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Änderung d. Mietverhältnisses / keinen aktuellen Vertrag erhalten

| 09.10.2012 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wohnte bis vor 6 Monaten zusammen mit einer Verwandten seit 15 Jahren gemeinsam in einer Mietwohnung. Der Vermieter dieser Wohnung ist verstorben. Die Verwandte hat dessen leerstehende Wohnung übernommen, ich bin in der bisherigen Wohnung verblieben.
Die neuen Vermieter waren einverstanden, die Verwandte hat bei eihrem Einzug sofort einen neuen eigenen Mietvertrag erhalten.

Ich warte seitdem auf die eingetragene Änderung in "meinem" alten Mietvertrag, der auf uns beide lief und ja nun so nicht mehr gültig ist - er läuft quasi weiter so und ist falsch, da zwei Mieter genannt sind (beide hatten seinerzeit unterschrieben). Die Nebenkosten wurden zwar reduziert auf eine Person und mir wurde beim Umzug der Verwandten mündlich vom einem Vertreter des Vermieters zugesichert, daß ich einen geänderten Vertrag erhalte, dies ist bis heute nicht passiert! (6 Monate).
Ich kann mir nicht vorstellen, daß dies korrekt ist und ich möchte jetzt den Mietvertrag mit der korrekten Situationslage schriftlich einfordern, da ich ohne aktuellen Beleg meiner Mietsituation dastehe. Auch wenn meine Verwandte gestrichen wurde im Vertrag, habe ich davon nie einen Beleg erhalten!
Wie soll ich vorgehen? Und wie formuliere ich das am besten?

Sehr geehrte Ratsuchende,

die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Angaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung nicht ersetzen.

Ich möchte Ihre Frage wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem Mietvertrag um einen gemeinschaftlich unterschriebenen Mietvertrag handelt. Bei so einem Vertrag ist grds die Kündigung von allen Mietern notwendig.
Der neue Vermieter hat sich jedoch einverstanden erklärt, einen der Mieter (Ihren Verwandten) aus dem (alten) Mietvertrag zu entlassen. Dies kann auch stillschweigend bzw. konkludent erfolgen.

Es empfiehlt sich jedoch, wie Sie bereits richtig vermuten, dies schriftlich zu fixieren.

Dies auch aus dem Grund, da grds. diejenigen, die den Mietvertrag gemeinsam Unterschreiben, Gesamtschuldner sind.

Überdies sollten die angepassten Nebenkostgenvorrauszahlungen auch schriftlich niedergelegt werden.

Fordern Sie Ihren Vermieter nochmals mit Einschreiben/Rückschein auf,mit einer Frist von 14 Tagen, ihnen den angepassten Vetrag zukommen zu lassen. Machen Sie Ihn darauf Aufmeksam, dass Sie auf Grund der geänderten Situation, Rechtssicherheit haben möchten. Auf Anpassung des Vertrages haben Sie einen Anspruch,da der Vermieter sich auch mit dem Auszug des ehemaligen Mieters einverstanden erklärte.Ein weiteres Argument wäre, dass der Mietvertrag unter anderem auch vorgelegt werden müsste, wenn z.B. staatliche Beihilfen ín Anspruch genommen werden müssten. Es würden dann sämtliche im Mietvertrag stehende Personen berücksichtigt.

Sie können dem Vermieter auch anbieten, ein vorformuliertes Schreiben zu Unterzeichen, das Bestandteil des Mietvertrages werden soll.

Man könnte Formulieren:

Die Parteien, Mieter (Name..), ausgeschiedener Mieter (Name.. und Vermieter (Name..) sind sich einig,dass der (Name ausscheidende Mieter) aus dem Mietverhältnis (Mietobjekt, Str. Wohnung) mit Wirkung zum (Datum..) ausscheidet bzw. ausschied. Vermieter und Mieter sind sich einig, dass das Mietverhältnis unverändert, mit Ausnahme der Nebenkostenvorrauszahlungen, die sich ab... auf .... belaufen, fortgeführt wird.


Diese Vereinbarung soll Bestandteil des Mietvertrages vom.... werden.

Ort, Datum 3 Unterschriften





Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.
Bei Nachfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Pothmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.10.2012 | 14:44

Guten Tag, Herr Pothmann,

vielen herzlichen Dank für Ihre hilfreiche Antwort! Das bestätigt mein "Gefühl" und ich habe gleich Argumente erhalten, wie ich meinen Wunsch nach klarer schriftlicher Regelung begründen kann.

Ich sitze gerade an dem Schreiben an meinen Vermieter, das ich nachher bei Einschreiben absenden werde.
Eine letzte Frage noch: die neuen Vermieter sind (jetzt schon...) bekannt dafür, daß sie sich gerne "tot" stellen. D.h. ich erhalten vermutlich wirklich nur Schweigen im Walde.

Ich setze die Frist auf 26.10.2012 und dann...? Gleich reinschreiben, daß ich die Änderung einfordern lassen werde, sollte ich bis dato nichts hören? Wenn ich nichts höre, was gut sein kann, bleibt mir ja letztlich nur der Gang zum Rechtsanwalt hier (Ba-Wü.), der die Unterlagen-Änderung dann einfordert. Man will ja nicht drohen oder so, aber Vermieter die sich totstellen und hofen, es regelt sich alles ovn selbst, behagen mir nicht so dolle.
Danke noch für die Antwort auf diese Frage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2012 | 15:21

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich beantworte Ihre Nachfrage wie folgt:

Sie können dem Vermieter den Gang zum Anwalt grds. androhen. Die Frage ist jedoch, ob das Verhältnis dann zwischen Ihnen und den Vermietern möglicherweise noch angespannter wird.
Sie schreiben, dass die Nebenkosten bereits geändert wurden, wenn auch nicht schriftlich fixiert. Dies zeigt zumindest, das der Vermieter seiner Pflicht faktisch schon nachgekommen ist. Es feht jedoch die schriftliche Anpassung, die allen beteiligten Parteien Rechtssicherheit gibt.

Ich würde Ihnen raten, den Vermieter, mit den oben genannten Argumenten, aufzufordern, die Vertragsanpassung vorzunehmen, bzw. die Vereinbarung zu Unterzeichnen.

Diese fixiert letztentlich den jetzigen Zustand. Dabei würde ich zunächst nicht mit einem Anwalt drohen. Sollte der Vermieter sich dennoch nicht melden, können Sie immer noch einen Kollegen aufsuchen. Dies brauchen Sie vorher nicht androhen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen viel Erfolg.
Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Pothmann
Rechtsanwalt




Bewertung des Fragestellers 09.10.2012 | 15:51

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Das wir mir sehr wichtig und hat wirklich geholfen. Durch die kostenlose Nachfrage-Möglichkeit konnte ich letzte Unsicherheiten beseitigen, nochmal hilfreich.
Sehr zügige Antwort, auch das für mich positiv, weil man doch bei solchen Fragen gerne mal im (selbstgemachten) Stress ist oder gerne vor sich hingrübelt. Bestnote von mir. Danke!"