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Äußerungsbogen als Beschuldigter im Zusammenhang mit Marihuana

| 17.05.2022 11:20 |
Preis: 30,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


12:18

Guten Tag,

ich habe einen Äußerungsbogen als Beschuldigter von der Polizei zugeschickt bekommen. Darin heißt es, dass ich im Verdacht stehe online Marihuana bestellt zu haben, da ein Brief vom Zoll abgefangen wurde, der an mich adressiert war. Bei der festgestellten Menge handelt es sich um 3,6 Gramm.
Was wäre hierbei das richtige Verhalten? Den Befragungsbogen bei „ich möchte mich nicht äußern" ankreuzen und zurückschicken? Oder komplett ignorieren? Kann es zu weiteren Schritten wie einer Hausdurchsuchung kommen, wenn ich das Schreiben ignoriere?
Ich hoffe Sie können mir möglichst zeitnah eine Antwort auf die Fragen geben und wie ich mich vorerst am besten Verhalten sollte.
Vielen Dank schon mal für Ihre Mühen.

17.05.2022 | 11:44

Antwort

von


(80)
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Als Beschuldigter in einem Strafverfahren haben Sie immer das Recht die Aussage zu verweigern. Sie müssen das Schreiben der Polizei also nicht beantworten und sollten das auch nicht tun, da Sie den Inhalt der Ermittlungsakte nicht kennen.
Sofern nämlich außerdem Ihrem Namen auf der Briefsendung keine weiteren Beweismittel existieren, wird es hier nicht zu einer Verurteilung kommen können. Dies haben bereits zahlreiche Gerichts so entschieden.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen würde ich Ihnen empfehlen, sich an einen versierten Strafverteidiger zu wenden. Dieser nimmt zunächst einmal Akteneinsicht und kann dann darauf hinwirken, dass das Verfahren gemäß § 170 Abs. 2 StPO eingestellt wird. Die Erfolgsaussichten hierfür sind in dieser Konstellation recht hoch.

Mit einer Durchsuchung ist hier eher nicht zu rechnen, da dann kein anhörungsbogen an Sie verschickt worden wäre. Eine Durchsuchung lebt vom Überraschungseffekt. Durch das Schreiben der Polizei sind Sie nun aber informiert, dass ein Ermittlungsverfahren gegen Sie anhängig ist und würden etwaige zuhause vorhandene Substanzen wohl kaum weiter dort aufbewahren. Eine Durchsuchung macht also wenig Sinn. Zudem handelt es sich um eine recht überschaubare Menge, was ebenfalls gegen eine Durchsuchung sprechen würde.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen


Mathias Grasel
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 17.05.2022 | 11:57

Vielen Dank erst einmal für Ihre schnelle und aufklärende Antwort. Das heißt der Brief kann bedenkenlos ignoriert werden, auch wenn darin steht, dass dieser innerhalb von zwei Wochen ab Zugang des Schreibens an die Polizeidienststelle zurückgeschickt werden soll.
Mit welchem weiteren Vorgehen der Behörden kann ich denn bei ignorieren des Schreibens rechnen? Weitere Post oder je nach dem trotzdem Besuch der Polizei zur Befragung?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.05.2022 | 12:18

Korrekt, Sie sind nicht dazu verpflichtet, den Brief zu beantworten. Dies wirkt sich auch nicht nachteilig aus.

Sie werden keinen besuch von der Polizei erhalten. Die Polizei wird der Staatsanwaltschaft mitteilen, dass Sie auf das Schreiben nicht geantwortet haben und man daher davon ausgeht, dass Sie sich nicht äußern wollen.

Anschließend wird die Staatsanwaltschaft entscheiden, wie sie das Verfahren abschließt. Dafür gibt es 3 Varianten: Einstellung, Strafbefehl oder Anklageschrift.

Bewertung des Fragestellers 17.05.2022 | 12:20

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Es wurde auf alle Infos aus der Frage eingegangen und ziemlich klar und verständlich geantwortet, sowie Tipps gegeben.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 17.05.2022
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