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Ärger mit der HV wg. Nachmieter


15.12.2011 21:17 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg



Sehr geehrte/r Rechtsanwalt /in,

Mit meiner ordentlichen Kündigung teilte ich der HV mit, dass die WG renoviert und zum 15.12.2011 frei ist. Zuerst wurde seitens der HV einem im Nebenhaus wohnendem Mieter der Wohnungstausch mit meiner Wohnung zugesagt,zugleich hatte ich auch einen solventen Mieter vorgeschlagen. Auf ein Mal sperrt sich die HV und nun ist plötzlich alles ganz anders. Mir wurde mitgeteilt, dass der WG-Tausch nicht funktioniert, der vorgeschlagene Mieter wurde abgelehnt und es wurde eine Immobilienmaklerin eingesetzt. Dieser habe ich nach Rücksprache den WG-Schlüssel überlassen und mir schriftlich bestätigen lassen, dass die Wohnung sauber und ordentlich ist, sie hat mir gesagt, dass sie per sofort die Wohnung anbietet. Nachdem ich im Internet nun meine Wohnung als Angebot gefunden habe und es hierzu auch bereits Besichtigungstermine im Internet gibt, ist mir aufgefallen, dass diese nun trotzdem als Bezugsttermin " in 3 Monaten " anstelle sofort frei angibt. Dies ärgert mich gewaltig.
Deshalb meine Frage:
Kann ich den Schlüssel zurückverlangen, wenn ich sowieso noch 3 Monate länger die Miete zahlen soll, braucht die ihre Besichtigungstermine auch jetzt noch nicht ansetzen, oder habe ich noch eine andere rechtliche Handhabe?

Vielen Dank für Antwort
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Der Mieter ist verpflichtet, die Mietsache erst nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückzugeben, also zum Kündigungsendtermin.

Solange Sie sich nicht endgültig darauf einigt haben, die Wohnung unwiderruflich früher - vor diesem Kündigungsendtermin - zurückzugeben, so können Sie die Schlüssel zurückfordern.

Dieses sollte auch meiner ersten Meinung nach funktionieren, da schließlich der Vermieter, die HV etc., Gegenteiliges, also die obige Vereinbarung über die vorzeitige Zurückgabe und Beendigung im Sinne eines Aufhebungsvertrags, beweisen müsste, was schwierig werden würde.

Allerdings müssten Sie dann jedenfalls Besichtigungen in einem für Sie (objektiv) zu beurteilenden Maße zulassen.

Eine andere Möglichkeit besteht wie folgt:

Hat der Mieter ein anerkanntes berechtigtes Interesse an einer vorzeitigen Entlassung aus dem Mietvertrag, so darf der Vermieter einen Nachmieter nur aus gewichtigen Gründen ablehnen, was eher die Ausnahme bleiben muss nach rechtlichen Maßstäben.

Ein berechtigtes Interesse wurde zum Beispiel

- im Falle eines zwangsweiser Arbeitsplatzwechsel;

- Arbeitslosigkeit;

- Hochzeit oder Familienzuwachs (Wohnung zu klein)

anerkannt.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.
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