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Adhäsionsverfahren


| 24.12.2010 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking



Hallo,

ich habe ein Problem mit den Rechnungen meines Anwaltes bzw die Festsetzung des Streitwertes.
Ich bin in einem Gerichtsverfahren zu einer Strafe von 10 Monaten auf Bewährung und einer Zahlung von € 21.000 verurteilt worden.
Dies ist soweit auch alles beglichen.
Auch die Kosten meines Anwaltes habe ich beglichen, die sich aber auf einen Streitwert von € 74.259,32 beziehen.
Die urpsrüngliche Forderung der Gegenpartei belief sich auf ca. € 70.000 vor dem Verfahren, worauf mein Anwalt natürlich nicht eingegangen ist.
Im Verfahren wurde dann die Strafe auf € 21.000 festgesetzt und auch entsprechend ein Beschluß geschrieben das für das Adhäsionsverfahren ein Streitwert von € 21.000 festgesetzt wurde.
Das hätte für mich geheissen das mein Anwalt mir Honorar hätte zurückzahlen müssen.
Nun hat mein Anwalt eigenständig ohne mein Wissen und meine Zustimmung, Beschwerde gegen den Streitwert eingelegt und heute habe ich vom Amtsgericht einen Brief bekommen, das der Streitwert für das Adhäsionsverfahren aufgrund der Beschwerde auf € 74.259,32 festgesetzt wurde.
Somit muss mein Anwalt nichts zurück zahlen.

Meine Fragen sind nun wie folgt:
Darf mein Anwalt ohne mein Wissen bzw Zustimmung den festgelegten Streitwert anfechten der auch im Urteil ersichtlich ist?
Wie kann ich ggf. handeln, weil dadurch verliere ich knapp € 4.000?
Kann ich selber Einspruch einlegen?

Frohe Weihnachten

Ultrajasa
Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Ihr Rechtsanwalt konnte gemäß § 32 Abs.2 RVG Rechtsmittel gegen die Wertfestsetzung einlegen. Da es sich um einen Anspruch aus eigenem Recht (=des Anwalts) handelt, brauchte er hierzu auch nicht Ihre Zustimmung.

Da Sie durch den neuen Beschluss des Amtsgerichts aber selbst mit Kosten über 200 EUR beschwert sind (ca. 4000,- EUR höhere Anwaltskosten), können Sie Ihrerseits nach § 68 GKG Streitwertbeschwerde gegen diese Entscheidung einlegen. Die Beschwerde wird bei dem Gericht eingereicht, das den Beschluss verfasst hat. Das Verfahren ist gebührenfrei. Kosten werden nicht erstattet, § 68 Abs.3 GKG.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Ich wünsche Ihnen ebenfalls frohe Weihnachten und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 27.12.2010 | 13:01


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