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Änderung nach Vertragsschluss in Werkleistung

17.10.2019 15:37 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


16:45
Hallo liebes Frag-einen-Anwalt.de,

ich habe folgende Frage:

Wir haben ein Angebot für eine Dusche schriftlich angenommen. Enthalten sind neben der Duschtasse auch die Duschkabine. Zu dieser Zeit waren Maße und genaue Ausfertigung der Duschkabine bekannt.

Wir haben uns nach Auftragsannahme dazu entschieden, dass wir links neben der Duschtasse noch eine Art Ablage haben möchten. Das hat dazu geführt, dass sich dir Größe der Duschkabine geändert hat (ursprünglich 120x80 jetzt 120x90).

Jetzt kam jemand vorbei, der ein Aufmaß für die Kabine gemacht hat.

Und jetzt haben wir ein zweites neues Angebot für die Duschkabine bekommen und auf dem Tisch liegen.

Ursprünglich hätten wir 2600 € zahlen müssen und jetzt sind es 3000 €. Begründung: größere Kabine und wir hätten uns angeblich für ein anderes Dekor (Muster auf dem Glas) entschieden. Das ist aber nicht zutreffend. Das Dekor, also das Muster war bereits in dem ursprünglichen Angebot enthalten.

Wir fühlen uns etwas über den Tisch gezogen. 400 Euro teurer haben wir nicht erwartet und die Sache mit dem Dekor finden wir auch nicht nachvollziehbar.

Was können wir jetzt tun?

Müssen wir das Angebot in der Höhe annehmen? Kann das sein, dass Dinge mit "untergejubelt" werden, die in der ursprünglichen Position schon waren?

Wenn wir diese Kabine nicht beauftragen, was geschieht dann mit dem ursprünglichen Auftrag über die Kabine? Die Maße passen ja gar nicht mehr. Müssen wir die Position kündigen? Wenn ja, müssen wir mit Kosten rechnen, die auf uns zukommen?

Wir fühlen uns gerade etwas hilflos und in der Zwickmühle, da wir nicht wissen, welchen Gegenforderungen wir ausgesetzt sind.

Vielen Dank und beste Grüße
17.10.2019 | 16:46

Antwort

von


(2964)
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30449 Hannover
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Sehr geehrter Fragesteller,

das neue Angebot müssen Sie nicht annehmen.

An Ihrer Stelle würde ich im Hinblick auf das Dekor diesen Umstand mitteilen und ein Gegenangebot von 3800 Euro machen.

Wenn das Bauhaus das Angebot nicht annehmen sollte, brauchen Sie auch das bisherige Angebot nicht annehmen, müssten allerdings, wenn Sie auch das alte Angebot nicht annehmen, die Kosten fur das Aufmaß bezahlen zzgl. 5% der Auftragssumme, wobei dieser Anbieter erfahrungsgemäß darauf verzichtet.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da Sie nur einmal unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir für Sie eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 18.10.2019 | 15:02

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ist es denkbar, dass vorliegend eine Kündigung aus wichtigem Grund in Betracht kommt (§648a BGB</a>)? Stand jetzt sieht es so aus, als sollten wir für eine Leistung zahlen (das Dekor), was in dem ursprünglichen Angebot schon enthalten war. Er stellt es so hin, als wäre das nie Teil des ursprünglichen Angebots gewesen. Außerdem kann es doch nicht sein, dass eine minimale Änderung so große finanziellen Auswirkungen hat und wir - wenn wir uns darauf nicht einlassen - Vergütung abzüglich ersparter Aufwendungen / 5 % bezahlen müssen. Denn das ursprüngliche Angebot passt nunmal nicht mehr auf die Ist-Situation und um etwaigen Gegenansprüchen zu entkommen, müssten wir uns "über den Tisch ziehen lassen".

Wie bemessen sich denn die ersparten Aufwendungen (
§ 649 BGB )? Also mit was muss man im schlimmsten Fall rechnen?

Ist es denkbar, dass man über <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/649.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 649 BGB: Kostenanschlag">§ 649 BGB (Kostenanschlag) geht? Uns wurde mündlich gesagt, dass für die Duschkabine ohnehin ein Aufmaß gemacht worden wäre und dann dementsprechend abgerechnet worden wäre.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.10.2019 | 16:45

Sehr geehrter Fragesteller,

der wichtige Grund müsste den Vorsatz enthalten, dass das Bauhaus sie vorsätzlich schädigen wollte. Dieses kann meines Erachtens nicht erwiesen werden, sondern lediglich durch Fahrlässigkeit des Sachbearbeiters.

Im schlimmsten Fall würden Sie daher 5 % der Auftragssumme zahlen, wobei Sie den Beweis führen könnten, dass eine geringere Gewinn-Marge möglich gewesen wäre.

Sie könnten allerdings auch darlegen, dass die Mehrkosten völlig unverhältnismäßig sind und könnten sodann auch den Schadensersatz verweigern mit der Begründung, dass wenn Sie dies gewusst hätten, Sie auch das ursprüngliche Angebot nicht angenommen hätten. Einen Kostenvoranschlag bedarf es dazu nicht.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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