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Adoption, Elternzeit Bundesbeamtin

30.03.2010 16:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Rechtsanwälte,

Am 10.03.2010 wurde ein Baby geboren, welches wir adoptieren werden. Das Kind befindet sich momentan in einer Pflegefamilie. In ca. 1 Woche werden wir es zu uns nach Hause holen dürfen.

Ich bin Bundesbeamtin bei der Bundesfinanzdirektion.

Ich bin momentan krankgeschrieben bis 01.04.2010.

Ich habe nicht den gesetzlichen Mutterschutz, d.h. ich hätte im Prinzip mit Aufnahme des Kindes keinen Anspruch mehr auf meine Besoldung.

Jetzt sind die Bezüge für den Monat April bereits angewiesen, diese werden morgen auf meinem Konto sein.

Welche Möglichkeiten habe ich?

Mal angenommen, das Kind lebt ab 08.04.2010 in unserem Haushalt.

Muss ich dann ab 08.04.2010 meine Elternzeit nehmen?

Kann ich meine Krankschreibung bis 30.04.2010 verlängern und ab 01.05.2010 Elternzeit beantragen, obwohl das Kind schon bei uns lebt?

Wenn eine Krankschreibung aus rechtlichen Gründen nicht geht, kann ich dann bis 30.04.2010 Urlaub nehmen, obwohl das Kind bereits uns lebt?

Würden Krankschreibung oder Urlaub auf die Elternzeit angerechnet?

Ab wann beginnt in meinem Fall die Elternzeit? Am einfachsten wäre es für mich, die Krankschreibung bis 30.04.2010 zu verlängern, ich weiß aber nicht, ob dies rechtlich möglich ist?

Für gesetzliche Fundstellen wäre ich sehr dankbar, an meiner Dienststelle bin ich der erste Fall dieser Art und daher weiß keiner wirklich, wie es richtig ist.

30.03.2010 | 17:16

Antwort

von


(755)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich anhand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Sie haben Anspruch auf Elternzeit für das Kind, welches Sie mit der Ziel der Adoption in Ihren Haushalt aufnehmen. Dies ergibt sich aus § 1 Absatz 3, Ziff.1und § 15 Absatz 1, Ziff.1 b des BEEG ( Bundeselternzeit- u. Elterngeldgesetz )

Die Inanspruchnahme der Elternzeit regelt § 16 BEEG . Die dort vorgesehenen Fristen für die Benachrichtigung des Arbeitgebers gelten in Ihrem Fall natürlich nicht. Sie können daher grundsätzlich mit dem Tag der Aufnahme des Kindes in Ihren Haushalt Elternzeit beanspruchen. Sie muessen dies jedoch nicht. Ebenso können Sie den Beginn der Elternzeit verschieben auf den Tag nach Beendigung der Arbeitsunfähigkeit. Gleichsam können Sie zunächst noch bestehenden Erholungsurlaub nehmen. Dies folgt aus § 16 BEEG . Dort ist die Möglichkeit der Urlaubsgewährung ausdrücklich genannt. Sie sehen also, Sie sind in Ihrer Entscheidung recht frei. Sie sollten aber Ihren Arbeitgeber jetzt über den geplanten Aufnahmetermin und Ihre Planungen zur Inanspruchnahme der Elternzeit informieren.

Ich würde Ihnen empfehlen, einige Tage Erholungsurlaub vorzuschalten, da es doch etwas anrührig erscheint, bis 30.04. Arbeitunfähigkeit "vorherzusehen" .

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen viel Glück für die weitere Adoptionspflege.




Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

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