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Änderung des Nachnamens


30.06.2006 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht



Guten Tag,

ich bin 25 Jahre, deutscher Staatsangehöriger und gleichzeitig Resident in den USA (Greencard). Mein "deutscher" Nachname hat im Englischen die Bedeutung eines Schimpfwortes. Daher haben bereits meine Eltern diesen Namen für die USA ein ganz klein wenig abgeändert, so dass er kein Schimpfwort mehr darstellt. Es wurde nur ein Buchstabe ausgetauscht. Seit ich geboren bin, habe ich in den USA meinen "amerikanischen" Nachnamen. Alle offiziellen amerikanischen Dokumente sind auch darauf ausgestellt. Nur im deutschen Paß steht mein "deutscher" Nachname.

Seit einiger Zeit lebe ich nun dauerhaft in Deutschland und muß hier meinen "deutschen" Nachnamen benutzen. In meinem Job habe ich viele Kontakte in den amerikanischen Raum. Kommen Geschäftspartner nach Deutschland und meine Kollegen stellen mich mit meinem "deutschen" Nachnamen vor gibt es ein Gelächter.

Nun war ich beim Standesamt Frankfurt am Main und wollte meinen "deutschen" Nachnamen in meinen "amerikanischen" Nachnamen ändern lassen. Die Beamtin meinte, in meinem Falle sei überhaupt kein Problem, eine Namensänderung durchzubringen. Allerdings würde der "amerikanische" Nachname in keinem "Nachnamensbuch" verzeichnet sein. Es handele sich also nicht um einen gültigen Nachnamen. Ich könne aber gerne den Geburtsnamen meiner Mutter annehmen. Das will ich aber nicht, denn das ist ein völlig anderer Name.

Ich möchte meinen leicht abgewandelten "amerikanischen" Nachnamen. Ist den USA ist er ja auch gültig. Dort benutze ich ihn.

Welche rechtlichen Möglichkeiten bieten sich mir, eine Namensänderung in meinen "amerikanischen" Nachnamen durchzusetzen, auch wenn dieser nicht in irgendeinem "offiziellen deutschen Namensverzeichnis" geführt wird?

Vielen Dank.

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Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Im Namensänderungsgesetz (NamÄndG) und den dazu erlassenen Durchführungsverordnungen und Verwaltungsvorschriften ist in Ihrem Fall geregelt, in welchen Fällen die Änderung von Namen zulässig ist. Voraussetzung für die Namnesänderung ist dabei das Vorliegen eines wichtigen Grundes. Ein wichtiger Grund für die Namensänderung liegt vor, wenn das schutzwürdige Interesse des Antragstellers an der Namensänderung gegenüber den etwa entgegenstehenden schutzwürdigen Interessen anderer Beteiligter und dem berührten öffentlichen Interesse überwiegt. Im Interesse des Antragstellers rechtfertigt der Umstand, dass ein Familienname anstößig oder lächerlich klingt oder Anlass zu frivolen oder unangemessenen Wortspielen geben kann, regelmäßig eine Namensänderung.

Im Gesetz ist nicht festgelgt, in wieweit der Name geändert werden kann, d.h. nach dem NamÄndG wäre eine Änderung in Ihren "amerikanischen Namen" nicht ausgeschlossen.
Dies ist in den Verwaltungsvorschriften, der einzelnen Länder festegelegt.
Wenn Sie nun belegen, dass Sie den Namen in den Vereingten Staaten bereits führen und er auch in Deutschland bereits vertreten ist, müsste nach meiner Ansicht eine Änderung auch ohne Eintragung in das offizielle Namesverzeichnis möglich sein.

Gegen eine negative Entscheidung der zuständigen Behörde können Sie rechtzeitig Widerspruch einlegen und nach erfolglosen Widerspruch vor dem Verwaltungsgericht klagen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Kanzlei Scholz/Kieppe

Noch ein Ausszug aus dem NamensänderungsGesetz:

§ 3 NamÄndG
(1) Ein Familienname darf nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt.

(2) Die für die Entscheidung erheblichen Umstände sind von Amts wegen festzustellen; dabei sollen insbesondere außer den unmittelbar Beteiligten die zuständige Ortspolizeibehörde und solche Personen gehört werden, deren Rechte durch die Namensänderung berührt werden.

§ 1 NamÄndG
Der Familienname eines deutschen Staatsangehörigen oder eines Staatenlosen, der seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Deutschen Reich hat, kann auf Antrag geändert werden.

Bei der Beantwortung der Frage möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass es sich um nur um eine erste rechtliche Einschätzung handelt. Eine genaue Prüfung der Erfolgsaussichten eines möglichen Vorgehens Ihrerseits würde noch mehr Informationen erfordern und ist im Rahmen dieses Forums nicht möglich. Gerne stehen wir Ihnen aber für ein weiteres Vorgehen zur Seite.



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