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AirBnB Wohnung unter 3G regeln reserviert für einen Termin der dann unter 2G fällt

14.12.2021 21:16 |
Preis: 30,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


Kurz: Ich habe am 16. November eine AirBnb Wohnung angemietet für den 17.-19. Dezember 2021 in Offenburg Baden-Württemberg. Zur Zeit der Anmietung lagen 3G (getestet, geimpft, genesen) vor, diese wurden dann geändert auf 2G (geimpft, genesen). Somit kann ich die Wohnung nicht mehr nutzen, da der Vermieter dies rechtlich nicht mehr darf. Wer hat die Stornokosten zu tragen?

Erst am 10. Dezember hat der Vermieter auf die geänderte Corona Regel und deren Durchsetzung hingewiesen.
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Aus dem Chatverlauf auf AirBnB
Der Vermieter hat angeboten auf 50 % der Stornokosten zu verzichten. Was in diesem Fall bei einer Rechnung über 318,86€ einem Betrag von 159,43 € entspricht.
Ich bezweifle jedoch, dass ich überhaupt zu benachteiligen bin.
Wie ich es einschätze, am Verlauf dieser Unterhaltung:
- Die Buchung hat am 16. November 2021 stattgefunden.
- Am 10. Dezember haben Sie mich auf die Coronaregel hingewiesen, mit Stand vom 24.11.2021. Und hier machen Sie deutlich, wie Sie diese Regel umzusetzen gedenken.
- Am 13. Dezember habe ich auf den Umstand hingewiesen, das unter diesen Bedingungen eine Buchung für mich nicht mehr sinnvoll ist.
Konnte mir also dieser Umstand bereits am 16. November 2021 bekannt sein? Hatten Sie mit gleicher Deutlichkeit bei der Annahme der Buchung hingewiesen?

Bitte prüfen Sie selbst.

Damit ist für mich ein zeitlicher Ablauf zu erkennen und der Umstand, das meine ursprüngliche Willenserklärung und Ihre nicht mehr die gleiche ist. Somit entfällt die Grundlage für einen erfolgreichen Vertrag und Schuldverhältnis. Somit entfallen auf beiden Seiten die Schuld, die Schuld der Bereitstellung der Wohnung und die Schuld der Begleichung des Rechnungsbetrages.

Ich bitte Sie, wollen Sie wegen 159,- Euro diese Diskussion fortsetzen?
eine für mich kostenfreie Stornierung bei AirBnB ist nicht möglich, dies erfordert ein Handeln auf Ihrer Seite.

Bei der Auswahl öffnet sich das Nutzerprofil von Römhild
Römhild22:58
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/alarmstufe-gilt-ab-17-november-2021/
https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Coronainfos/ZZ_Corona_Regeln_Auf_einen_Blick_DE.pdf
Klar zu erkennen, die Rechtslage für Beherbergung war am 16. Nov. 3 G = getestet, geimpft, genesen, damit wäre meine Übernachtungswillen nach geltendem Recht möglich. Die Änderung erfolgte danach. Bitte prüfen Sie selbst die beiden Links.

Antwort von AirBnB
In eurem Fall ist Frank bereit dich zu empfangen, wenn auch du diesen Regulierungen zustimmst.
Wann diese in Kraft getreten sind, spielt keine Rolle.

Corona und die Risiken für Reisen sind seit mehr als zwei Jahren bekannt. Airbnb hat deswegen beschlossen das Reservierungen, die nach dem 14. März 2020 getätigt wurden, nicht mit Corona bedingten Gründen storniert werden können.

https://www.airbnb.com/help/article/2823

https://www.airbnb.com/help/article/2701

Wenn du also stornieren musst, hast du keinen Anspruch auf eine Rückerstattung mehr, da nach der vorliegenden Stornierungsbedingungen nach dem 10. Dezember jede Rückerstattung nur im Ermessen des Gastgebers liegt.
----------
Ende Chat Verlauf

16.12.2021 | 05:09

Antwort

von


(430)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
Web: http://www.ra-bernhard-mueller.de/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst müssen Sie im Vertrag nachsehen, ob der Vermieter zugesichert hat, dass Sie die Ferienwohnung zu 3 G Bedingungen bekommen.

Wenn eine solche Zusicherung nicht gegeben wurde, gilt der Vermieter haftet für alle Störungen, die aus seinem Einflussbereich kommen. Das wären Mängel der Mietsache,

Sie haften für alle Störungen, die aus Ihrem Einflussbereich stammen.

Im vorliegenden Fall ist die Mietsache frei von Mängeln. Der Vermieter darf die Wohnung grundsätzlich anderen überlassen. Denn es wurde kein Beherbergungsverbot ausgesprochen.

Die Leistungsstörung ist von Ihnen zu verantworten. Denn sicherzustellen, dass Sie alle Bedingungen erfüllen, um die Wohnung in Besitz nehmen zu dürfen, ist Ihre Aufgabe.
Sie haben sich nicht impfen lassen. Nur deshalb kann die Wohnung nicht an Sie überlassen werden. Daher müssen Sie auch die Stornogebühren zahlen.

Nicht die Mietsache ist mangelhaft, sondern Sie sind ohne Impfung mangelhaft!

Das Angebot des Vermieters, auf die Hälfte der Stornogebühren zu verzichten, ist daher äußerst großzügig von diesem.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 16.12.2021 | 10:11

Sehr geehrter Herr RA Müller,

vielen Dank für Ihre Antwort. Meine Nachfrage zum folgenden Punkt: "Zunächst müssen Sie im Vertrag nachsehen, ob der Vermieter zugesichert hat, dass Sie die Ferienwohnung zu 3 G Bedingungen bekommen."

Im Vertrag wird nicht explizit 3G erwähnt. Zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses war jedoch die Nutzung der Wohnung unter 3G in BW erlaubt. Um der Änderung von 3G auf 2G nachzukommen, müsste meine Freundin nun in den Geimpften Status kommen - was vom 10. Dezember (hier hat der Vermieter darauf bestanden 2G durchzusetzen) bis zum geplanten Nutzung 17. Dezember unmöglich ist.

Wieso darf der Vermieter, ohne mir ein Kündigungen/Stornorecht einzuräumen, die Vertragsbedingungen einseitig und nachträglich ändern und ich trage zu 100 % die Folgen?

Ich könnte ja auf die Vertragserfüllung bestehen und die Wohnung wie geplant nutzen wollen, das verbietet jedoch der Vermieter aufgrund der Rechtslage. Also warum wird mir indessen der Mangel zugeschrieben und nicht dem Vermieter.

Ganz abgesehen davon, ich persönlich bin bereits drei Mal geimpft.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.12.2021 | 10:46

Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie genau wie ich 3 mal geimpft sind, und die Wohnung von Ihnen und nicht von Ihrer Freundin reserviert wurde, können Sie die Wohnung auch nutzen. Nur Ihre Freundin können Sie nicht mit in die Ferienwohnung nehmen. Das Sie dachten, Ihre Freundin mitnehmen zu dürfen, ist ein unbeachtlicher Motivirrtum.

Im Übrigen hat nicht der Vermieter die Bedingungen geändert, sondern das Land Baden Württemberg. Geändert wurden nicht die Anforderungen an die Wohnung, sondern die Anforderung an die Nutzer. Daher war es Ihre Aufgabe, sich über die Änderung vom 24.11.2021 zu informieren und darauf zu reagieren. Es war nicht die Aufgabe des Vermieters, Sie über geltende Gesetze oder Verordnungen zu informieren.

Bei einer Erstimpfung mit Biontech am 24.11. hätte sich Ihre Freundin am 15.12. zweitimpfen lassen können.

Bei einer Impfung mit Janssen wäre für den Status vollständig geimpft sogar nur eine Impfung erforderlich. Wäre die Impfung am 24.11. verabreicht worden, würde Ihre Freundin ab dem 08.12. als vollständig geimpft gelten.

Auch ein vorausschauendes Verhalten, dass einbezieht, dass irgendwann eine 2 G Regel kommen wird und mit der Impfung nicht erst beginnt, nachdem die voraussehbare 2 G Regel tatsächlich beschlossen wurde, wäre Ihrer Freundin zumutbar gewesen. Statt sich über die Rechtslage zu informieren, wie es die Pflicht Ihrer Freundin gewesen wäre, hat Ihre Freundin die Pandemie ignoriert, bis sie vom Vermieter über die Selbstverständlichkeit informiert wurden, dass sich der Vermieter an geltendes Recht hält.

Der Grund, warum die Wohnung nicht genutzt werden kann, liegt hier in der Sphäre von Ihnen und Ihrer Freundin. Daher sind auch die Folgekosten von Ihnen zu tragen, wenn Ihre Freundin nicht die Eigenschaften hat, die sie braucht, um die Wohnung nutzen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(430)

Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
Web: http://www.ra-bernhard-mueller.de/
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