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Adoption eines 18-jährigen afghanischen Jungen

02.02.2018 13:58 |
Preis: 48,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Der Junge ist bis Ende Mai 18 noch 17 Jahre alt. Seit einem Jahr ist er mein Pflegekind und lebt in unserem Haushalt.
Vorher kannte ich ihn 1 Jahr aus der Gemeinschaftsunterkunft der UMA. Ich bin Erzieherin und arbeite im Internat.
Mein Pflegekind hat Eltern im Iran, deshalb kommt wahrscheinlich nur eine Adoptionsmöglichkeit ab dem 18. Lebensjahr in Betracht. Oder seine Eltern stimmen einer Adoption zu.

Ich arbeite eng mit dem zuständigen Jugendamt zusammen und bin selbst unbefristete Angestellte im Landratsamt.

Wäre ein Bleiberecht nach einer Adoption gesichert und auch die Ausstellung eines deutschen Passes?
02.02.2018 | 14:25

Antwort

von


(353)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Adoption eines erwachsenen Nicht-EU-Ausländers ist zwar grundsätzlich möglich, allerdings wird diese Adoption vermutlich nicht dazu führen, dass der junge Mann ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland erhält.

Hierzu hat das Bundesverfassungsgericht ein Grundsatzurteil gefällt (Urt. vo. 18.04.1989, Az. 2 BVR 1169/84): Hat ein Deutscher einen erwachsenen Ausländer adoptiert, begründet der durch Art. 6 Abs.1 GG gewährleistete Schutz der so entstandenen Familie regelmäßig kein Aufenthaltsrecht des Ausländers.

Anders könnte dies aussehen, wenn besondere Umstände vorliegen und diese bewiesen werden könnten, die einen gemeinsamen Aufenthaltsort zwischen Eltern und Kind erforderlich machen. Wenn zum Besipiel der Adoptierte oder der Adoptierende zwingend auf den Beistand des jeweils anderen angewiesen wären. Hieran sind allerdings strenge Voraussetzungen geknüft.

In der Regel wird eine Adoption einfacher zu dem gewünschten Ziel kommen, wenn diese noch während der Zeit der Minderjährigkeit erfolgt. Dafür ist allerdings die Zustimmung der leiblichen Eltern notwendig.
Zudem dürfte die Zeit bis zur Volljährigkeit knapp werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

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