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Äußerungsbogen wegen Ladendiebstahl

19.12.2020 19:08 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Abend,
wegen einem Ladendiebstahl nicht geringwertiger Sachen (ca. 100€) habe ich nun Post mit der Aufforderung zur schriftlichen Äußerung von der Polizei bekommen. Ich habe schon mehrere Fragen bzgl. dieser Themen gelesen und weiß, dass ich außer meine Angaben zur Person, nicht dazu verpflichtet bin mich zu sonstiges zu äußern und ein Schweigen nicht zu meinem Nachteil sein darf.
Jedoch möchte ich die Sache einfach beenden und wollte nun um Rat bitten.

Soll ich die Straftat zugeben?
Es gibt Videoaufzeichnungen von meiner Tat und ich habe bereits eine Fangprämie bezahlt.
Das kann man ja schon als eine Art Geständnis bewerten, oder?

Ich hätte die Straftat schriftlich zugegeben und mich nur soweit auf der Rückseite dazu geäußert, dass mir die Tat sehr leid getan hat, ich mich mehrmals beim Detektiv entschuldigt habe und die Fangprämie (100€) bezahlt habe.
Und außerdem hätte ich angekreuzt, dass ich mit der Einstellung des Verfahrens gegen einer Geldauflage einverstanden wäre.

Ich bin 24 Jahre alt, übe einen Minijob aus und habe damals als nicht strafmündiger einen Ladendiebstahl begangen. Ich habe keine Rechtsschutzversicherung.
Wie sieht die Situation für mich aus bzw was sollte ich beachten/machen?
Könnte das Verfahren laut § 153 StPO eingestellt werden?

19.12.2020 | 20:17

Antwort

von


(118)
Bahnhofstr.6
32469 Petershagen
Tel: 05702 8517612
Tel: 01626947700
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:


Eigentlich ist es immer ratsam zunächst über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht zu beantragen. Der kann dann den eigentlichen Tatvorwurf und die entsprechenden Beweismittel bewerten. Allerdings verursacht das Kosten.

Wenn sie absolut sicher sind, dass sie auf dem Videoband zu erkennen sind und der Kaufhausdetektiv den Diebstahl mit Sicherheit beobachtet hat, können sie sich die Kosten jedoch sparen. Ein Entschuldigungsschreiben haben sie ja auch schon verfasst. Das zahlen der Fangprämie ist allerdings nicht notwendigerweise ein Schuldeingeständnis. Ihr Ziel muss dann, wie sie richtig erkannt haben, die Einstellung gemäß § 153 StPO sein. Dies erreicht man mit einem Rechtsanwalt naturgemäß einfacher. Im Raum steht aber sonst höchstens noch eine Einstellung nach Auflage gemäß § 153a StPO oder eine minimale Geldstrafe (eher abwegig). Sie haben keine Eintragungen im Bundeszentralregister und zeigen sich einsichtig und reuig. Sie haben zudem eine Schadenswiedergutmachung geleistet. All das wird zu ihren Gunsten gewertet. Eine geständige Einlassung würde ebenfalls zu ihren Gunsten bewertet. Demnach wäre es ein Nullsummenspiel einen Rechtsanwalt zu beauftragen, wenn sie eh über nicht so große finanzielle Mittel verfügen. Wenn sie sich also absolut sicher sind, dass sie auf dem Video zu sehen sind und der Kaufhausdetektiv sie bei dem Diebstahl beobachtet hat, können sie sich geständig einlassen. Wenn sie sich nicht schriftlich einlassen, wird die Staatsanwaltschaft aber wahrscheinlich ebenfalls nach §§ 153 , 153 a StPO verfahren. Es handelt sich bei Diebstahl um ein sogenanntes "Massendelikt". Ihr Ziel muss es sein die Kosten zu minimieren und da ist eine geständige Einlassung bei klarer Beweislage jedoch durchaus sinnvoll.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich


ANTWORT VON

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