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Adoption eins Erwachsenen/Vaterschaft

| 27.02.2009 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


17:45
Sehr geehrte Damen und Herren,

mein "rechtlicher" Vater ist nicht mein leiblicher Vater, da meine Mutter zum Zeitpunkt meiner Geburt noch mit meinem "rechtlichen" Vater verheiratet war. Leider haben es meine Eltern versäumt, nach der Scheidung die Vaterschaft klarzustellen. Kurz vor meinem 20. Geburtstag habe ich einen Antrag beim Gericht gestellt, um die Vaterschaft klarzustellen, dieser wurde dann aber wegen der angeblichen Fristversäumnis abgelehnt, auch eine Beschwerde durch den Anwalt hat leider nichts gebracht. Mein "rechtlicher" Vater möchte nun, dass ich eine Verzichtserklärung unterschreibe, damit meine 3 Schwestern (seine leiblichen Töchter) allein erben. Mein leiblicher Vater ist inzwischen mit meiner Mutter verheiratet.
Auch er möchte nun, dass ich einen rechtlichen Erbanspruch ihm gegenüber habe, genau wie sein Sohn aus früherer Ehe, also mein Halbbruder.
Meine Frage:
Habe ich nach einer Adoption den gleichen Anspruch wie mein Bruder und bleiben die Ansprüche meinem "rechtlichen" Vater gegenüber bestehen, bzw. wie könnte ich darauf verzichten?
Ist es richtig, dass es nicht mehr möglich ist, die Vaterschaft auf andere Weise klarzustellen?

Ich hoffe auf eine baldige Antwort und bedanke mich schon im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Grünberg

27.02.2009 | 17:17

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrte Ratsuchende!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung des von Ihnen gewählten Einsatzes in der gebotenen Kürze wie folgt beantworten möchte.

Ein Kind kann gem. § 1600 I Nr. 4 BGB die Vaterschaft nach Volljährigkeit anfechten durch Klage vor dem Familiengericht innerhalb einer Frist von 2 Jahren. Es kommt für den Lauf der Frist auf die eigene Kenntnis des Kindes an, die Frist beginnt jedoch frühestens mit der Volljährigkeit.
Insofern wird aus Ihren Erläuterungen nicht deutlich, weshalb Sie die entscheidende Frist versäumt haben sollen.

Grds. ist es nach einem solchen Fristversäumnis jedoch nur noch möglich, die Vaterschaft durch Erwachsenenadoption herbeizuführen.
Nach erfolgter Adoption stünden Sie Ihrem Halbbruder erbrechtlich gleich in Bezug auf erbrechtliche Ansprüche gegen den leiblichen Vater.
Erbrechtliche Ansprüche gegen den bisherigen rechtlichen Vater würden mit der Adoption durch den leiblichen Vater wegfallen.
Insofern wäre eine Verzichtserklärung nicht notwendig.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2009 | 17:31

Hallo und vielen Dank für die schnelle Beantwortung!

Ich bin selbst nicht mehr sicher, warum damals die Frist verstrichen war. Damals hatte ich angegeben, erst seit Kurzem Kenntnis zu haben, und dachte die 2-jährige Frist sei gewahrt. Wahrscheinlich hatte das mit dem Antrag auf Rechtskostenbeihilfe zu tun, den ich dann zu spät eingereicht habe.
Mir ist jetzt noch nicht klar, warum die Ansprüche an meinen "rechtlichen" Vater wegfallen, da ich gelesen habe, dass diese bei Erwachsenenadoption bestehen bleiben. Das Gericht hat ja keine Kenntnis, dass mein leiblicher Vater tatsächlich mein leiblicher Vater ist. Es wurde nie ein Vaterschaftstest gemacht, da es nie in Frage gestellt worden ist.
Ich wäre über eine Ergänzung sehr dankbar!
Mit freundlichen Grüßen,
Grünberg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.02.2009 | 17:45

Die Nachfrage wurde im Rahmen der Ergänzung bereits beantwortet.

Ergänzung vom Anwalt 27.02.2009 | 17:42

Leider ist mir bei der Beantwortung zunächst ein Fehler unterlaufen. Sie haben durch die Adoption erbrechtliche Ansprüche gegen den Adoptivvater. Des weiteren blieben Sie gegenüber dem bisherigen rechtlichen Vater voll erbberechtigt.
Hier habe ich zunächst in der Ausgangsantwort bedauerlicherweise die Grundzüge des Minderjährigenadoptionsrechtes und der Erbfolgen beleuchtet.

Insofern könnten Sie natürlich eine Verzichtserklärung ggü. dem rechtlichen Vater unterschreiben. Damit würden Sie jedoch Ihre erbrechtlichen Ansprüchen verlieren.
Diese Verzichtserklärung ist notariell zu beurkunden.

Bewertung des Fragestellers 27.02.2009 | 17:50

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