Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Änderung eines Grundbucheintrags


| 13.04.2007 01:58 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Ein Ehepartner hat mit dem gemeinsamen Vermögen der Eheleute ein Haus erworben, dies aber nur auf seinen Namen ins Grundbuch eintragen lassen. Nun möchte er den Grundbucheintrag ändern, so dass der andere Ehepartner zu gleichen Teilen mit ihm (50:50) eingetragen ist.

Frage: Wer führt eine Änderung des Grundbuch-Eintrags für ein Haus durch, welche Voraussetzungen müssen für eine solche Maßname gegeben sein und wie viele Gebühren müssen ca. für eine solche Änderung des Grundbuch-Eintrags veranschlagt werden?

Gibt es über die Änderung des Grundbucheintrags hinaus noch andere Möglichkeiten, um den finanziellen Gleichstand der Eheleute bezüglich des Hauses dauerhaft wiederherzustellen (während der Ehe, im Falle der Scheidung und im Erbschaftsfall)?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Shr geehrte Ratsuchende,

die beabsichtigte Änderung der Grundbucheintragung bedarf zunächst einer notariell beurkundeten Vereinbarung über die Übertragung des hälftigen Anteils auf den anderen Ehegatten.

Diese Vereinbarung wird dann vom Notar dem Grundbuchamt zugeleitet, verbunden mit dem Antrag nunmehr die Eintragung des anderen Ehegatte als Miteigentümer im Grundbuch vorzunehmen.

Die Höhe der Kosten kann ich Ihnen leider nicht mitteilen, da diese für die Beurkundung vom Wert abhängen. Auch hinsichtlich der Kosten für die Eintragungen müssen Sie diese in einem Beratungsgespräch mit einem Notar zuvor klären.

Hinweisen möchte ich Sie darauf, dass mit der Eintragung als Miteigentümer nach wie vor das gesamte Grundstück als Sicherheit für eingetragene Grundpfandrechte( Grundschulden etc.) belastet ist. Kommt also der eine Ehegatte seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen aus einem Darlehnsvertrag nicht, kann das Kreditinstitut das gesamte Grundstück, auch den Anteil des neuen Miteigentümers, verwerten.

Weiter weise ich zumindest darauf hin, dass nur beide gemeinsam das Grundstück veräußern können. Kommt es zu einer Scheidung und die Ehegatten sind sich nicht einig, wie hinsichtlich des Grundstückes die Auseindersetzung durchgeführt werden soll, bleibt nur die Zwangsversteigerung. Nur auf diesem Weg kann man eine Miteigentumsgemeinschaft auseinandersetzen, wenn eine einvernehmliche Lösung nicht möglich ist.

Demgegenüber steht aber die Sicherheit, dass der andere Ehegatte nunmehr das Grundstück nicht mehr allein veräußern kann.

Eine andere Möglichkeit, den "Gleichstand" annähernd herzustellen, kann eine Ehevertrag sein, der notariell zu Beurkunden ist. Zumindest hinsichtlich der Scheidung könnte bereits eine Regelung aufgenommen werden, die dem nicht eingeentragenen Ehegatten einen finanziellen Ausgleich im Falle der Scheidung gewährt.

Für den Erbschaftsfall könnte auch nur ein Erbvertrag zumindest annähernd einen Ausgelich schaffen. Nach wie vor bestehen bleiben aber Pflichteilsansprüche möglicher Kinder.

Ich rate Ihnen, die Angelegenheit insgesamt mit einem Notar zu erörtern. Da eine notarielle Beurkundung erforderlich ist, können Sie mit diesem die verschiedenen Möglichkeiten erörtern, was in der notwendigen Ausführlichkeit hier nicht möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 13.04.2007 | 13:08

Vielen Dank für Ihre Auskunft. Nachfrage:
würden außer den notariellen Kosten noch andere finanzielle
Belastungen zu erwarten sein, wie Schenkungssteuer usw. und wer könnte darüber Auskunft erteilen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.04.2007 | 15:07

Sehr geehrte Ratsuchende,

neben den notariellen Kosten, kommen die Kosten der Eintragung beim Gericht hinzu.

In Bezug auf die steuerrechtliche Seite sollten sie einen Steuerberater zu Rate ziehen. Grundsätzlich greift in diesem Fall zwar die Schenkungssteuer nicht, wenn die Immobilie selbst genutzt wird.

Es kann aber dazu kommen, dass das Finanzamt die Übertragung zum Anlass nimmt, die letzten zehn Jahre auf Schenkungen zu prüfen. Sie sollten daher zur Absicherung einen Steuerberater aufsuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Umfangreiche Beantwortung, verschafft mehr Rechtssicherheit. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER