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Ärger mit Reiseportal und/oder Hotel

29.05.2018 09:12 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


09:27
Ich habe 08/2017 ZWEI Doppelzimmer im Hotel-Logierhues/Langeoog (für die Zeit von 12.-19.05.18.) über Reiseportal Booking.com gebucht. Entsprechend 2xAnzahlungen (1x je DZ) geleistet. Am 24.03.18 stornierte ich (noch kostenfrei) NUR EIN Zimmer, weil ein Partner des mitresenden Ehepaaresschwer erkrankte. Ich bekam sowohl eine entsprechende Bestätigungsmail vom Booking.com als auch eine Rückerstattung von nur EINER Anzahlung vom Hotel als Gutschein zurück. Als meine Frau und ich angereist kamen, sagte man uns, BEIDE Zimmer seien storniert worden. Somit mussten wir anderes Zimmer nehmen, das teurer ist als das gebuchte. Es konnte bis dato nicht geklärt, wer beide Zimmer storniert hat. Nur nicht 'ICH' Der eine schiebt den Fehler auf den anderen. Booking.com meinte, ich selbst wäre es gewesen, man habe mir eine 2.Mail darüber geschickt, die nie angekommen ist. Weder in meinem SPAM-Ordner noch im SERVER meines Mail-Providers, wo meine empfangenen Emails nach erst 90 Tagen gelöscht werden, konnte eine derartige Mail über die Stornierung des 2. Zimmers gefunden werden. Meine Auffassung: wenn beide Zimmer storniert wurden waren, warum hat mir das Hotel die Anzahlunskosten nur 1x, d.h. des nur EINEN Zimmers erstattet und nicht 2x
Inzwischen hat das Hotel als sein -wie sie schrieben- "Versäumis" gestanden, will aber für die entstandenen Mehrkosten von 201€ nicht aufkommen und verweist mich auf Booking.com, der nach langen Telefonaten mittlerweile bereit ist 25€ als finazielle entschädigung zu zahlen. Was halten Sie von dem Fall und zu was raten Sie mir und wie sind meine Chancen bei einer Klage?

Wen sollte ich denn verkalgen?
a) Das Reiseportal Booking.com, das behauptet, dass man mir eine 2.Mail über die Stornierung meines Zimmers gesandt haben, die ich nie erhalte habe. Im Grund hier wird es um Aussage gegen Aussage gehen.

b) Oder das Hotel verklagen, das versäumt hat, mir beide Anzahlungen als Gutschrift zu schicken (sondern lediglich die Anzahlung für nur 1 Zimmer, was mich im Glauben gelassen hat, dass das andere Zimmer noch gebucht sei). Es hat auch Versäumnis auch gestanden. Auf meine Fragen hin: Warum hat man mir nur eine Anzahlung erstattet, wenn doch beide Zimmer storniert worden sind? ist man mir bis heute schuldig geblieben. Und wie hätte ich denn erkennen können, dass Booking.com beide Zimmer storniert hat? Da sind sie mir bis heute eine Antwort schuldig geblieben. Zumindest hat das Hotel sein Versäumnis zugegeben. Aber von einer Entschädigung wollen beide nichts wissen.
Was kostet mich es, wenn ich Sie engagieren würde, mich in dieser Sache zu vertreten?
29.05.2018 | 09:48

Antwort

von


(344)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sollte Booking.com weiter auf der Aussage bestehen, Ihnen sei eine 2. Mail gesendet worden, in welcher beide Zimmer storniert wurden, so müsste booking.com Ihnen diese ja zum Beweis vorlegen können.

Meines Erachtens tritt Booking.com hier "nur" als Vermittler auf, so dass Sie den tatsächlichen Reiseanbieter, nämlich das Hotel verklagen müssen. Dies ist tatsächlich auch einfacher, da Booking.com in den Niederlanden seinen Sitz hat.

Das Hotel müsste dann seinerseits gegebenenfalls das Geld von Booking.com zurückholen.
Dies ist dann aber nicht Ihr Problem.
Aufgrund der Bestätigungsmail von Booking.com und der Rückzahlung einer Buchung mussten Sie davon ausgehen, dass die andere ursprüngliche Buchung Bestand hat.

Die Kosten bewegen sich in überschaubarem Rahmen.
Aussergerichtlich würden Kosten in Höhe von 83,54 € inkl. USt. entstehen.

Kommt es zu einer Klage, so entstehen Gebührenforderungen in Höhe von 206,41€ inkl. USt., wobei darin die außergerichtlichen Kosten inkludiert sind.
Tragen muss die Kosten dann derjenige, der die Klage verliert. Insofern sehe ich gute Chancen, dass Sie keine Kosten zu tragen haben.

Gerne bin ich Ihnen bei der Geltendmachung Ihrer Forderung behilflich.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 30.05.2018 | 07:36

Ihre Antwort ist sehr verständlich und m.E. fachlich kompetent!

MEINE NACHFRAGE:
Ich besitze eine Rechtschutzversicherung mit 150.- € Selbstbeteiligung.
Soll ich sie in Anspruch nehmen?

Wenn ich gewinne, käme ich finanziell besser weg, ohne sie in Anspruch zu genommen zu haben.
Wenn ich verliere, was ich nicht hoffe, wäre es besser, sie in Anspruch genommen zu haben, v.a. wegen der gegnerischen Kostenübernahme.

Habe ich das richtig gesehen? und was meinen Sie oder empfehlen Sie mir?

Danke und MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.05.2018 | 09:27

Sehr geehrter Ratsuchender,

Meines Erachtens sollten Sie die Versicherung in Anspruch nehmen. Wenn Sie (gerichtlich) gewinnen, erhält Ihre Rechtsschutzversicherung bereits gezahlte Vergütungen erstattet.

Wenn Sie verlieren, ist es ohnehin besser, sie in Anspruch genommen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Türk
Rechtsanwältin


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