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Adoption/Unterhatlsrecht


| 03.06.2017 11:44 |
Preis: 64,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch



Ich versuche den Fall so kurz und knapp wie möglich zu schildern.
Ich habe 3 Kinder 32,28,26 vom Vater der Kinder bin ich seit 1994 geschieden, da waren die Kinder 2,6.9. In der Zwischenzeit war ich noch einmal verheiratet.
Mit diesem Mann kamen meine Kinder aber nicht zurecht.Daher erfolgte 1997 die Scheidung.
Im Jahr 2006 habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt, der wie ein Vater zu meinen Kindern ist und die Kinder, wenn er schon Erwachsen, uns als eine Famillie betrachten, damit auch meinen Mann als Ihren Vater.
Der Vater der Kinder hat eine paranoide Schizophrenie. Von daher war zwar immer noch ein Kontakt da, dieser aber aufgrund der Erkrankung sehr schwierig.
Die Kinder haben zu ihrem Vater keine Beziehung. Jetzt wird aber vermutlich der Fall eintreten, dass der leibliche Vater in eine Pflegeeinrichtung beziehungsweise in eine Betreuung überführt werden muss.
Nun ist die Frage wie sind hier die Möglichkeiten einer Volladoption durch meinen Ehemann.

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Sehr geehrte Mandantin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne möchte ich Ihnen diese wie folgt beantworten:

Die Adoption von Volljährigen führt im Grundsatz zu einer so genannten "Adoption mit schwachen Wirkungen".
Das bedeutet, dass die adoptierten Kinder zwar mit dem Adoptierenden als verwandt gelten, die Verwandtschaft - und damit leider auch eine mögliche Unterhaltspflicht gegenüber einem bedürftig werdenden leiblichen Elternteil - jedoch nicht erlöscht.

Es gibt eine Ausnahmevorschrift, mit welcher der Gesetzgeber Fälle geregelt hat, in denen eine Erwachsenenadoption mit "starken Wirkungen" erfolgen kann, die Verwandtschaft samt erb- und unterhaltsrechtlichen Folgen gegenüber dem leiblichen Elternteil also erlischt.

Diese Vorschrift ist in § 1772 BGB geregelt und sieht in Abs. 1, Satz 1 Ihren Fall vor, dass nämlich die Kinder des Ehepartners, als Ihre Kinder, angenommen werden sollen.
Eine Erwachsenenadoption mit Vollwirkung ist damit vom Grunde her auf Antrag möglich.

Bitte beachten Sie aber, dass nach § 1772 Satz 2 BGB keine überwiegenden Interessen des leiblichen Vaters dagegensprechen dürfen. Hiermit sollen gerade eben Fälle verhindert werden, in denen eine Unterhaltspflicht "über den Umweg einer Adoption" verhindert werden soll.

Sofern also klar ist, dass der Vater Ihrer Kinder durch die Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung bedürftig wird und Ihre Kinder leistungsfähig wären, kann der Antrag auf Erwachsenenadoption leider zurückgewiesen werden.

Da ich die finanziellen Hintergründe der am Fall Beteiligten nicht kenne, kann ich Ihnen hierzu leider keine genauere Angabe machen.
Ich bedauere, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können und stehe für eventuelle Rückfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 03.06.2017 | 15:50

vielen Dank für Ihre Antwort. Eine kurze Nachfrage hätte ich dann noch. Zum jetzigen Zeitpunkt wären die Kinder noch nicht leistungsfähig ( Studienkredite müssen zurückgezahlt werden) Zählt in diesem Fall die jetzige Situation oder wird eventuell ein zu erwartendes Einkommen berücksichtigt.Also, könnte dem Antrag unter den Bedingungen, dass zurzeit keine Leistungefähigkeit für ca 1-2 Jahre zu erwarten ist, dem Antrag stattgegeben werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.06.2017 | 16:40

Sehr geehrte Mandantin,

nein, man würde die Angelegenheit in der Tat perspektivisch betrachten. Da mit einiger Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass die Leistungsfähigkeit der Kinder in absehbarer Zeit erheblich steigt, würde die Adoption an dieser Stelle höchstwahrscheinlich scheitern.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 03.06.2017 | 16:50


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