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Abzug Kindergeld Volljährige


| 29.01.2006 20:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Ich habe 4 unterhaltspflichtige Kinder (15,16,18,19) und bezahle Unterhalt nach Gruppe 8 DT (Stufe 9 minus 1) in Gesamthöhe v. 1.559,50 Eur (bereits abzüglich 1/2 hälftiges Ki_geld).

Nach Urteil BGH XII ZR 34/03 kann ich jetzt bei meinen 2 volljährigen schulpflichtigen Kinder das volle Kindergeld z.Z. je 144,00 euro (statt nur 77,- Euro) voll in Abzug bringen. Obwohl sie bei Mutter leben, bin ich zur Zeit der volle alleinige barunterhaltspflichtige Vater.

So nun meine Fragen:
1. Ab wann (Urteil v.26.10.05) konnte ich abziehen, ab 1.11.05???


2.Die Mutter arbeitet selbstständig in Vollzeit bei Ihrem neuen Manns Firma mit. wir wollen anteilig dann neu den Barunterhalt evtl. aufteilen.
Beispiel sie verdient 400,- und ich 3.600,- gesamt 4000,- ;
Sie zahlt 10% und ich 90% des Barunterhaltes v. 503,- Euro

Wie wird aber das Kindergeld dann aufgeteilt ( = 144,00 ), steht nicht im Urteil BGH.???? Wieder nur die Häflte abzugfähig oder auch anteilig wie der Barunterhalt?


3.Was kann sie als Selbstbehalt bei einer selbstständigen Vollzeit-Bürotätigkeit ihrer und ihres Mannes Firma (beide hälftige Geschäftsführer) abziehen bzw. einbehalten??? (ausgeübt in Ihrem Haus..Firmensitz)und sie ist Angestellte Ihres Mannes.

Vielen Dank für Ihre Antworten

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nun zu Ihren Fragen im Einzelnen:

1)

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in dem von Ihnen zitierten Ureil getrennt lebende Väter entlastet, die allein für den Unterhalt eines volljährigen Kindes aufkommen müssen.

Nach diesem Urteil müssen sich die Kinder das volle Kindergeld sowie den überwiegenden Anteil einer Ausbildungsvergütung auf den Unterhalt anrechnen lassen.

Beides gilt auch, wenn die Kinder bei ihrer nicht zahlungsfähigen Mutter leben.

Voraussetzung in Ihrem Fall ist also, dass die Kindesmutter keinen Unterhalt zahlen kann. Dies wiederum hängt davon ab, ob sich das bereinigte Nettoeinkommen der Mutter unterhalb des aktuellen Selbstbeahltes bewegt.

Der Unterhalt verringert sich aber nicht automatisch. Sie müssen den Unterhaltsschuldnern anzeigen, dass Sie wegen der Rechtsprechung des BGH nun weniger Unterhalt überweisen. Erst ab diesem Zeitpunkt gilt die Abänderung. Sollten sich die Kinder damit nicht zufrieden geben, müssten diese Klage einreichen. Hier wird dann erheblich sein, ab welcher Zeit, Sie die Unterhaltsabänderung geltend gemacht haben.

Fest steht, dass Unterhalt, der gezahlt wurde, nicht zurückzufordern ist.

2)

Wenn die Mutter selbts Barunterhalt zahlt, dann kommt nur das hälftige Kindergeld in Abzug.

3)

Der notwendige Eigenbedarf (Selbstbehalt)
gegenüber volljährigen unverheirateten Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, die im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden,beträgt beim nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 770 EUR, beim erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 890 EUR.

Hierin sind bis 360 EUR für Unterkunft einschließlich
umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten.

Der Selbstbehalt der Kindesmutter beträgt daher 890,- € monatlich. Nach Ihrer Schilderung würde diese daher mit ihrem Einkommen weit unter dem Selbstbehalt liegen.

Das Einkommen des Mannes ist dabei unerheblich.


Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

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Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2006 | 21:50

Vielen Dank für ihre Antworten

Ich habe natürlich schon den Selbestbehalt der Mutter ca. abgezogen. ging von einem geschätzten Verdienst v. netto 1100,- minus ihrer 890,- ergibt dann anrechenbar 210,- Euro. Gesamteinkommen Vater und Mutter dann 3300,- Euro Gruppe 10 (minus 1 Gruppe wegen 4 U-Kinder), Gruppe 9 = 570,- Euro ab 18jahren.
Wir sind dann aber 1 Gruppe höher eingestuft.

Sie zahlt dann ca. 6% Anteile = rund 35,- euro .
Und ich dann 535,- minus 77,00 Euro K-Geld = 458,00 .
Das ist mehr als alleiniger voll zahlender Vater mit Gruppe 8 und Vollabzug von 144,00 Euro (z.zeit zahle ich 359,- Euro).

Es gibt daher ein Break-Even-point beim Mit-Barunterhaltzahler.
ISt dies so ungefähr korrekt gedacht???

Noch 3 kurze Fragen:
a)Meine 19 jährige Tochter geht nach Ihrem Abi auf eine Logopädie-Schule mtl. Kosten 400,- Euro.
Muss ich mich über meine Unterhaltszahlung hinaus, ein Teil dieser Kosten zusätzlich tragen (Sonderbedarf). Zur zeit habe nie einen Sonderbedarf bezahlt in Absprache mit meiner Ex-frau.

Meine Tochter verdient als gelegentlich Bedienung ca. 100-200 Euro im Monat. Was kann ich abziehen?

b)Mein 17 jähriger Sohn geht 9 Monate als Schüler ins Ausland Amerika. Kann ich den Unterhalt für 9 Monate einfrieren bzw. aussetzen??

Vielen Dank
und einen schönen Abend

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.01.2006 | 12:24

Vielen Dank für Ihre "Nachfrage".

Dabei handelt es sich jedoch um vollkommen neue Fragestellungen. Ich bitte um Verständis dafür, dass diese nicht im Rahmen hiesiger Beratung beantwortet werden können. Bitte stellen Sie Ihre Fragen doch nochmals in das Forum ein.

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