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Änderung Abflughafen und Abflugzeit


18.12.2017 09:58 |
Preis: 30,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Anwälte,
ich habe mit meiner Familie eine Pauschalreise über Opodo mit Neckermann gebucht. Die Reise sollte vom Flughafen Paderborn am 31.12.17 um 18:25 starten mit Niki Fly, am 30.11.17 erhielten wir von Neckermann eine Flugzeitenanpassung am Flughafen Paderborn. Der Flug sollte jetzt um 13:50 starten.
Aufgrund der Insolvenz der Fluggesellschaft Niki ist unser Flug hinfällig geworden und auf Nachfrage wurde ich heute davon in Kenntniss gesetzt das wir keinen Flug ab Paderborn bekommen würden, sondern als Ausweichmöglichkeit Frankfurt, Düsseldorf, Hannover möglich wären. Düsseldorf würde um 11:15 fliegen.
Da wir diesen Urlaub als Familie mit zwei Kindern im Alter von 6 Monaten und 12 Jahren antreten wollten, sehen wir für uns eine erhebliche Belastung der Anreise. Es sind in der Buchung zwar Rail and Fly Tickets inkludiert, jedoch haben wir explizit Paderborn als Abflughafen gewählt, da dieser 20 kilometer entfernt ist und für uns gut mit dem PKW erreichbar ist. Jetzt sollen wir uns bei noch nicht sicheren Witterungsbedingungen mit dem PKW nach Düsseldorf, mit horrenden Parkkosten einstellen. Oder per Bahn mit Kindern und Gepäck durchquälen. Ich muss noch erwähnen das meine Frau im 4. Monat schwanger ist.
Die Gesammtkosten der Reise betragen ca. 950 Euro
Welche Möglichkeiten haben wir, sei es in Bezug auf Rücktritt und Schadensersatz oder bei Duchführung und Anspruch auf Mangel?
18.12.2017 | 10:52

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Änderungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Ein Rücktritt von einem Reisevertrag bei Pauschalreisen ist nur möglich wenn die Änderungen "unzumutbar" sind. Was unzumutbar ist wird von den Gerichten unterschiedlich ausgelegt. Es wird aber immer aus einem "objektiven Empfängerhorizont" heraus bewertet. Das bedeutet, dass es nicht auf Ihre persönlichen Ansichten ankommt. Bereits mehrfach haben die oberen Gerichte eine Zugfahrt im ICE von mehreren Stunden für zumutbar gehalten.
Die Änderung der Abflugzeiten ist in Ihrem Fall auch kein Mangel. Es läge dann ein Mangel vor, wenn die Zeiten in "Unzeiten" gelegt würden. Das heißt wenn Sie dadurch in Ihrer Nachtruhe gestört würden.
Selbst wenn ein Mangel gegeben wäre, liegt die Insolvenz einer Fluglinie außerhalb des Beeinflussbaren des Reiseunternehmens, sodass auch dadurch ein Anspruch auf Schadensersatz ausgeschlossen würde.

Meine Empfehlung: Schreiben oder Rufen Sie das Reiseunternehmen an, schildern Sie die Problematik (insbesondere die Schwangerschaft Ihrer Frau) und versuchen Sie die Parkgebühren am Flughafen raus zu handeln. Oft sind Reiseunternehmen hier kulant. Eine rechtliche Verpflichtung ist nicht gegeben.

Es tut mir leid, Ihnen keine für Sie bessere Auskunft erteilen zu können.
Ich wünsche Ihnen und besonders Ihrer Frau alles Gute.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Ich


Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2017 | 13:03

Sehr geehrter Hr. Krueckemeyer,
leider hilft mir die von Ihnen gegebene Antwort nicht konkret weiter.
Trifft hier denn nicht zu das nach § 651 c , 1 BGB hat der Reiseveranstalter die gebuchten Reiseleistungen so zu erbringen, dass die zugesicherten Eigenschaften auch eingehalten werden?
Besteht hier nicht ein Rücktrittsrecht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2017 | 13:16

Sehr geehrter Fragesteller,

die Rücktrittsrechte im Reisevertrag sind geregelt in den Paragraphen 651 e und 651 i BGB.

§ 651 i BGB regelt den Fall, dass der Reisende von der Reise ohne Angaben von Gründen zurücktreten will. Dieses Recht steht Ihnen natürlich offen. In diesem Fall werden allerdings Stornogebühren fällig.

§ 651 e BGB regelt den Fall des Rücktritts bei einem Mangel. Ein Mangel liegt vor wenn die Verpflichtungen aus dem Reisevertrag (zum Beispiel die von Ihnen genannte Zusicherung) nicht erbringt. Die Rechtsprechung sagt aber ganz klar, dass hier eine Unzumutbarkeit hinzutreten muss. Dies ist bei Ihnen leider nicht der Fall (wie oben ausgeführt). Ein Rücktritt wegen Reisemangels hat keine Aussicht auf Erfolg.

Es tut mir leid, wenn Ihnen diese Antwort nicht gefällt. Persönlich kann ich auch nachvollziehen, dass die Verlegung des Abflugortes für Sie eine erhebliche Mehrbelastung darstellt. rechtlich werden Sie hier aber nicht weiterkommen.

Sollten Sie weitere Nachfragen haben, können Sie mich gerne via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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