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Abzug bei KUpflichtigem


| 29.05.2018 11:01 |
Preis: 30,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

sehr geehrte beratende anwälte,

meine ex frau ist unseren kindern, die bei mir leben, unterhaltspflichtig.

seit kurzem hat sie von einem neuen partner ein neues kind.
von diesem partner ist sie auch wieder getrennt und bekommt den vollen KU und BU für sich.

nun gibt es probleme mit dem unterhalt für die ersten beiden kinder aus unserer ehe.
das JA hat aufgrund ihres einkommens + wohnvorteil etc. pp. einen unterhalt berechnet.

allerdings wird ihr für das neue Kind bei der berechnung für den KU (der ersten beiden) ein betrag für das neue Kind abgezogen.
ist das richtig? sie ist doch dem neuen kind gar nicht barunterhaltspflichtig, da der vater des neuen kindes dies vollumfänglich leistet inkl. sonderbedarfe und BU für die mutter.

vielen dank für ihre zeit meine frage zu beantworten!
29.05.2018 | 11:33

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Ob die Unterhaltsberechnung, die das Jugendamt vorgenommen hat, rechnerisch zutreffend ist, kann man naturgemäß nur beurteilen, wenn sämtliche Zahlen, die für die Unterhaltsberechnung notwendig sind, vorliegen.


2.

Die Einbeziehung des weiteren Kindes, das Ihre geschiedene Ehefrau mit dem neuen Partner hat, ist, weil die Ehefrau gegenüber den bei Ihnen wohnenden Kindern unterhaltspflichtig ist, korrekt. Es kommt hier nicht darauf an, ob Betreuungsunterhalt oder Barunterhalt geleistet wird, sondern darauf, dass bezüglich eines Kindes eine Unterhaltspflicht besteht. Dieser Tatsache trägt das Jugendamt in seiner Unterhaltsberechnung dadurch Rechnung, dass es auch das neue Kind, dessen Vater Sie nicht sind, in die Unterhaltsberechnung mit einbezieht.

D.h., vom Grundsatz her ist die Unterhaltsberechnung des Jugendamts nicht zu beanstanden. Ob der Unterhalt tatsächlich richtig berechnet worden ist, ist eine vollkommen andere Frage, die aber an dieser Stelle mangels entsprechender Zahlen nicht beantwortet werden kann.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt



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