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Adoption einer Volljährigen

06.06.2011 23:22 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani


Es dreht sich um folgenden Sachverhalt:

Ich (geb. 1976) bin seit meinem 6. Lebenjahr mit meinem Stiefvater (seit 15 Jahren mit meiner Mutter verheiratet) aufgewachsen. Mein leiblicher Vater ist 1999 verstorben. Ich (ledig) habe eine 6 Monate alte Tochter, die meinen Nachnamen trägt.
Mein Stiefvater möchte mich adoptieren. Alle beteiligten Personen sind einverstanden. Zwischen mir und meinem Stiefvater besteht seit über 25 Jahren ein Familienverhältnis.

1. Soweit ich weiß müssen notarielle Anträge bei einem Gericht vorgelegt werden.
Wie ist der genaue Adoptionsantragsverlauf (Notar - Gericht)? Wie hoch sind die (ca.) Kosten (Notar und Gericht in Oldenburg / Niedersachsen)?

2. Ich möchte weiterhin aufgrund meiner Tochter meinen bisherigen Familiennamen tragen bzw. max. einen Doppelnamen erhalten. Ist das möglich?
Oder: Können ich und meine Tochter den Familiennamen meines Stiefvaters gemeinsam annehmen? Wird dann die Geburtsurkunde meiner Tochter geändert?

Herzlichen Dank für Ihre Mühe!

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für die eingestellten Fragen, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Ein Volljähriger kann gem. § 1767 BGB als Kind angenommen werden, wenn die Annahme sittlich gerechtfertigt ist. Dies ist insbesondere anzunehmen, wenn zwischen dem Annehmenden und dem Anzunehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis bereits entstanden ist. Für die Annahme Volljähriger gelten die Vorschriften über die Annahme Minderjähriger sinngemäß, soweit keine Spezialvorschriften bestehen. Die Annahme eines Volljährigen wird gem. § 1768 BGB auf Antrag des Annehmenden und des Anzunehmenden vom Vormundschaftsgericht ausgesprochen. Ob dem Antrag stattgegeben wird, wird immer im Einzelfall vom Gericht entschieden. Man muss daher die Eltern-Kind-Beziehung klar im Antrag erläutern. Nach Ihrer Darstellung bestehen aber gute Chancen dafür, dass dem Antrag stattgegeben wird.

Grundsätzlich erhalten Sie bei einer Adoption den Familiennamen des Annehmenden als Geburtsnamen, so dass sich Ihr Geburtsname ändert.
Es kann zusätzlich ein Antrag nach § 1757 IV Nr. 2 BGB gestellt werden, so dass der alte Name an den neuen Namen angehängt oder vornedran gestellt wird. Sie hätten dann einen Doppelnamen. Bei einer Volljährigenadoption müssen persönliche, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Interessen dargelegt werden, warum der Name angefügt werden soll. Wird Ihr Name geändert, so erstreckt sich dies auf auf Ihr Kind.

Beizubringen ist dem Antrag ein notariell beurkundeter Antrag des Annehmenden und des Anzunehmenden. Wenn Sie verheiratet sein sollten, bedarf es auch einer notariell beurkundeten Einwilligungserklärung Ihres Ehepartners. Kosten entstehen für die notarielle Beurkundung nach der Kostenordnung. Diese richten sich nach den Einkommensverhältnissen Ihres Stiefvaters. Sie müssen mit Kosten irgendwo zwischen 100-300 € rechnen. Ggf. können Sie dies vorab bei dem Notar erfragen. Hinzu kommen die Kosten für das Verfahren vor dem Familiengericht. Diese dürften etwa im mittleren dreistelligen Bereich liegen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
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Fax. 0211/324021

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