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Ärger mit Fitnessclub bzgl. 2-Jahresmitgliedschaft gegen Einmalzahlung

| 25.01.2009 21:10 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


25.01.2009

Am 30.09.05 habe ich eine 24-monatige Mitgliedschaft gegen Einmalzahlung bei einem Fitness-Club abgeschlossen.

In dem Vertragspunkt 1.1 heißt es ausdrücklich 2-Jahresmitgliedschaft.

Im Punkt 2.0 heißt es, dass ich das Vertragsverhätnis bis zum 31.08.07 kündigen muß, da sich der Vertrag sonst stillschweigend auf unbestimmte Zeit verlängert. Und zwar gegen einen monatlichen Beitrag.

Frage: Ist es korrekt, dass eine 2 Jahresmitgliedschaft gegen Einmalzahlung mit einer solchen Kündigungsregelung versehen werden kann? Und wie soll ich mich verhalten?

Mein Problem: Ich hatte den Vertrag damals sofort gekündigt, was das Fitnessstudio heute bestreitet. Leider sind die Unterlagen nach einem zwischenzeitlichen Umzug nicht mehr vollständig, sodass ich meine Kündigung nicht mehr beweisen kann.
Jetzt verlangt man 5 Monatsbeiträge von mir.
Bleibt mir also nur die Anfechtung des Vertrages; wenn möglich.

Den Club besuche ich übrigens seit Dezember 2006 nicht mehr.




Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berüscksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich ist es nicht zu beanstanden, dass sich ein Vertrag nach einer Mindestlaufzeit von 2 Jahren automatisch verlängert. In einer solchen Vertragsgestaltung hat der BGH keine Benachteiligung des Verbrauchers gesehen (BGH XII ZR 193/95).

Sie müssen also Ihren Vertrag gemäß den vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen kündigen.

Soweit Sie vorbringen, dass bereits eine Kündigung ausgesprochen worden sei, so sind Sie aber leider in der Beweispflicht. Können Sie diese Kündigung nicht beweisen, so werden Sie die Forderung nicht verhindern können.

Ich verstehe aber nicht, wieso nunmehr nach mehreren Jahren der Fitnessclub 5 Monatsbeiträge fordert. Wurde denn nicht monatlich abgebucht? Zu welchem Zeitpunkt wurde denn eine Kündigung nun akzeptiert und für welchen Zeitraum sollen die 5 Monatsbeiträge denn sein?

Wenn Sie im Rahmen der Nachfragefunktion Ihre Angaben präzisieren, so kann ich Ihnen auch noch ergänzend etwas dazu sagen.

Einstweilen kann ich nur feststellen, dass eine automatische Verlängerung des Vertrags vom Grundsatz her rechtlich nicht zu beanstanden ist.

Ich bedaure, Ihnen nichts günstigeres sagen zu können, hoffe aber dennoch, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.01.2009 | 21:43

Der Club hat den Vertrag zum 28.02.08 von sich aus gekündigt, da die Monatsbeiträge ab 01.10.2007 ausblieben.
Daher rühren die 5 Monatsbeiträge.
(soviel zum Thema Kulanz)

Erfahren habe ich das durch das Inkassounternehmen. Der Fitnessclub selber hat nie Kontakt zu mir aufgenommen. Weder um meine Bankdaten zu erfragen, noch um mich anzumahnen.
Ärgerlich, da das Inkassounternehmen die Kosten von mir erstattet haben will.

Die ersten 2 Jahre waren gegen Einmalzahlung im voraus in bar abgedeckt. Daher lagen dem Fitnessclub auch keine Bankdaten vor.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.01.2009 | 21:53

Sehr geehrter Fragesteller,

wie schon gesagt, bestehen gegen die automatische Verlängerung keine rechtlichen Bedenken. Ich gehe hierbei davon aus, dass Ihnen bei Vertragsschuß die entsprechenden AGB´s zur Verfügung gestellt wurden und Sie die Möglichkeit hatten, diese auch zur Kenntnis zur nehmen. Denn nur dann sind sie auch Vertragsbestandteil geworden.

Allerdings darf das Fitnessstudio nicht aus heiterem Himmel ein Inkassobüro beauftragen und zusätzliche Kosten in Rechnung stellen. Wenn das Fitnessstudio Ihnen den Vertrag kündigt, hätte es Sie zunächst einmal zur Zahlung auffordern müssen und auch ggf. noch einmal die Zahlung anmahnen müssen. Die Kosten für das Inkassobüro sind ein sogenannter Verzugsschaden. Wenn Sie bisher aber noch gar nicht zur Zahlung aufgefordert wurden, dann befinden Sie sich gar nicht im Verzug.

Zusammenfassend kommt mir die ganze Sache ziemlich merkwürdig vor. Es wäre vor diesem Hintergrund vielleicht sinnvoll, Ihre Unterlagen von einem Kollegen vor Ort prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt



Bewertung des Fragestellers 25.01.2009 | 21:54

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