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Änderungskündigung mit neuem Beschäftigungsbeginn

08.08.2013 15:51 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


17:13

Sehr geehrte Damen und Herren,

muss zusammen mit einer Änderungskündigung (einschließlich Änderungsangebot) immer ein neuer Arbeitsvertrag aushändigt werden oder genügt das Änderungsangebot im Schreiben?

Meine Mitarbeiterin (Firmengröße 2 Mitarbeiter) hat aufgrund Ihrer Betriebszugehörigkeit eine Kündigungsfrist von 4 Monaten. Aufgrund eines Umsatzeinbruchs muss ich Ihre Stunden reduzieren. Kann ich bei Aushändigung eines neuen Arbeitsvertrages das Arbeitsverhältnis neu beginnen lassen? Ich möchte vermeiden, dass ich bei weiterer Umsatzverschlechterung wiederum 4 Monate Kündigungfrist einhalten muss, falls nochmals eine vorübergehende Arbeitszeitreduktion notwendig ist.

Freundliche Grüße

08.08.2013 | 16:44

Antwort

von


(407)
Otto-von-Guericke-Str. 53
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Änderungskündigung ist eine Kündigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses, die mit dem Angebot verbunden wird, das Arbeitsverhältnis unter geänderten Bedingungen fortzusetzen (§ 2 KschG).

Eine Änderungskündigung besteht immer aus zwei Teilen, nämlich der Kündigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses und dem Änderungsangebot.

Die Aushändigung eines neuen Arbeitsvertrages ist im Zuge der Kündigung nicht erforderlich.

Auf die Dauer der Betriebszugehörigkeit hat ein etwaiger Abschluss eine neuen geänderten Arbeitsvertrages allerdings keine Auswirkungen.

Maßgebend für deren Bestimmung ist nicht das Datum des Abschlusses des geänderten Vertrages, sondern der Tag des Abschlusses des vorhergehenden Arbeitsvertrages.

Die verlängerte Kündigungsfrist bleibt der Mitarbeiterin also erhalten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 08.08.2013 | 16:57

Sehr geehrter Herr Rösemeier, vielen Dank für Ihre Anwort. Wenn es bei der Änderungskündigung keine Möglichkeit gibt, die Kündigungsfrist des geänderten Vertrages zu "erneuern", ist dann die einzige Alternative dazu, eine Beendigungkündigung auszuhändigen und zugleich ein neues Beschäftigungverhältnis anzubieten? Muss zur Änderungskündigung auch keine Änderungsvereinbarung ausgehändigt werden? Reicht allein die Änderungskündigung mit dem enthaltenem Änderungsangebot?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.08.2013 | 17:13

Sehr geehrter Ratsuchender,

leider ist die Beendigungskündigung keine Alternative, denn es kommt mit dem Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages zu einer nahtlosen Weiterbeschäftigung. Dies unterbricht nicht die Dauer der Betriebszugehörigkeit.

Dies gilt sogar bei einer kurzzeitigen Unterbrechung der Beschäftigung für mehrere Monate.

Im Übrigen ist die Beendigungskündigung verbunden mit dem Angebot der Weiterbeschäftigung nichts anderes als eine Änderungskündigung, wobei dann unter Umständen Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der Beendigungskündigung bestehen könnten.

Wie oben beschrieben muss die Änderungskündigung ein Angebot zur Weiterbeschäftigung mit geänderten Bedingungen enthalten, um wirksam zu sein.

Zum Verständnis vielleicht noch folgendes:
Eine sogenannte Änderungskündigung ist rein rechtlich eine Beendigungskündigung verbunden mit dem Angebot der Weiterbeschäftigung unter geänderten Bedingungen.


Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Nachricht geben zu können.

ANTWORT VON

(407)

Otto-von-Guericke-Str. 53
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