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Administrator-Passwort nach unversch. ' Rausschmiss' kostenlos neu einrichten?


| 30.05.2005 15:57 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Die Frage lautet etwas allgemeiner:Muß ich nach unverschuldetem "Rausschmiss" eine qualifizierte Arbeit kostenlos
nachliefern?
Bis vor 3 Wochen war ich mit meiner "Einmann"-EDV-Service-Firma
in einer Zahnarztpraxis für die Computerarbeit, u.a. auch als
Administrator (Verwalter der Netzwerkes) zuständig. Die Zusammenarbeit lief über 4,5 Jahre ohne schriftlichen Vertrag. Sie war geprägt durch großes Vertrauen, so hatte ich oft wochenlang den Praxisschlüssel und konnte, durfte und sollte auch abends, nachts oder am Wochenende alleine in der Praxis arbeiten.
Vor 3 Wochen kam ein Schreiben über die "Beendigung der Zusammenarbeit", ohne dass vorher ein äußerer Grund dafür ersichtlich wäre, etwa ein Streit oder ein ungelöstes Problem stattgefunden hätte und auch ohne irgendeine Ankündigung. Die Begründung lautete: "Ich hätte kein Interesse mehr" und war ebenso widersinnig wie unehrlich und vorgeschoben.
In diesem Schreiben wurde ich aufgefordert, für insgesamt 4 PCs
die sogen. "Admin-Passwörter" rauszugeben. (Für Nicht-Computer-Leute: Der normale Betrieb der PCs ist jederzeit möglich, nur bei z.B. Neueinrichtung von Programmen wird sowas z.B. nötig).

Zur Lösung dieses Problems würde im einfachsten Falle ein Schreiben mit etwa den 4 Passwörtern genügen. Aber so einfach ist es hier nicht:
Bei dem wichtigsten PC, dem Server, habe ich ein Passwort verwendet, das sehr persönlich ist und zudem auch bei anderen Firmenkunden von mir verwendet wurde und das aus diesem Grunde nicht veröffentlicht werden soll. Bei den drei anderen Passwörtern ist es möglich, dass ich aus einer von mir
erstellten Liste verschiedene verwendet habe.

Kurz gesagt, ich muß oder möchte nochmal in diese Praxis, um die
Umstellung der Passwörter selbst vorzunehmen.

Meine obige Frage nochmal: Muß ich die Arbeit an diesen PCs
kostenlos durchführen incl. der An-u.Abfahrkosten oder kann ich dafür Lohn/Aufwand berechnen? Falls man der Meinung sein sollte, die eigentlichen Passwörter selbst wären kostenlos abzugeben, blieben immer noch die Fahrtkosten und die Arbeit, die 4 PCs programmtechnisch zu bedienen, bzw. bis zum Eingabefeld vorzubereiten und die Eingabe von neuen P-Wörtern vorzunehmen.

Meiner Meinung nach könnte ich zumindest die Fahrtkosten u. die PC-Vorbereitungsarbeiten berechnen.
Mit freundlichen Grüßen

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Guten Tag,

ich möchte Ihnen hinsichtlich der Erstattung Ihres Aufwandes (Fahrtkosten und PC-Vorbereitungsarbeiten)nicht all zu viel Hoffnung machen.

Auch wenn für die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und der Arztpraxis kein schriftlicher Vertrag besteht, ist zumindest ein mündlicher Werkvertrag geschlossen worden. Insoweit handelt es sich nicht um einen Arbeitsvertrag. Hiergegen spricht bereits die von Ihnen geschilderte Freiheit hinsichtlich der zeitlichen Durchführung der Arbeiten.

Ein derartiger Werkvertrag kann auch ohne jegliche Kündigungsfrist von der Arztpraxis gekündigt werden. Als Neben-pflicht auf diesem Werkvertrag folgt, dass Sie nach Beendigung der Zusammenarbeit - für die auch kein Grund angegeben werden muss - sämtliche Unterlagen, die Sie für die Firma erstellt haben, herausgeben müssen. Hierzu gehören insbesondere auch die Admin-Passwörter. Insoweit sind Sie leider zur Bekanntgabe der Passwörter verpflichtet.

Ich habe schon Zweifel, ob Sie einen Anspruch darauf haben, die Passwörter sozusagen nachzuarbeiten und dafür die Praxisräume noch einmal zu betreten. Dies ist letztendlich eine freie Verein-barung mit der Zahnarztpraxis. Ich gehe davon aus, dass bei einer langjährigen Zusammenarbeit eine Umbenennung der Passwörter seitens der Arztpraxis geduldet werden sollte. Ein Anspruch auf Erstattung der hierfür erforderlichen Aufwendungen haben Sie jedoch nicht, da der ursprüngliche Fehler, nämlich Passwörter zu wählen, die jetzt geändert werden müssen, allein in Ihrem Verantwortungsbereich liegt.

Ich bedaure, Ihnen nichts positiveres mitteilen zu können. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Str. 19
26603 Aurich

Tel. 04941-605347
Fax 04941-605348
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 30.05.2005 | 17:31

Sehr geehrter Herr Weiß,
danke für Ihre Auskunft, auch wenn deren Kernaussage bei mir, das bitte ich zu verstehen, keine überschäumende Freude aufkommen läßt.
Während der Zusammenarbeit mit Praxis habe ich in meinen Firmenräumen auch Eigentum dieses Arztes angesammelt. Das sind z.B. Teile eines defekten und nicht mehr verwendbaren PCs aus der Praxis, besonder 2 Festplatten, auf denen besondere Sicherungen der Daten aufgezeichnet sind. Diese Aufbewahrung war bekannt und auch so vereinbart. Dieses und anderes Eigentum will ich natürlich nicht behalten, dies soll selbstverständlich auch
zurückübergeben werden.
Nachfrage: Muß ich das der Praxis kostenlos zustellen - was ich sehr ungerne tun würde, denn ich empfinde eine solche Art der Beendigung einer Geschäftspartnerschaft als unseriös und unfair -
oder reicht es, wenn ich dem Arzt bestätige und ermögliche, dass er sein Eigentum hier bei mir abholt?
Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.05.2005 | 17:35

Guten Abend,

die fehlende Freude kann ich verstehen. Es hilft Ihnen aber ja auch nichts, wenn ich die Rechtslage rosa einfärbe.

Noch kurz zu Ihrer Nachfrage: wenn sich diese Teile absprachgemäß bei Ihnen befinden -und so verstehe ich Ihre Schilderung- sind Sie lediglich zur Herausgabe verpflichtet. Dies heißt auch, daß die Teile auf Kosten des Arztes bei Ihnen abgeholt werden müssen, sie sind nicht verpflichet, die Teile an die Praxis zu übersenden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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