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Adoption und Führungszeugnis


| 19.05.2005 10:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo,

wenn jemand die Kinder seines Ehegatten nach 3-jähriger Ehe adoptieren will, muss er ein Führungszeugnis vorlegen. ist es sinnvoll, die Adoption zu beantragen, wenn das Führungszeugnis einen Negativeintrag bzgl. eines Sexualdeliktes (frühere Ehefrau) enthält?

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:

Die Beantwortung Ihrer Frage hängt von vielen einzelnen Faktoren ab, die hier nicht abschließend beurteilt werden können.

Bei der Adoption geht es nur noch um das Kindeswohl.

Dazu wird die Geeignetheit des Bewerbers geprüft – in vielen verschiedenen Stufen.

Das vorliegen einer Vorstrafe kann selbstverständlich dazu führen, dass die Geeignetheit verneint wird – insbesondere im Hinblick auf die von Ihnen beschrieben Tat.

Andererseits ist zu berücksichtigen, dass Sie ja schon mit den Kindern zusammen leben und sich evtl. schon ein Vater-Kind-Beziehung aufgebaut hat.

Generell wird die Vorstrafe das Verfahren sicherlich erschweren – alles andere hängt von den weiteren Umständen ab. Trotzdem sollten Sie versuchen, den Antrag zu stellen. Dabei sollten Sie die genauen weitern Umstände ausführlich schildern und auf Ihre Geeignetheit abstellen.

Ich hoffe, Ihre Frage trotzdem hinreichend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.05.2005 | 12:41

Sehr geehrter Herr Steininger,

zunächst mal möchte ich mich für die schnelle Antwort bedanken.
Tatsächlich ist es so, dass der leibliche Vater seit ca. 1 Jahr "verschwunden" ist und auch keinen Unterhalt mehr zahlt. das Gericht müsste hierbei auch die Zustimmung des Vaters ersetzen. Wie sehen Sie die Chancen dazu vor diesem Hintergund?

Besten Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.05.2005 | 12:54

Für Ihre Geeignetheit sehe ich keine Änderung.

§ 1748 BGB ermöglicht die Ersetzung der Zustimmung beim Fehlverhalten eines Elternteil - und stellt insoweit nur auf dieses ab.

Gleichgültigkeit liegt vor bei gänzlicher Teilnahmslosigkeit gegenüber dem Kind (BayObLG FamRZ 02, 1142) - dies wird hier zu bejahen sein. In Anlehnung an Abs II Satz 3 wird von mindestens 5 Monaten ausgegangen. Für die Zustimmungsersetzung scheinen nach Ihrer Schilderung diesbezüglich also grundsätzlich gute Chancen zu bestehen.

Was ich natürlich beurteilen kann ist die weitere Voraussetzung, dass ein unverhätnismäßiger Nachteil für das Kind drohen muss. Hier kommt es auf eine Einzelfallanwägung im Hinblick auf die neuen Verhältnisse an, die nur nach Kenntnis der Verhältnisse erfolgen Kann (BayObLG FamrZ 75, 232). Keine Unterhaltszahlung reicht regelmäßig nicht aus, weil das Kind anderweitig versorgt wird.

Bewertung des Fragestellers 27.05.2011 | 13:30


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