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Ärger mit Wohnungsübergabe


11.12.2014 03:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

nach 3 Jahren habe ich mein Mietverhältnis beendet, da ich ins Ausland gezogen bin. Der Vermieter war begeistert von mir und hat mir angeboten, die Wohnung nur für die Zeit meiner Abwesenheit zu vermieten, damit ich nach meiner Rückkehr dort wieder einziehen kann.

Die Abnahme die in Anwesenheit meiner Freundin stattfand und einer vom Vermieter beauftragten Maklerin gestaltete sich als sehr unbefriedigend. Der Vermieter hat mir bis dahin nicht das Abnahmeprokoll das beim Bezug dieser Wohnung ausgefertigt worden ist, ausgehändigt. So konnte nicht nachvollzogen werden, welche Mängel es damals schon gab.
Ich habe nach meinem Einzug ein Bidet im Bad abgebaut und beim Auszug wieder anbringen lassen, jedoch tropfte dieses bei der Abnahme. Daraufhin wurde von der Maklerin gesagt, dass nun überlegt werden muss was geschehen soll, da es sich wohl hier um keine Fachfirma gehandelt hätte. Ich hatte diese Firma aus dem Internet herausgesucht, es handelt sich um einen Fachbetrieb.Es wurde gesagt, dass wahrscheinlich nicht zugelassen wird, dass diese Firma nochmals tätig werden kann und überhaupt ich hätte um Erlaubnis fragen müssen, um das Bidet abzubauen.

Desweiteren wurde moniert, dass sich im Bad in der Wand diverse Bohrlöcher samt Dübeln befinden, das hätte ich verursacht. Ich wusste jedoch, dass ich dort nie Löcher gebohrt hatte. Später als der Vermieter endlich das damalige Abnahmeprotokoll zur Verfügung gestellt hat, bzw. nur den Teil auf diese Bohrlöcher bezogen, hat sich herausgestellt, dass an diesen Löchern eine kleine Ablage und ein kleiner Spiegel befestigt waren, die ich jedoch abmontiert hatte, da diese Qualität für ca. 25
€ in eine Wohnung, die für 1.120€ vermietet wurde,einfach lächerlich war. Und habe dort einen grossen Spiegel angebracht.

Was bei der Abnahme moniert worden ist;

Fenster und Fensterrahmen seien stark verschmutzt ( wurden ca. 5 Wochen vorher geputzt und beim Einzug war die Verschmutzung wesentlich stärker,jedoch leider nicht im Abnahmeprotokoll vermerkt, dieses Prokokoll habe ich bis heute nicht erhalten)
Ein grosser Kalkfleck befinde sich unter dem Waschbecken im Gästebad ( war auch schon vorher da, da ich das WC beim Einzug mit Teppich ausgelegt habe)
Das Bidet müsse entsprechend installiert werden,
Der Mischhebel in der Badewanne sei nicht zu bewegen
Die Dübellöcher im Gäste-WC müssen entsprechend behandelt werden oder diese Garnitur von damals wieder hergestellt werden,
Der Rauchwarnmelder im Schlafzimmer sein defekt

Da ich für diesen Fall keine Rechtsschutzversicherung hatte und mein Vermieter Anwalt ist, habe ich ein befreundetes Hausmeister-Ehepaar in die Wohnung bestellt, um alles was der Vermieter kritisiert, fertigzustellen.Das ist geschehen.
Dann schrieb mir der Vermieter, dass er nun überlegen müsse ob, falls der Nachmieter eine Mietminderung für ?? verlangt, er dieses von meiner Kaution in Abzug bringen müsse!!

Bis heute habe ich weder ein Abnahmeprotokoll erhalten ( auch nicht das von damals), noch irgend eine Antwort auf meine Schreiben, geschweige denn meine Kaution von 2.500 €.
Auch eine Fristsetzung zur Rückzahlung der Kaution führte nicht zum Erfolg. Das Mietverhältnis wurde um 30.9.2014 gekündigt. Die Arbeiten des Hausmeister-Ehepaares wurden am 30.10.2014 erledigt, da der Vermieter diesen Termin durch Nicht-Erreichbarkeit, Reisen etc. immer wieder verzögert hat.

Was sollte ich nun tun um meine Kaution zurück zu erhalten. Auch habe ich ein neues WC und einen Wassertank bei meinem Einzug angebracht, da die Geräte 40 Jahre alt waren und einen sehr unangenehmen Geruch verbreitet hatten. Mein Vermieter hat mir damals mitgeteilt, dass er mit die 200 € dafür gerne erstatten wird! Das ist bis heute auch nicht geschehen.

Mit freundlichen Grüßen

M.Dettmann


11.12.2014 | 05:03

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Einen Anspruch auf Herausgabe der Protokolle haben Sie leider nicht, es lag in Ihrer Verantwortung, zumindest Kopien oder besser Zweitschriften zu behalten. Allerdings können Sie den Vermieter durch einen Trick zur Herausgabe bewegen, indem Sie kurzerhand behaupten, dass die Wohnung bei Mietbeginn in schlechtem, bei Mietende aber in Top-Zustand gewesen ist und kurzerhand jeden Mangel bei Mietende bestreiten. Der Vermieter muß dann alle seine Behauptungen beweisen und dafür die Protokolle vorlegen.

Den Ersatz einer Mietminderung kann der Vermieter nicht verlangen, er kann höchstens die Kosten für eine Instandsetzung verlangen. Diese Kosten könnte er aber von der Kaution abziehen, muß aber die Höhe und die Notwendigkeit der Kosten beweisen.

Wenn Sie die Zusage der Erstattung von € 200 schriftlich haben, können Sie diese noch geltend machen. Allerdings verjährt das binnen drei Jahren zum Jahresende, es könnte also bereits vorbei sein oder eng werden.

Der Vermieter muß die Kaution schnellstmöglich abrechnen. Da Sie bereits eine Frist gesetzt haben, ist er bereits in Verzug. Sie können daher auf Abrechnung und Rückzahlung klagen.

Ich empfehle daher, eine Klage auf Abrechnung und Rückzahlung zu erheben.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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