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Adoption Stiefkinder Alter 34 + 29

| 17.09.2018 11:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Judith Freund


Ich bin in 2. Ehe seit 20 Jahren verheiratet. Gemeinsam zogen wir meine 2 Kinder auf. Sie sind heute 34 und 29 Jahre alt und haben ein inniges Verhältnis zu ihrem Stiefvater (er kennt die Kinder -2 Jungs von Geburt an).
Mein Mann möchte beide Söhne adoptieren. Wie müssen wir vorgehen, was machen und wie hoch sind die ungefähren Kosten für diese Adoptionen?

Sehr geehrte Fragestellererin,

die Volljährigenadoption ist in den Paragraphen § 1768 bis 1772 BGB geregelt.

Den Antrag müssen nach § 1768 BGB der Annehmende (also der Stiefvater) und die volljährigen Kinder beim Familiengericht stellen. Wenn schwerwiegende Interessen der Kinder des Annehmenden oder des Anzunehmenden entgegenstehen, kann keine Annahme erfolgen.
Eine Adoption wurde z.B. abgelehnt, als die leiblichen Kinder das elterliche Unternehmen fortführen wollten, das Adoptivkind sich das Erbe aber auszahlen lassen wollte (BayObLG FamRZ 1984, 419).

Die Adoption soll zudem nur erfolgen, wenn sie "sittlich gerechtfertigt" ist, insbesondere wenn eine Eltern-Kind-Beziehung entstanden ist. Das ist vorliegend ja der Fall. Die "Stiefkindadoptionen" werden regelmäßig als
unproblematisch gesehen.

Im Normalfall erwerben die volljährigen Kinder dann die Stellung als Kind und als Geburtsname dessen Familienname. Die Adoption erstreckt sich jedoch nicht auf die Verwandten des Annehmenden (ist also keine Volladoption).

Für das Adoptionsverfahren ist das Familiengericht örtlich zuständig, bei dem der Annehmende lebt (also Ihr Mann). Der Antrag wird normalerweise von einem beurkundenen Notar eingereicht.

Dessen Kosten müssen Sie erfragen. Grundsätzlich wird aber ein Verfahrenswert von 3.000 Euro zugrundegelegt; wenn die Vermögensverhältnisse bekannt sind, kann auch ein Bruchteil des Vermögens zugrundegelegt werden. Hieraus berechnen sich dann die Verfahrenskosten, ggf. eine Terminsgebühr und die Gerichtsgebühr.

Dazu muss Ihnen der Notar und das Gericht dann genaueres mitteilen. Bei einem Verfahrenswert von 3.000 Euro sollten aber nicht mehr als 1.000 Euro insgesamt auf Sie zukommen.

Ich hoffe Ihre Frage(n) vollständig beantwortet zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Judith Freund
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht

Apothekergäßchen 4
86150 Augsburg

Tel: 0821 49 81 59 75
Fax: 0821 50 83 61 63

www.rechtsanwaeltin-freund.de
office@rechtsanwaeltin-freund.de







Bewertung des Fragestellers 19.09.2018 | 13:57

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