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Ärztliches Gutachten Terminvereinbarung

25.08.2014 22:54 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Nach einem unverschuldeten schweren Autounfall im Oktober 2013 bin ich als Selbständige krankgeschrieben. Ärztliche Gutachten von den mir beauftragen Ärzten sowie den Vorschlägen meiner privaten Krankenkasse liegen allesamt vor und besagen, dass ich weiterhin Arbeitsunfähig bin, solange die Therapie dauert. Ich habe bisher 3 Kontrolltermine bei einem von der Krankenkasse beauftragen "Vertrauensarzt" wahrnehmen müssen. Der Vertrauensarzt bestätigte in seinen Gutachten, dass meine Ärzte die richtige Vorgehensweise gewählt haben und dass ich weiterhin als 100 % Arbeitsunfähig einzustufen sei. Die Arztrechnungen werden allesamt brav von der Versicherung des Unfallgegners übernommen, so dass meiner Krankenkasse keinerlei Kosten durch Arzt - und Untersuchungsbesuche entstehen. Sie zahlt nur das Krankentagegeld und das zweifelt sie jetzt an. Die Krankenkasse behauptet jetzt, ich hätte einen Termin zu der 4. Nachuntersuchung nicht wahrgenommen und verweigert die Zahlung. Leider liegt mir keine Einladung zu diesem Termin vor. Bei den ersten 3 Terminen habe ich immer sehr spät (meistens 1 oder 2 Tage vor der Untersuchung) den Termin mitgeteilt bekommen. Eine Einladung zu einem 4. Termin liegt nicht vor.

Nun meine Frage: muß die Kasse nicht irgendwie nachweisen, dass ich die Einladung erhalten habe? Bisher kamen die Einladungen immer auf dem ganz normalen Briefwege. Welche Rechte habe ich?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben grundsätzlich Recht, dass Ihnen die Krankenversicherung nachweisen müsste, dass Sie einen Untersuchungstermin nicht wahrgenommen haben, obwohl Sie dazu rechtzeitig eingeladen wurden.

Das absichtliche und/oder unentschuldigte Versäumen eines Kontrolltermins würde eine Verletzung Ihrer Mitwirkungspflichten bedeuten, die schlimmstenfalls dazu führen könnte, dass das Krankengeld nicht mehr gezahlt würde.

Sie sollten der Krankenkasse daher schriftlich mitteilen, dass Sie die Einladung zu dem 4. Termin nicht erhalten haben. Sie sollten zugleich um einen Nachweis der Krankenkasse bitten, dass Ihnen die Einladung rechtzeitig übersandt wurde. Sie können auch einen Zugangsnachweis anfordern. Hier sei vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein Zugangsnachweis bei Sendungen auf dem normalen Postweg nur schwer erbracht werden kann bzw. ein gelungener Nachweis besonders eingehend auf seine Echtheit überprüft werden sollte.

Gerade bei "normalen" Briefen ist es leider nicht gänzlich auszuschließen, dass ein Brief auf dem Weg verloren geht oder sich deutlich verspätet. Ein Abhandenkommen oder eine evtl. Verspätung könnte Ihnen jedoch nicht angelastet werden. Die Krankenkasse muss grundsätzlich die Einladungen zu den Nachuntersuchungen so versenden, dass der Versicherte rechtzeitig über den Termin informiert wird.

Des weiteren sollten Sie bei der Krankenkasse um einen neuen Termin bitten, da Sie den ursprünglichen Termin mangels Einladung nicht wahrnehmen konnten. Damit signalisieren Sie, dass Sie sich der Untersuchung nicht verweigern wollen.

Und natürlich ist die Krankenkasse schriftlich aufzufordern, die Krankentagegeldzahlungen fortzuführen. Sofern Zahlungen verweigert wurden, setzen Sie der Krankenkasse eine kurze Frist von ca. 1 Woche zur Nachzahlung.

Sollte die Krankenkasse weiterhin behaupten, dass Sie die Nachuntersuchung versäumt oder verweigert haben und deswegen das Krankentagegeld nicht mehr zahlen, sollten Sie sich vor Ort anwaltlich vertreten lassen. Ein anwaltliches Schreiben hat nach meiner Erfahrung gegenüber der Versicherung noch immer mehr Gewicht als ein Schreiben des Versicherten.

Wichtig ist vor allem, dass Sie Ihrer Krankenversicherung deutlich machen, dass Sie weiterhin kooperationsbereit sind und sich nicht der Nachuntersuchung entziehen wollen oder werden, sondern nur deshalb den Termin nicht wahrnehmen konnten, weil Ihnen die Einladung schlichtweg nicht zugegangen ist.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort etwas weiterhelfen konnte und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

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