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Änderung eines Ehegattentestamentes

07.11.2011 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


20:06

Hallo,

die Ausgangssituation ist die:

Ca.2005 erstellte meine Schwester und mein Schwager ein Ehegattentestament (Berliner Testament)beim Notar.Begünstigt ist der jeweilige,letzte noch lebende Ehegatte und danach die Tochter und der Sohn zu gleichen Teilen.
Der Knackpunkt ist,
das der Sohn und die Tochter aus der erste Ehe des Ehemannes stammen.
Die Heirat war ca. 1964 in der DDR.
Die Kinder sind nicht die leiblichen Kinder meiner Schwester.Meinem Schwager und meiner Schwester geht es gesundheitlich nicht besonders und sie haben sich eigentlich aktivere Hilfe,in Ihrer Situation vor allem vom Sohn erwartet.
Meine Schwester stellt deshalb,das jetzige Testament in Frage und möchte Änderungen zu meinen Gunsten einbringen ohne das ich etwas diesbezüglich angestrebt hatte.

Ich habe folgende Fragen:

1.Ist eine Testamensänderung jetzt noch möglich

2.Sollte eine Änderungsklausel,nachträglich in das Testament eingebracht werden.

3.Was wäre,wenn mein Schwager einer Änderung,des Testamentes nicht zustimmt,damit seine Kinder alles erben.

4.Bin ich als Bruder überhaupt erbberechtigt und wenn nicht,wie könnte meine Schwester mich
berücksichtigen.

Mit großen Interessesehe sehe ihrer Stellungsnahme entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

07.11.2011 | 11:40

Antwort

von


(1219)
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Solange beide Ehegatten noch leben, können Sie das gemeinschaftliche Testament widerrufen. Der Widerruf ist möglich, in dem die Ehegatten beiderseitig durch ein neues gemeinschaftliches Testament einen Erben bestimmen. Alternativ kann durch einen Erbvertrag zwischen den Eheleuten eine neue Erbeinsetzung vorgenommen werden. Ferner besteht die Möglichkeit, das Testament gemeinschaftliche zu vernichten; vergl. § 2255 BGB .

Stirbt ein Ehegatte, erlischt das Widerrufsrecht des anderen Ehegatten. Das ergibt sich aus § 2271 Abs. 2 Satz 1 BGB .

Entsprechend den unter Ziffer 1. genannten Voraussetzungen kann das bestehende Testament widerrufen und ein neues Testament mit einer neuen Bestimmung errichtet werden.


2.

Wenn beide Ehegatten zustimmen kann die gewünschte Erbfolge natürlich auch geregelt werden. Nochmals: Einseitig ist das aber nicht möglich.


3.

Wenn der Schwager einer Änderung nicht zustimmt, bleibt es beim jetzigen Testament.


4.

Sie können in einem neuen Testament berücksichtigt werden, sofern das bestehende Testament, wie oben ausgeführt, widerrufen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 06.10.2013 | 19:06

Entschuldigung aber der Punkt 4,wurde inhaltlich nicht richtig beantwortet.Meine Frage war,wie kann meine Schwester mir ihren Erbteil zukommen lassen,obwohl ich laut Testament nicht erberechtigt bin.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.10.2013 | 20:06

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Die Frage 4 hatte ich schon korrekt beantwortet.

Nochmals: Solange das gemeinschaftliche Testament Bestand hat, kann Ihre Schwester das Testament nicht einseitig abändern.

Nach dem Tode des Längstlebenden werden die Tochter und der Sohn Erben.

Fazit: Ihre Schwester kann das Testament nicht dahingehend abändern, als daß sie Sie als ihren Erben einsetzt.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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