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Änderung Familienname ohne Scheidung

18.08.2015 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte(r) Anwalt(in),
Vor knapp 5 Jahren haben mein Mann und ich geheiratet. Obwohl ich bis dato immer gesagt hatte, dass ich meinen Mädchennamen niemals ändern würde, habe ich damals dann doch den Namen meines Mannes angenommen. Mein Mann hatte bereits einen Sohn aus erster Ehe, er wollte weiterhin den gleichen Namen tragen wie er. Ich war zum Zeitpunkt unserer Heirat ebenfalls bereits schwanger. "Hormonumnebelt" sagte ich mir, dass mein Kind bei meinem Mann ebenfalls einen gleichen Stellenwert haben sollte wie der erste Sohn meines Mannes - und nahm seinen Nachnamen an (es kam für mich nie in Frage anders zu heißen als meine Kinder).
Mit der Geburt unseres ersten Kndes fingen aber die Probleme mit meinen Schwiegereltern an. Ich und auch meine (inzwischen 2) Kinder erfuhren kontinuierlich Zurückweisung, Ablehnung von ihnen. Wir werden nicht als zur Kernfamilie zugehörig betrachtet. Für mich ist es deshalb eine Schmach, ihren Namen tragen zu müssen. Auch für meine Kinder finde ich es schrecklich. Ich empfinde es als eine psychische Last, dass meine Kinder und ich den Namen dieser Menschen tragen müssen, die uns offenkundig ablehnen. Meine Eltern und Geschwister versuchen, diese Demütigungen zu kompensieren, es wäre für mich eine Ehre, wenn meine kleine Familie ihren Namen tragen dürfte. Meine Kinder sind inzwischen 3 und 4 Jahre alt, wir leben zur Zeit temporär im Ausland. Mein Mann steht zu 100% hinter mir und wir möchten uns auf keinen Fall scheiden lassen. Wie werden meine Kinder und ich diesen Nachnamen wieder los???

Sehr geehrte Ratsuchende,


die von Ihnen gewünschte öffentlich-rechtliche Namensänderung hat absoluten Ausnahmecharakter und dient ausschließlich dazu, Unzuträglichkeiten im Einzelfall zu beseitigen.

Ein Familienname darf nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt und dieser „wichtige Grund" ist von Ihnen dann nachvollziehbar darzulegen und ggf. nachzuweisen. Dabei müssen Sie dann erhebliche Unzuträglichkeiten bei der Führung des vorhandenen Namens, die es zu beseitigen gilt, vorweisen.



Allein Zurückweisung und Ablehnung wird dabei kaum ausreichend sein. Ihr sicherlich berechtigtes subjektives Interesse, einen anderen Familiennamen führen zu wollen, reicht allein betrachtet nicht aus.



Aber sofern Sie ausführen, dass eine psychische Last wegen des Namens besteht, könnte dass ein Ansatzpunkt sein, wobei Sie dieses dann aber unbedingt weiter ausführen und auch nachweisen müssen, damit der Antrag nicht gleich zurückgewiesen wird. Insoweit wäre eine ärztliche Bescheinigung hinsichtlich dieser Last mehr als hilfreich.


Nur dann kann nach § 3 NamÄndG ein wichtiger Grund, der die Änderung rechtfertigen würde, der Behörde erfolgreich dargelegt werden. Denn das schutzwürdige Interesse des Antragstellers muss so wesentlich sein, dass die Belange der Allgemeinheit zurücktreten müssen.


Und nach Ihrer derzeitigen Sachverhaltsdarstellung kann das allenfalls über die - ärztlich bescheinigte - psychische Last erreicht werden, wobei dann ggfs. zur Beurteilung der seelischen Belastung im Rahmen eines solchen Anliegens ein psychologisches Gutachten anzufertigen ist (VG Berlin, Urt.v. 14.05.2004, Az.: 3 A 1863.03).



Daher wäre der nächste Schritt die Erlangung einer einsprechenden ärztlichen Bescheinigung, da ansonsten die Gefahr besteht, dass der Antrag auf Namensänderung zurückgewiesen wird.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg










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