www-net-rechtsanwalt.de

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