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Änderung Steuerbescheid - Erstellt das Finanzamt neue Steuerbescheide für jeden von uns?

| 07.08.2010 16:50 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Florian Würzburg


Ich (Angestellter) bin seit mehr als 1 Jahr von meiner Frau (Hausfrau ohne Einkünfte, aber mit Ebayhandel mit Secondhand-Kleidung) geschieden. Wir lebten in Gütertrennung, wählten steuerlich Zusammenveranlagung mit Ehegattensplitting und ich hatte Stkl.3. Inzwischen arbeitet meine Exfrau als Angestellte und kann sich davon ohne nachehelichen Unterhalt ernähren.

Überraschend erhielt ich erhöhte Steuerbescheide für die letzten 6 Ehejahre, da der Ebayhandel vom Finanzamt als Gewerblich eingestuft wurde und die plötzlichen (steuerpflichtigen) Einkünfte meiner Exfrau überhöht geschätzt würden.

Ich möchte, bis der Fall geklärt ist, für die betreffenden Jahre eine Aufteilung der Gesamtschuld nach §268 AO beantragen.

Was muss ich dennoch zahlen?
Erstellt das Finanzamt neue Steuerbescheide für jeden von uns?
Verliere ich den Splittingvorteil?
Wer muss die Zinsen auf Einkommensteuer bezahlen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich auf Basis Ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt:

1.
Beantragen Sie Aufteilung der Gesamtschulden gem. §§ 268, 273 AO.
Das Gesamtschuldverhältnis von Ihnen und Ihrer Ehefrau bleibt bestehen, die Aufteilung betrifft nur den an einem bestimmten, maßgebenden Zeitpunkt noch offenen Rest-die Zusammenveranlagung kann bestehen bleiben (vgl. BFH Urteil vom 12.06.1990 - VII R 69/89).

2.
Das Finanzamt erlässt gem. § 279 AO einen schriftlichen Aufteilungsbescheid.

3.
Die steuerlichen Nebenleistungen (Zinsen etc.) können ebenfalls durch das FA aufgeteilt werden (BFH v. 30.11.1994, XI R 19/94, BStBl II 1995, 487).

Grundsätzlich empfehle ich Ihnen, einen im Steuer- und Familienrecht versierten Rechtsanwalt oder Steuerberater zu konsultieren und dort die vorliegenden Bescheide und den gesamten Sachverhalt prüfen zu lassen.

Selbstverständlich steht Ihnen unser Büro bei Interesse gerne für eine entsprechende Mandatierung zur Verfügung.

Ich wünsche Ihne noch ein angenehmes Wochenende.

Nachfrage vom Fragesteller 07.08.2010 | 19:37

Hallo Herr Würzburg,

danke für die Antwort.
Eine kurze Nachfrage zur Aufteilung des ''offenen Restes'':

Ist es sicher, dass nur die Steuer aus dem geschuldeten Mehrverdienst aufgeteilt wird und nicht eine komplette Neuberechnung der Einkommen, wobei die Ehegatten dann ''wie unverheiratete Singles mit Steuerklasse I'' behandelt würden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.08.2010 | 20:02

So sieht es das Gesetz vor, so lange Sie oder Ihre Frau nicht die getrennte Veranlagung beantragen.

Umfangreiche Informationen nebst Rechenbeispielen finden Sie bei Interesse in folgender Verwaltungsanweisung: FinMin Bremen, 5.8.2003, S 0520 - 172 - 2293

Bewertung des Fragestellers 07.08.2010 | 20:34

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