Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Adoption nach Anklage wegen Besitz kinderpornogafischer Schriften

| 19.03.2011 09:38 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Frau Anwältin, sehr geehrter Herr Anwalt,
ich;männlich, damals mitte 20; wurde im August 2006 wegen besitzes kinderpornografischer Schriften zu 90 Tagessätzen verurteilt. Hierzu muss ich noch sagen, dass bei mir keine Datenträger oder gespeicherte Daten gefunden wurden, sondern gelöschte Dateien die ich mir auf einer Taschbörse "eingefangen" habe als ich normale Erotikfilme gesucht habe.
Zu meiner Frage: Im Zuge eines Adoptionsverfahrens für dass Kind von meiner Frau(wir leben schon über 10 Jahre zusammen) wurde natürlich Auskunft über Einträge im Bundeszentralregister gestellt. Nun bekam ich Antwort vom Gericht, dass aufgrund des Eintrages erhebliche Bedenken zur Adoption erhoben werden. Ohne ein Gespräch mit mir persönlich zur Klärung und Erklärung der damaligen Ereignisse, verstehe ich natürlich die Bedenken dritter. Hier nun die Frage von mir: Wann wird die Verurteilung zu 90 Tagessätzen aus dem Bundeszentralregister gelöscht? Und ist es besser die Adoption zurückzuziehen und auf Löschung zu warten oder die Sache nun durchzuziehen,habe ich überhaupt Chancen?
Vielen Dank im voraus.
Mit freundlichem Gruss
19.03.2011 | 10:41

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Eine Verurteilung zu 90 Tagessätzen wird nach fünf Jahren getilgt. Einschlägig ist diesbezüglich § 46 Abs. 1 Nr. 1 a) BZRG. Dies gilt aber nur dann, wenn kein Strafarrest und keine Jugendstrafe im Register eingetragen ist. Da ich anhand Ihrer Schilderung davon ausgehe, dass bis auf die Verurteilung zu 90 Tagessätzen aus August 2006 keine weitere Verurteilung stattgefunden hat, gehe ich davon aus, dass in Ihrem Fall die fünfjährge Tilgungszeit einschlägig ist.

Die Tilgungsfristen beginnen gemäß §§ 47 Abs. 1, 36 S. 1 BZRG mit dem Tag des ersten Urteils. Wenn also das Urteil im August 2006 gesprochen wurde, läuft die Tilgungsfrist genau fünf Jahre lang. Dies bedeutet aber nicht, dass der Eintrag nach Ablauf der Tilgungsfrist sofort gelöscht wird. Die Löschung selbst findet erst ein Jahr nach Eintritt nach Tilgungsreife statt, hier also im August 2012. Allerdings dürfen während dieser Zeit zwischen Eintritt der Tilgungsreife und Löschung keine Auskünfte über die Eintragung erteilt werden. Dies ergibt sich aus § 45 Abs. 2 BZRG.

In Ihrem Fall gilt nun Folgendes:
Im August 2011 ist die Eintragung tilgungsreif. Die Löschunbg selbst fundet dann im August 2012 statt. Zwischen dem entsprechenden Tag im August 2011 und dem Löschungstermin 2012 darf aber keine Auskunft mehr über die Eintragung erteilt werden.

Ich rate Ihnen zu folgendem Vorgehen:
Sprechen Sie mit dem zuständigen Jugendamt und erklären Sie die Situation. Es ist nur nachvollziehbar, dass Bedenken geäußert werden, wenn man nur die Eintragung zu Gesicht bekommt, aber die näheren Umstände nicht bekannt sind. Versuchen Sie, das Jugendamt davon zu überzeugen, dass hier keine Bedenken bestehen.

Sollte dieser Versuch scheitern, sprechen Sie über die Folgen einer Rücknahme des Adoptionsantrags. Notfalls müssten Sie diesen nach Ablauf der Tilgungsfrist, also Ende August 2011, neu stellen. Dann wird keine Mitteilung über die Veruteilung mehr gemacht.

Ich denke, dass Sie hier trotz der etwas unglücklichen Umstände aus der Vergangenheit gute Chancen auf eine Adoption haben dürften.

Dafür wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sollten hier wichtige Angaben hinzugefügt oder weggelassen worden sein, kann die rechtliche Beurteilung völlig anders aussehen. Diese Plattform kann und will den Gang zu einem Berufskollegen nicht ersetzen.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 19.03.2011 | 21:33

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Thomas Zimmlinghaus »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 19.03.2011
5/5,0

ANTWORT VON

(265)

Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kaufrecht, Familienrecht, Mietrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Internet und Computerrecht, Urheberrecht