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Ärtzliche Behandlung gegen meinen Willen

| 31.05.2014 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Guten Tag,

ich liege seit Montag im Krankenhaus in Leverkusen wegen starker Schmerzen. Bei mir wurde ein Gallenstein gefunden, der auch gestern mit meiner Gallenblase zusammen operativ entfernt wurde.

Die erste Anfrage:
Am Montag wurde ich mit einer Überweisung ins Krankenhaus gebracht.
Die Ärztin sagte mir, dass ich kein akuter Fall wäre und das es dringender Patienten gibt.
So kam die Operation erst am Ende der Woche (gestern) zustande. In der gesamten Zeit wurde mir gesagt, dass keine Entzündung an der Gallenblase vorliegt. Nach der Operation wurde mir gesagt, dass die Gallenblase doch entzündet war und ich deshalb so starke Schmerzen hatte. Ich litt die gesamten Tage. Man gab mir vier mal am Tag Novalgin. Dies betäubte den Schmerz allerdings nur für 30 Minuten. Das habe ich auch so kommuniziert.

Die zweite Anfrage:
Hier geht es auch um den Zeitraum im Krankenhaus für die Gallen OP.
Ich bin 29 Jahre alt und habe schon immer große Angst vor Nadeleinstichen.
Ich zittere und mir wird schwindelig wenn es um "Blutabnahmen" oder "Katheter im Arm - Fremdkörper Gefühle" geht.

Am ersten Tag im Krankenhaus legte mir eine Schwester eine Venenkanüle. Dieses unbehagliche Fremdkörpergefühl lies mich den ganzen Tag auf die Kanüle schauen. Am Abend ging ich zu einer bestimmten Schwester (Ihren Namen kenne ich) und teilte ihr mit, dass ich mich sehr unwohl mit der Kanüle fühle, das nicht mehr will und eine Alternative möchte. Sie sagte mir, dass es keine Alternative gibt und schloss direkt die nächste Nahrungsergänzungsflasche an und ging weg. Ich habe es aufgrund meiner Schmerzen über mich ergehen lassen.

Mittlerweile habe ich mich an die Kanüle gewöhnt. Alle hier im Krankenhaus wissen, dass ich enorme Angst vor Blutabnahmen und Katheter habe. Man musste mir zwischenzeitlich auch ein Betäubungspflaster auf den Arm legen, damit man mir Blut abnehmen konnte. Es kam auch die Bemerkung "stellen Sie sich nicht so an".

Nichtsdestotrotz habe ich meinen klaren Willen kommuniziert und am ersten Tag mitgeteilt, dass ich diesen Katheter nicht länger im Arm haben möchte.

Habe ich die Möglichkeit hiergegen vorzugehen und wenn ja, welche Gesetz tritt hier in Kraft? Lohnt es sich einen Anwalt einzuschalten oder wird mein Anliegen auf z.B. Körperverletzung sowieso nicht angehört?

Gerne setze ich mich nach Ihrer Antwort mit Ihnen Verbindung.

Ich liege noch im Krankenhaus und bitte um schnellstmögliche Hilfe. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre erste Frage bezieht sich erkennbar darauf, dass Sie hinter der Fehlerhaften Diagnose, es lägen keine Gallenblasenentzündung vor, einen Behandlungsfehler vermuten. Ein solcher kann aber nur dann bejaht werden, wenn die untersuchenden Ärzte gegen die Regeln der ärztlichen Kunst verstoßen haben. Dies ist zum Teile eine medizinisch zu klärende Frage und zum anderen Teil eine rechtliche Fragestellung. Zu der medizinischen Seite kann ich selbstredend keine Auskunft erteilen. Rechtlich sind Behandlungsfehler, die darin bestehen, dass eine Fehldiagnose vorliegt in zwei Varianten aufzuteilen. Bei der ersten Variante wurden die zur Diagnose erforderlichen Maßnahmen gar nicht getroffen. Bei der zweiten Variante wurden zwar alle notwendigen diagnostischen Maßnahmen ergriffen, die Ergebnisse jedoch falsch ausgewertet. Welche der beiden Konstellationen in Ihrem Fall vorliegt, kann ich ohne weitere Information nicht beurteilen. So muss ich es bei dem Hinweis belassen, dass ein Behandlungsfehler der zweiten Variante schwerer nachzuweisen ist. Bei der ersten bestehen jedoch gute Möglichkeiten, einen Behandlungsfehler tatsächlich nachzuweisen. Diese Frage lässt sich, soweit Sie gesetzlich versichert sind, möglicherweise auch über den MDK klären.
Liegt ein Behandlungsfehler vor, hat dies sowohl zivilrechtliche als strafrechtliche Konsequenzen. Generell rate ich jedoch eher von einer strafrechtlichen Verfolgung ab, da dies selten zum Erfolg, aber meistens zu erheblichen Verzögerungen führt.

Mit der zweiten Fragen wollen Sie in Kenntnis bringen, ob Sie ein Entfernen der Kanüle verlangen bzw. ein Legen derselben unterbinden können. Dies kann bejaht werden, da Sie zu keiner Behandlung gezwungen werden können. Jedoch sind Sie dann genauestens über mögliche Konsequenzen aufzuklären. Handlungen, die gegen Ihren Willen durchgeführt werden, stellen eine Körperverletzung dar.

Ob Sie darüber hinaus verlangen können, dass die Kanüle nach jedem Gebrauch gezogen wird, ist allerdings zweifelhaft, da dies zu einer Beeinträchtigung des Krankenhausbetriebes kommen kann. Ob zudem medizinische Gründe dagegen sprechen, vermag ich nicht zu beurteilen. Daher hat meines Erachtens eine Abwägung zwischen Ihren Interessen und denen des Krankenhauses zu erfolgen. Ob dieses Abwägungsergebnis zu Ihren Gunsten ausgeht, hängt von dem Grad Ihrer psychischen und körperlichen Beeinträchtigung auf der einen Seite und den Interessen des Krankenhauses ab und kann daher an dieser Stelle nicht belastbar beurteilt werden.

Die Prüfung, ob Ihnen möglicherweise Schmerzensgeldansprüche zustehen kann sich durchaus lohnen. Insofern Sie dies näher, auch anhand der Behandlungsunterlagen, prüfen lassen wollen, stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich einfach unter meiner E-Mail-Adresse.
Ich wünsche ich weiterhin gute Genesung und ein angenehmes Wochenende.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 31.05.2014 | 20:15

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Eine Frage habe ich zu der zweiten Antwort.

Welche Unterlagen benötigen Sie zu meinem Sachverhalt noch zusätzlich, um meine Schmerzenzgeldansprüche prüfen zu können? Mit welchen Kosten muss ich rechnen, wenn ich Sie beauftrage?

Gerne können Sie mir auch auf meine private E-Mail Adresse antworten. Für die Anonymität habe ich eine spezielle eingerichtet:


Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.06.2014 | 13:30

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die positive Bewertung.In Kürze werden Sie eine Nachricht von mir erhalten.


Mit freundlichen Grüßen,


A. Meyer

Bewertung des Fragestellers 31.05.2014 | 20:19

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